Mariam Irene Tazi-Preve: Das Versagen der Kleinfamilie. Kapitalismus, Liebe und der Staat

Artikelnummer: 978-3-8474-2010-1

Die Autorin geht vom Leiden an den kleinfamilialen Verhältnissen aus und fragt: Kann das Liebespaar wirklich die Basis einer ganzen Gesellschaftsordnung sein? Sie legt die historischen und ideologischen Ursachen des Dilemmas der Kleinfamilie dar, statt einem 'individuellen Verschulden' nachzugehen. Dabei greift sie alle relevanten Themen pointiert und fachkundig auf: das Drama der Mutterschaft, die neue Vaterschaftsdebatte und die Vereinbarkeitsfrage.

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Die Autorin geht vom Leiden an den kleinfamilialen Verhältnissen aus und fragt: Kann das Liebespaar wirklich die Basis einer ganzen Gesellschaftsordnung sein? Sie legt die historischen und ideologischen Ursachen des Dilemmas der Kleinfamilie dar, statt einem 'individuellen Verschulden' nachzugehen. Dabei greift sie alle relevanten Themen pointiert und fachkundig auf: das Drama der Mutterschaft, die neue Vaterschaftsdebatte und die Vereinbarkeitsfrage. Sie analysiert die Politik und deren Interesse an der 'kleinsten Zelle des Staates' und zeigt auf, wie das Wirtschaftssystem die Kleinfamilie für sich nutzt und sie an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Als Schlussfolgerung aus den (Miss-)Verhältnissen des herrschenden Familienideals zeigt die Autorin Alternativen auf, die andere Gesellschaften uns bereits vorleben.

Bei der Kleinfamilie ist nicht Normalität am Werk, sondern eine willkürliche Norm. Viele Mütter sind einem Mutterideal verpflichtet, dem sie nie entsprechen können, kurzum sie sind in der "Mutterfalle". Viele Männer würden ja gerne Elternzeit nehmen, die Arbeitswelt lässt es aber nicht zu. Die Bereiche Arbeitswelt und Familie sollen angeblich miteinander kompatibel sein, sind es aber in Wahrheit nicht - die "Vereinbarkeitslüge". Aber: Es gibt Alternativen zur Überforderung von Müttern, Vätern und Kindern.

Die Autorin geht vom Leiden an den kleinfamilialen Verhältnissen aus und fragt: Kann das Liebespaar wirklich die Basis einer ganzen Gesellschaftsordnung sein? Sie legt die historischen und ideologischen Ursachen des Dilemmas der Kleinfamilie dar, statt einem "individuellen Verschulden" nachzugehen. Dabei greift sie alle relevanten Themen pointiert und fachkundig auf: das Drama der Mutterschaft, die neue Vaterschaftsdebatte und die Vereinbarkeitsfrage. Sie analysiert die Politik und deren Interesse an der "kleinsten Zelle des Staates" und zeigt auf, wie das Wirtschaftssystem die Kleinfamilie für sich nutzt und sie an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Als Schlussfolgerung aus den (Miss-)Verhältnissen des herrschenden Familienideals zeigt die Autorin Alternativen auf, die andere Gesellschaften uns bereits vorleben.

"... spannender als jeder Krimi. Das Buch ist nicht nur höchst interessant, sondern macht mich auch betroffen. Und öffnet mir (einmal mehr) die Augen." Sibylle Stillhart, Journalistin und Autorin

Inhalt


Autor*in / Hrsg.: Mariam Irene Tazi-Preve
Details: Umfang: 228 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.4 x 21 x 15 cm
Gewicht: 332 g
Erscheinungsdatum: 24.04.2017

~ INHALT ~

Interview mit Mariam Irene Tazi-Preve im Schweizer Tagesanzeiger:

Junge Paare träumen heute mehr denn je vom Familienglück. Sie aber schreiben ein Buch über das Versagen der Kleinfamilie. Wie passt das zusammen?
Eine eigene Familie zu gründen, steht bei Jungen tatsächlich weit oben auf der Wunschliste. Wir erleben eine Re-Familisierung. Je unsicherer die Welt, in der wir leben und arbeiten, desto grösser die Sehnsucht nach einem stabilen Rückzugsort. Die familiäre Idylle ist aber nur eine vermeintliche.Sie hinterlässt gescheiterte Ehen, alleingelassene Mütter, verunsicherte Väter und traurige Kinder.

Wieso bleibt der Glaube an die Familie trotz hoher Scheidungsraten intakt?
Weil den Jungen überall vorgegaukelt wird, dass die Kleinfamilie das erstrebenswerte Ideal privater Lebensführung ist. Ein guter Arbeitsplatz, ein funktionierendes Familienleben, ein schönes Haus ? das alles gehört demnach zu einem erfüllten Leben. Trotz unzähliger Beispiele, dass es - zumindest in der Summe - nicht funktioniert.

Warum versagt die Kleinfamilie?
Das Modell der Kleinfamilie ist falsch angesetzt. Es basiert einerseits auf der romantischen Vorstellung einer lebenslangen Liebe und andererseits darauf, dass dies ein Ort sei, wo Kinder über fast 20 Jahre hinweg sicher aufwachsen können. Das Modell wird quasi als naturgegeben dargestellt, obwohl nur ganz wenige Liebesbeziehungen ein Leben lang halten. Verkauft wird es aber so als ob es die Norm sei, und alle anderen scheitern angeblich, wenn sie dieses Ideal nicht leben können.

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