Marlene Streeruwitz: Yseut.

Artikelnummer: 978-3-10-002516-6

Anstelle einer Autobiographie erzählt Marlene Streeruwitz in 'Yseut.' von der Reise ihrer Heldin nach Italien, die auch eine Reise in die Vergangenheit wird. Yseut ist auf der Suche nach Antworten. Sie will entscheiden, ob sie nach all den schwierigen Erfahrungen und Versuchen mit der Liebe allein weiterleben will oder ob sie es noch einmal wagen soll.

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Anstelle einer Autobiographie erzählt Marlene Streeruwitz in 'Yseut.' von der Reise ihrer Heldin nach Italien, die auch eine Reise in die Vergangenheit wird. Yseut ist auf der Suche nach Antworten. Sie will entscheiden, ob sie nach all den schwierigen Erfahrungen und Versuchen mit der Liebe allein weiterleben will oder ob sie es noch einmal wagen soll. In Italien ist aber nichts mehr so, wie sie es vom Sehnsuchtsland der frühen Reisen in Erinnerung hat. Yseut gerät mitten in den mörderischen Kampf um Macht und Ordnung in einer kleinen Region. Eine alte Aristokratin entpuppt sich als Widerstandskämpferin, ein ehemaliger CIA-Agent bringt Yseut in Gefahr, der Polizeipräsident hält sie für eine Anarchistin, und ein charmanter Mafioso will sie verführen. Als Yseut von dem Schlägertrupp einer militanten Separatistenbewegung bedroht wird, greift sie zur Pistole in ihrer Handtasche.

Yseut weiß nicht, was hier gespielt wird, aber sie gibt nicht auf und kämpft mutig. Mitten in den Abenteuern erinnert sich Yseut an ihr vergangenes Leben, das sie hierher geführt hat. Auch diese Reise wird gut ausgehen. Aber wie schon bisher in Yseuts Leben, wird dieser Sieg ganz anders aussehen als erwartet.


Autor*in / Hrsg.: Marlene Streeruwitz
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Details: Abenteuerroman in 37 Folgen.
Umfang: 416 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3.3 x 21 x 13.5 cm
Gewicht: 523 g
Erscheinungsdatum: 22.09.2016

~ LESEPROBE ~

Eine Mischung aus Rezension und Bericht von der Buchlesung in Frankfurt, geschrieben von Jutta Pivecka, findet sich auf dem Blog bzw-weiterdenken:

Marlene Streeruwitz stellte ihren Roman "Nachkommen." am Donnerstagabend im Frankfurter Literaturhaus vor. Mit einigen Freundinnen nahm ich gespannt an dieser Veranstaltung teil, denn Streeruwitz ist für mich eine der bedeutendsten und spannendsten Autorinnen der Gegenwart.

"Nachkommen.", wie schnell klar wurde, ist die erste Hälfte eines Doppelroman-Projektes: Im Herbst wird ein Roman der Protagonistin Nelia Dehn aus "Nachkommen." erscheinen: "Die Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland", geschrieben von Marlene Streeruwitz als Nelia Fehn. "Nachkommen." scheint auf jener Ebene, die der Literaturbetrieb überwiegend wahrnehmen wird, wage ich zu prophezeien, ein Roman über den Literaturbetrieb zu sein. Wenn er allerdings nur das wäre, bliebe der Titel irreführend. Ich glaube allerdings am Abend im Literaturhaus verstanden zu haben, dass es für Marlene Streeruwitz vor allem ein Familienroman ist, vielleicht einer, der sich in die neu entstehende Traditionslinie der matrilinearen Familienromane einreiht.

Ich habe gerade erst angefangen das Buch zu lesen, kenne also bisher nur jene beiden Passagen, die Marlene Streeruwitz im Literaturhaus Frankfurt vorgetragen hat: Als erstes den brillant geschriebenen Anfang des Romans, der Nelia am Sarg ihres Großvaters vorstellt, einen Bewusstseinstrom, in dem sich die Erinnerung an die Beerdigung der früh verstorbenen Mutter mit den Empfindungen beim Anblick des toten, alten Mannes verknüpfen. Die patriarchale Familie, aus der "die Mami" kam, erscheint als ein Gefüge, das einengt und unterdrückt, aber von dem her doch die Einzelne wenigstens wahrgenommen wird: "Der Opi hatte ihr wenigstens zugesehen. Bei ihrer Trauer. Mit so einem prüfenden Blick. Wie bei einem Experiment. Wenigstens. Den Blick vom Opi. Diesen Blick hatte sie nun verloren. Das war ihr Verlust."

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