Mary MacLane: Ich erwarte die Ankunft des Teufels

Artikelnummer: 978-3-15-011256-4

Die 19-jährige Mary MacLane wünscht sich Napoleon oder am besten gleich den Teufel als Liebhaber. Sie träumt von einer Revolution, während sie mit ihren Mitmenschen im provinziellen Montana genauso wenig anfangen kann wie mit ihren häuslichen Pflichten und der kargen Landschaft.

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Die 19-jährige Mary MacLane wünscht sich Napoleon oder am besten gleich den Teufel als Liebhaber. Sie träumt von einer Revolution, während sie mit ihren Mitmenschen im provinziellen Montana genauso wenig anfangen kann wie mit ihren häuslichen Pflichten und der kargen Landschaft. Mary fühlt sich einsam auf der Suche nach sich selbst und dem guten Leben - und feiert trotzdem kraftvoll das eigene Ich.
MacLane war völlig unbekannt, als sie 1902 ihr erstes, im Tagebuchstil verfasstes Buch veröffentlichte. Es wurde zum Skandal und seine Autorin zum Star. Reporter aus den Metropolen pilgerten in ihre Heimatstadt, Cocktails und Sportmannschaften wurden nach ihr benannt. Ihr Name wurde zum Inbegriff für rebellische junge Frauen.
Auch über 100 Jahre später fasziniert es ungemein, wie virtuos und selbstverständlich Mary MacLane sämtliche Konventionen über den Haufen wirft, wie sie zwischen Größenwahn und Todessehnsucht, Resignation und Euphorie tänzelt.
Zum ersten Mal in deutscher Übersetzung.

»Mary MacLanes Werk gleicht einem Zug, der mit Höchstgeschwindigkeit durch eine verstaubte, erstarrte Welt rast.« L'EXPRESS

Autor*in / Hrsg.: Mary MacLane
Belletristik: biografische Literatur historischer Roman
Details: Übersetzt von: Ann Cotten
Einbandart: gebunden
Umfang: 206 S.
Format (T/L/B): 1.7 x 21.1 x 13.3 cm
Gewicht: 295 g
Erscheinungsdatum: 11.03.2020
Leseprobe:
»Der Text packt einen durch seine emotionale Intensität, seinen Rhythmus und seine Formulierungskraft. Man mag diese Mary MacLane vielleicht nicht ? aber man leidet mit ihr.« Anne-Catherine Simon, Die Presse, 15.03.2020

»Dass ihre Stimme weit trägt, hat Mary MacLane schon 1902 bewiesen; heute zeigt sich, dass sie auch mehr als hundert Jahre später noch frisch und kraftvoll klingt.« Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung, 27.03.2020

»Ein unglaublich starkes literarisches Statement« Carsten Hueck, Deutschlandfunk Kultur, 16.04.2020
Rezension von Christina Mohr auf AVIVA-Berlin:

Eine zornige junge Frau, die aus der Verachtung für ihre Lebensumstände keinen Hehl macht - das ist nicht etwa die Ausgangssituation einer zeitgenössischen Autobiografie, sondern der Plot von Mary MacLanes eindrucksvollem Buch aus dem Jahr 1901, "Ich erwarte die Ankunft des Teufels" das von seinem ersten Verleger - immerhin wurde es veröffentlicht! - unter dem ungleich braveren, unverfänglichen Titel "The Story of Mary MacLane" herausgebracht wurde.

Mary MacLane jedoch betont mehrfach, ihre Niederschrift sei mitnichten ein Tagebuch, vielmehr die Darstellung ihres einzigartig komplexen, genialen Charakters, wie es noch nie einen zuvor auf Erden gegeben hat. Frau ahnt schon jetzt: es kann anstrengend werden mit Mary aus dem Geschlecht der schottischen Hochland-MacLanes, geboren anno 1881 in Winnipeg, verdammt dazu, in der langweiligen Bergarbeiterstadt Butte, Montana zu leben, in "Sand und Ödnis, Ödnis und Sand".

Übersetzerin Ann Cotten schreibt im Nachwort, MacLane sei ihr "wie eine Schwester" geworden, deren Kraft sie spürt, aber auch ihre Fehler sieht, mit der frau auch eine gewisse Ungeduld verspürt, nicht zuletzt wegen ihrer Redundanzen und Eitelkeiten. Sprich: Mary MacLane ist ein egozentrische Nervensäge. Außer einer aus dem Rahmen fallenden, dabei geradezu soziologisch versierten Beschreibung der Bevölkerung von Butte hat "Ich erwarte die Ankunft des Teufels" nur ein Subjekt: Mary MacLane. Im Vergleich mit der von ihr verehrten russischen Malerin und Schriftstellerin Marie Bashkirtseff schneidet MacLane selbst freilich besser ab: "Ja, ich ähnele ihr in manchen Punkten, hat man mir gesagt. Aber in den meisten gehe ich über sie hinaus. Wo sie tiefgründig ist, bin ich tiefgründiger. Wo sie wunderbar leidenschaftlich ist, bin ich noch viel leidenschaftlicher (...)".

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