Maria von Welser: Wo Frauen nichts wert sind. Vom weltweiten Terror gegen Mädchen und Frauen

Artikelnummer: 978-3-453-28060-1

Vor aller Augen, doch in seinen Ausmaßen noch kaum bemerkt, ist ein Vernichtungsfeldzug gegen Frauen im Gang: der Femizid.

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Es passiert jeden Tag und überall

Vor aller Augen, doch in seinen Ausmaßen noch kaum bemerkt, ist ein Vernichtungsfeldzug gegen Frauen im Gang: der Femizid. Weltweit. Vergewaltigungen und Morde an jungen Frauen und Mädchen in Indien machen Schlagzeilen. Wir lesen von massenhaften Abtreibungen weiblicher Föten in China. Von Beschneidungen und Verstümmelungen in afrikanischen Ländern. Von öffentlichen Hinrichtungen, Missbrauch, Misshandlungen, Zwangsverheiratungen. Von Mädchen- und Frauenhandel.

Maria von Welser hat vor Ort recherchiert - in Afghanistan, in Indien, im Kongo - und zeigt die Zusammenhänge auf: Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht als kulturelle oder religiöse Folklore entschuldigen. Es handelt sich nicht um Einzelfälle. Jeder einzelne Fall ist Teil eines Ganzen. Teil des Femizids. Aber: Zunehmend begehren die Frauen auf. Und Maria von Welser gibt ihnen eine Stimme. Ein Buch der Wut, des Zorns und der Hoffnung. Ein notwendiges Buch, das uns die Augen öffnet für das erschütternde Schicksal von Frauen weltweit.


Autor*in / Hrsg.: Maria von Welser
Körperthemen: Genitalbeschneidung
politische Themen: Krieg und Frieden
Weitere Informationen: Umfang: 320 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3 x 20.5 x 13.5 cm
Gewicht: 465g
Erscheinungsdatum: 24.09.2014

~ LESEPROBE ~

Rezension von Terre des Femmes:

Ihre erste Begegnung mit geplanter Gewalt gegen Frauen machte Maria von Welser 1992. Damals thematisierte sie für das ZDF-Frauenjournal "ML Mona Lisa" die Massen- vergewaltigungen in Bosnien. Für ihr neues Buch bereiste sie Afghanistan, Indien und den Ost-Kongo, um sich einen eigenen Einblick zu verschaffen. Die Vereinten Nationen zählen diese Länder zu den gefährlichsten der Welt für Frauen und Mädchen. Jedem dieser Länder widmet von Welser ein eigenes ausführliches Kapitel, liefert uns die nötigen Hintergrundkenntnisse, spürt patriarchalen und religiösen Normen nach.

In Afghanistan sterben weltweit die meisten Säuglinge bei ihrer Geburt, überleben die wenigsten Mütter die Entbindung. Mädchen werden in jungen Jahren zwangsverheiratet, sind ans Haus gebunden, oft dürfen sie keine Schule besuchen. In ihrer Ausweglosigkeit ziehen viele Frauen den Freitod vor und zünden sich mit Kerosin an. Indien, die größte Demokratie der Erde, machte im letzten Jahr durch Massenvergewaltigungen international Schlagzeilen. Indien ist ein Land mit Männerüberschuss, da jedes Jahr eine Million weibliche Föten abgetrieben, tausende neugeborene Mädchen getötet werden, um der Familie später den - offiziell verbotenen - Brautpreis zu ersparen.
Die Menschen im durch jahrelange Kriege zerstörten Ost-Kongo sind nachwievor marodierenden Milizen ausgeliefert, die das an Bodenschätzen reiche Land raubend und mordend durchstreifen. Frauen sind Freiwild: Noch immer werden jeden Tag rund 1000 Frauen vergewaltigt.

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