Maria Katharina Wiedlack: Queer-Feminist Punk. An Anti-Social History

Artikelnummer: 978-3-902902-27-6

From the origins of queer-feminist punk in the 1980s to its contemporary influences on the Occupy movement or Pussy Riot activism, this history of queer-feminist punk takes a broad and multifaceted look at its politics through the lens of anti-social theories.

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From the origins of queer-feminist punk in the 1980s to its contemporary influences on the Occupy movement or Pussy Riot activism, this history of queer-feminist punk takes a broad and multifaceted look at its politics through the lens of anti-social theories.

Maria Katharina Wiedlack studied German, English and Gender Studies at the University of Vienna, where she works at the Gender Research Office. She teaches Gender, Queer and Disability Studies and is involved in various queer-feminist and dis/ability projects and activist collectives.


Autor*in / Hrsg.: Maria Katharina Wiedlack
Kunst: Musik Performance Mode
fremdsprachige Bücher: all english books
politische Themen: Protest & Widerstand
Weitere Informationen: Umfang: 428 S.
Einband: kartoniert
Format: 14,1 x 20,2 cm
Gewicht: 475 g
Erscheinungsdatum: 01.03.2015

Rezension von Tanja Wälty auf querelles-net:

Punk is NOT dead, sondern queer und feministisch!

Abstract: Maria Katharina Wiedlack legt eine theoretisch fundierte und empirisch reichhaltige Studie zu queerfeministischem Punk in den USA und Kanada vor, in der sie zum einen Queer Studies und Subkulturstudien zusammenbringt und auf diese Weise ein Gegenbeispiel zu konventionellen Darstellungen zu Punk als weißer, männlicher Subkultur setzt. Auf der anderen Seite leistet die Autorin mit ihren detaillierten Beschreibungen der Geschichte der Bewegung einen wichtigen Beitrag zu der Dokumentation des queerfeministischen nordamerikanischen Punk. Durch die Verknüpfung von anti-sozialer Queer Theory mit psychoanalytischen, feministischen und dekolonialen Ansätzen schafft sie ein solides theoretisches Fundament für ihre Analyse des radikalen Aktivismus und der kulturellen Produktion der Bewegung.

Während Punk in seiner nun über 30jährigen Geschichte immer wieder für tot - im Sinne von politisch entleert, deradikalisiert und kommerzialisiert - erklärt wurde, setzt Maria Katharina Wiedlack in ihrem Buch Queer Feminist Punk. An Anti-Social History am entgegengesetzten Punkt an und dokumentiert anhand der queerfeministischen Punkszene aus den USA und Kanada eine radikale, politische und anti-soziale Version des Punk, die die geläufigen Dokumentationen der Punkgeschichte sowie die eben genannte Punk-is-dead-Rhetorik herausfordert und diesen erfolgreich widerspricht. Während nordamerikanische Punkszenen aus unterschiedlichen Perspektiven (z. B. als jugend- bzw. subkulturelles, musikalisches oder ästhetisches Phänomen) beleuchtet und analysiert worden sind, füllt Wiedlacks historisch ausführliche und theoretisch fundierte Forschung zum queerfeministischen Punk eine Lücke in den Reihen der Publikationen sowohl der Subkulturstudien als auch der Queer Studies. Bislang gab es keine umfassenden Studien dieser Art, obwohl Punk mit seiner anti-sozialen Ästhetik und den Strategien des Schockierens, der Provokation und Negativität und die anti-normativen Politiken des queeren Feminismus gewissermaßen füreinander geschaffen erscheinen, wie die Autorin im Laufe des Buches überzeugend darlegt.

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