Marga Löwer-Hirsch: Sexueller Missbrauch in der Psychotherapie. Fallgeschichten und Psychodynamik

Artikelnummer: 978-3-8379-2689-7

Im vorliegenden Buch offenbaren authentische Fallberichte missbrauchter Psychotherapiepatientinnen und eines Täters die zerstörerischen Folgen des sexuellen Missbrauchs für die Opfer. Die kommentierten Fallgeschichten und deren Analyse durch Marga Löwer-Hirsch legen die Erschütterungen und Verstrickungen aufseiten der Interviewten offen und werden für professionell Tätige und Patientinnen hautnah nachvollziehbar.

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Im vorliegenden Buch offenbaren authentische Fallberichte missbrauchter Psychotherapiepatientinnen und eines Täters die zerstörerischen Folgen des sexuellen Missbrauchs für die Opfer. Die kommentierten Fallgeschichten und deren Analyse durch Marga Löwer-Hirsch legen die Erschütterungen und Verstrickungen aufseiten der Interviewten offen und werden für professionell Tätige und Patientinnen hautnah nachvollziehbar. Die Wünsche der betroffenen Frauen nach Anerkennung ihrer Weiblichkeit, Geborgenheit und Besonderheit wurden mit verschiedenartigen Grenzüberschreitungen beantwortet, die rückblickend immer als missbräuchlich erkannt wurden.

Durch ihre Erläuterungen untermauert die Autorin das Abstinenzgebot in psychotherapeutischen Behandlungen und die Ethikrichtlinien, die derartigen Gefahren entgegenwirken sollen, praxisnah und erörtert dabei auch die Frage, was eine gelingende Beziehung zwischen Therapeut und Patientin ausmacht. Der therapeutische und ebenso der beraterische Raum kann in seiner Erlebensqualität und Verletzlichkeit nachvollzogen werden, damit er achtsam gehandhabt werden kann.


Autor*in / Hrsg.: Marga Löwer-Hirsch
Details: Bibliothek der Psychoanalyse
Umfang: 153 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.2 x 21.2 x 15.1 cm
Gewicht: 233 g
Erscheinungsdatum: 15.03.2017

Vorwort

Einführung
Das Abstinenzgebot
Grundlagen therapeutischer Arbeit
Ethische Richtlinien und rechtliche Lage
Vorkommenshäufigkeit und Geschlechterverteilung
Schädigende Wirkungen

Die Fallgeschichten
Ingrid
Else
Kathrin
Greta
Greta (die "Folgetherapie")
Nora
Lara
Herta
Sigrid
Lisa
Ulrike
Susanne
Kurt (der Therapeut)

Die Fallgeschichten im Vergleich

Einlassen
Die Einzige, besonders sein, sich geschmeichelt fühlen
Starke Kontaktwünsche
Naivität
Sexueller Missbrauch oder sexualisierte Familienatmosphäre in der Kindheit

Missbrauchsphase aufrechterhaltenDoppeldenk
Autoritätskomplex
Beziehungsversprechen
Tuning out
Geheimhaltung
Pygmalion
Der Wunsch nach Halt und Schutz wird sexuell beantwortet
Rollenumkehr
Verwirrtsein
Dreieckskonstellationen

Ablösung - "Nicht die Einzige sein"

Die Therapeuten

Susanne - ein Kontrastfall?

Auswirkungen des Missbrauchs auf die Symptomatik der Patientinnen

Diskussion

Vergleich von Missbrauch in Therapien mit familiärem Missbrauch
Asymmetrie der Beziehung
Missbrauch ödipaler Wünsche in der Übertragung anstelle ihrer Anerkennung und Bestätigung
Sexualität - ein als Liebe erscheinender Akt Aggression
Wünsche der Patientin nach Schutz und Geborgenheit werden sexuell beantwortet

Die narzisstische Komponente
Keine ausschließliche "Opfer-Identität" der Patientin
Das narzisstische Zusammenspiel: "Ritter Blaubart" und "Unglückskind" - ein Exkurs

Geschlechterrollen und ihre Relevanz für Missbrauchstherapien
Die Asymmetrie
Die Rollenumkehr

"Doppeldenk" ermöglicht und unterhält Missbrauch

Missbrauchstherapien zementieren biografische Muster

Resümee

Literatur

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