Martha C. Nussbaum: Die Grenzen der Gerechtigkeit. Behinderung, Nationalität und Spezieszugehörigkeit

Artikelnummer: 978-3-518-58554-2

Wie steht es um die Bürgerrechte jener, die körperlich oder geistig behindert sind? Wie lassen sich gerechte und menschenwürdige Bedingungen über nationale Grenzen hinweg durchsetzen? Und: Auf welche Weise können wir unseren Umgang mit Tieren in unsere Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit ...

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Wie steht es um die Bürgerrechte jener, die körperlich oder geistig behindert sind? Wie lassen sich gerechte und menschenwürdige Bedingungen über nationale Grenzen hinweg durchsetzen? Und: Auf welche Weise können wir unseren Umgang mit Tieren in unsere Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit einbeziehen? Diese vom theoretischen Mainstream bislang sträflich vernachlässigten, aber in praktische Hinsicht außerordentlich relevanten Fragen stehen im Zentrum der großangelegten Theorie der Gerechtigkeit, wie sie die amerikanische Philosophin Martha C. Nussbaum in "Grenzen der Gerechtigkeit" entwickelt.

Nussbaum weist nach, daß insbesondere die einflußreiche Idee des Gesellschaftsvertrags in der von John Rawls ausgearbeiteten Fassung sich in bezug auf diese Problemlagen als unzulänglich erweist, da sie auf einem Vertrag unter Gleichen beruht und somit Gerechtigkeitsfragen unter Ungleichen nicht angemessen behandeln kann. In sowohl kritischer als auch konstruktiver Absicht lotet Nussbaum die Grenzen klassischer Gerechtigkeitstheorien aus, unterzieht politische Prinzipien einer gründlichen Revision und läßt eingefahrene Konzepte der sozialen Kooperation, der Würde und der transnationalen Gerechtigkeit in neuem Licht glänzen. Mittels ihres berühmten Fähigkeitenansatzes entwirft sie eine veritable Utopie globaler Gerechtigkeit, die aber stets Maß nimmt an denjenigen, für die sie gelten soll.



Autor*in / Hrsg.: Martha C. Nussbaum
politische Themen: Politik und Demokratie Rassismus & kulturelle Hegemonie
Weitere Informationen: Originaltitel: Frontiers of Justice - Disability, Nationality, Species Membership
Übersetzt von: Robin Celikates, Eva Engels
Umfang: 600 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3.5 x 20.4 x 13 cm
Gewicht: 590 g
Erscheinungsdatum: 28.09.2011

~ LESEPROBE ~

weitere Ausgaben: Kartoniert

'... und schliesslich stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Tier, nach dem Umgang mit den Interessen nichtmenschlicher Spezies. Diese drei Gerechtigkeitsprobleme greift Matha Nussbaum in ihrem Buch über die Grenzen der Gerechtigkeit auf, das in diesen Tagen in einer hervorragenden deutschen Übersetzung erscheint.'
Alexandra Kemmerer, Frankfurter Allgemeine Zeitung 07.10.2010

'Das Buch der. Sozialphilosophin. wendet sich nicht an Zyniker, sondern an Zeitgenossen, die besorgt um die Zustände in westlichen Wohlfahrtsstaaten und die eklatanten Verteilungsungerechtigkeiten im Weltmaßstab sind. Nussbaum gibt ihnen Gelegenheit, sich über die Stimmigkeit ihrer moralischen Intuitionen Rechenschaft abzulegen und zu überprüfen, wie es um das Verhältnis von Moral und Politik besteht.'
Martin Bauer, Süddeutsche Zeitung 03.11.2010

'Wo hat man je ein moralphilosophisches Buch in den Händen gehalten, das nicht speziell >der Behindertenfrage< gewidmet ist und sie doch mit solcher Ernsthaftigkeit und so detailreich erörtert? Wer hätte gedacht, dass sich mit derselben aristotelisch geformten Grundüberzeugung so vehement sowohl für mehr globale Gerechtigkeit als auch für eine ziemlich radikale Tierethik streiten lässt?'
Hilal Sezgin, DIE ZEIT 29.05.2009

'Grenzen der Gerechtigkeit ist ein Buch, das alle angeht, weil es sich mit uns allen auseinandersetzt - und uns prüft.'
Thomas Meyer, DIE WELT 29.01.2011

'Nussbaums Buch ist vor allem dort lesenswert und eindrucksvoll, wo es um das Thema Behinderungen geht. Sie legt den Finger auf die richtige Stelle, und ihre Forderungen nach individueller Förderung geistig Behinderter und ihrer besseren Integration in das öffentliche Leben sind überzeugend.'
Wilhelm Vossenkuhl, Neue Zürcher Zeitung 29.01.2011

'Martha Nussbaum hat die undurchdachten, die wunden und neuralgischen Punkte unserer Gerechtigkeits-Ideen bloßgelegt, nämlich Fragen der unverschuldeten Hindernisse auf dem Weg zum gerechten, würdevollen Miteinander.'
Eike Gebhardt, SWR 2 13.02.2011

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