Marita Kampshoff, Claudia Wiepcke (Hrsg.): Handbuch Geschlechterforschung und Fachdidaktik

Artikelnummer: 978-3-531-18222-3

Als ein Aspekt von Chancengleichheit ist 'Geschlechtergerechtigkeit' ein Schlüsselbegriff der gegenwärtigen Bildungsdebatte. Die Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit für Mädchen und Jungen innerhalb schulischer Bildungsprozesse kann tatsächlich nur gelingen...

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Als ein Aspekt von Chancengleichheit ist 'Geschlechtergerechtigkeit' ein Schlüsselbegriff der gegenwärtigen Bildungsdebatte. Die Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit für Mädchen und Jungen innerhalb schulischer Bildungsprozesse kann tatsächlich nur gelingen, wenn die Fachdidaktik Ergebnisse der Geschlechterforschung reflektiert und aufnimmt. Zu den vielfältigen Anforderungen, die an die Fachdidaktiken gestellt werden, tritt die Berücksichtigung der Kategorie 'Geschlecht'. Mit dem Anspruch, eine geschlechtergerechte Bildung in einzelne Fachdidaktiken zu integrieren, leistet das Handbuch eine umfassende Systematisierung und einen ersten Aufschluss der Thematik.

Inhalt
Grundlagen der Fachdidaktik - Grundlagen der Geschlechterforschung - Fachdidaktiken Unterrichtsfächer: u.a. Naturwissenschaften, Deutsch, Fremdsprachen, Informatik, Kunst. Mathematik, Sachkunde, Sport, Wirtschaft - Fachdidaktische Aspekte der Wissenschaftsdisziplinen: z.B. Hochschuldidaktik, LehrerInnenbildung und Schulentwicklung - Fachdidaktische Aspekte in Querschnittsdisziplinen: z.B. Anfangsunterricht - Berufsbildung - Gesundheitsförderung, Verkehrserziehung

Gewicht: 995g 
~ LESEPROBE ~

Autor*in / Hrsg.: Claudia Wiepcke Marita Kampshoff
Weitere Informationen: Einband: Gebunden
Umfang: 620 S.
Erscheinungsdatum: 30.10.2012

Rezension von Nina Blasse, Georg Rißler, Andrea Bossen auf querelles-net:


Zur Fragestellung, inwiefern Fachdidaktik(en) und Geschlechterforschung zusammenhängen und wie sie zueinander in Beziehung gesetzt werden können, legen Marita Kampshoff und Claudia Wiepcke mit dem von ihnen herausgegebenen Handbuch in gebündelter Form allgemeine sowie fachspezifische Antworten vor. Es bietet somit eine notwendige Zusammenführung von bestehenden Erkenntnissen in einem Großteil der (Schul-)Fachdidaktiken sowie einer kleinen Auswahl von Wissenschafts- und Querschnittsdisziplinen. Für Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen wird damit erstmals in diesem Umfang ein Überblick über den diesbezüglichen Stand der Forschung bereitgestellt, auch wenn der Bezug zu den im ersten Teil des Bandes dargestellten theoretischen Grundlagen nicht immer gegeben ist.

Kontextualisierung

Diskurse über Bildungsungleichheiten im Schulsystem sind bildungspolitisch wie bildungswissenschaftlich wesentlich, sie werden kontrovers geführt - sowohl was Erklärungsmuster und -modelle als auch daran anschließende Vorschläge zur Bearbeitung und möglichen Beseitigung von Benachteiligungslagen betrifft. Geschlecht ist, neben und in Verschränkung mit anderen prominenten Kategorien (u. a. Ethnizität oder Milieu), aufgrund ihrer Wirkungsmacht eine fundamentale Dimension, wenn Bildungsungleichheiten verhandelt werden. Insbesondere auf unterrichtlicher Ebene spielen (soziale) Ungleichheiten eine Rolle und werden dort zumindest teilweise generiert und reproduziert. Daher gilt es bei der Betrachtung von Ungleichheiten den Unterricht genauer zu beleuchten. Hierbei müssen neben allgemein-didaktischen und schulpädagogischen Blickwinkeln auch (schul-)fachspezifische Konzepte vom Lehren und Lernen betrachtet werden. Diese wiederum konstituieren sich über Fachwissenschaften und ihre Didaktiken. Die Diskurse um allgemein- und fachdidaktische Implikationen werden jedoch in den Debatten um Bildungsungleichheiten im Schulsystem eher rudimentär aufgegriffen. Dies gilt auch für die Auseinandersetzung mit der Kategorie Geschlecht. Dabei fungieren doch die Fachdidaktiken, besonders in der universitären Lehrer*innenbildung, als Bindeglied von Fachwissenschaft und Bildungs-/Erziehungswissenschaften/(Schul-)Pädagogik, sodass hier eine wesentliche Schnittstelle von geschlechterkompetenter Bildung und fachspezifischem Wissen entsteht.

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