Marianne Zückler: Osteuropaexpress

Artikelnummer: 978-3-95890-079-0

Die Lebensfäden von acht Protagonisten verweben sich zu einem großen Teppich, in dem Einschüchterung und Ausgrenzung, aber auch Liebe und Freiheit ineinandergehen. Sie gewähren uns Einblicke in eine Welt, in der viele Menschen wegen ihrer sexuellen Identität verfolgt werden und gegen Anfeindungen und Diskriminierung ankämpfen müssen.

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Vom Leben und Lieben neben der Heterosexualität

Die Lebensfäden von acht Protagonisten verweben sich zu einem großen Teppich, in dem Einschüchterung und Ausgrenzung, aber auch Liebe und Freiheit ineinandergehen. Sie gewähren uns Einblicke in eine Welt, in der viele Menschen wegen ihrer sexuellen Identität verfolgt werden und gegen Anfeindungen und Diskriminierung ankämpfen müssen.

Osteuropaexpress ist hochaktuell und führt mitten hinein in ein Thema, das so sozialpolitisch drängend wie menschlich packend ist. Die Autorin vermittelt realistische Eindrücke vom Alltag in Polen, Ungarn, Litauen und Lettland, wo Anfeindungen und Schikane im Beruf, in der Kirche und auch in der Familie keine Seltenheit sind, wenn es um sexuelle Selbstbestimmung geht. Die Protagonisten zeigen ihren Weg heraus aus der Opfer-Rolle - Wege voller Mut, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen.

Die Geschichten in diesem Buch beruhen auf Recherchen und Interviews, die Marianne Zückler geführt und als dokumentarische Erzählungen verknüpft hat. In den acht Protagonisten lebt die Sehnsucht nach den Freiräumen der Europäischen Gemeinschaft und nach dem freiheitlichen Selbstverständnis der westeuropäischen Kultur - ein Buch für alle, die sich für mutige Identitätskämpfe begeistern.

Autor*in / Hrsg.: Marianne Zückler
Land im Fokus: Litauen Polen Lettland Ungarn
politische Themen: Homophobie_Transphobie Diskriminierung & Empowerment
Details: Umfang: 240 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2 x 21.5 x 14 cm
Gewicht: 345 g
Erscheinungsdatum: 20.03.2017

Rezension von Ahima Beerlage auf Aviva-Berlin:

In vielen osteuropäischen Ländern ist die Situation homosexueller, trans- und intersexueller Menschen unsicher bis gefährlich. In ihren Erzählungen begibt sich die Autorin und Theaterwissenschaftlerin in acht Schicksalen, die auf realen Interviews mit unmittelbar Betroffenen aus Polen, Ungarn, Lettland, Litauen und Deutschland fußen, auf Spurensuche.

Religion und Propaganda

Sie kommen aus verschiedenen Berufen oder studieren. Sie sind Single, leben in einer Partner*innenschaft oder bei den Eltern. Sie sind schwul, lesbisch oder trans und leben in Polen, Ungarn, Lettland, Litauen oder als Austauschstudierende in Deutschland. Es sind acht Menschen, die Eines gemeinsam haben: Sie wollen ihre sexuelle Identität ohne Angst und Repressionen leben.

Da ist Krisztina, eine junge Musikerin aus Ungarn, die noch bei ihren Eltern lebt und die in dem Jahr zur Welt kam, als in Deutschland die Mauer fiel. Ihr ist früh bewusstgeworden, dass sie sich in ihrem Körper nicht zuhause fühlt. Sie sucht nach Antworten in ihrem Philosophiestudium. Doch Krisztina wird enttäuscht. "Alles Makulatur. Aktuelle philosophische Fragestellungen zu Geschlecht und Gender streifen die verstaubten Professoren bestenfalls am Rand. Es gibt für sie nur die Geschlechter Adam und Eva. Nichts daneben und dazwischen." Krisztina wird überfallen und verprügelt. Die Angst danach sitzt tief, besonders da Krisztina weiß, dass sie die Polizei, die auf Seiten der Angreifenden steht, nicht einschalten kann.

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