Maryse Condé: Das ungeschminkte Leben

Artikelnummer: 978-3-630-87633-7

»Ich blickte hinauf zum sternenübersäten Himmel und wünschte mir leidenschaftlich ein neues Leben.« Maryse Condé wird als jüngstes von acht Kindern auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe geboren und gilt heute als »Weltbürgerin und Grande Dame der frankophonen Literatur« (BR 2). In ihrer Autobiographie lässt sie ihre frühen Lebensjahre wiederaufleben.

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Ein Leben fernab der üblichen Pfade

»Ich blickte hinauf zum sternenübersäten Himmel und wünschte mir leidenschaftlich ein neues Leben.« Maryse Condé wird als jüngstes von acht Kindern auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe geboren und gilt heute als »Weltbürgerin und Grande Dame der frankophonen Literatur« (BR 2). In ihrer Autobiographie lässt sie ihre frühen Lebensjahre wiederaufleben. Die Zeit als junge Studentin im Paris der 1950er-Jahre, als alleinerziehende, mittellose Mutter, die wagemutig nach Westafrika geht und als Lehrerin miterlebt, wie der Kontinent von politischen Auseinandersetzungen erschüttert wird.

Mit entwaffnender Offenheit schildert Maryse Condé ein Leben fernab der üblichen Pfade und zeichnet das Bild einer unerschrockenen Frau, die die gesellschaftlichen und politischen Widersprüche ihrer Zeit erkannte und sich »nie scheute, gegen den Strom zu schwimmen« (Neue Zürcher Zeitung).


Autor*in / Hrsg.: Maryse Condé
Biografien von/über: Schriftstellerinnen
Zeitepoche: 20. und 21. Jh.
weitere Themen: Schwarze Frauen
Details: Autobiographie
Originaltitel: La Vie sans fards
Übersetzt von: Beate Thill
Einbandart: gebunden
Umfang: 304 S.
Format (T/L/B): 3 x 22 x 14.2 cm
Gewicht: 515 g
Erscheinungsdatum: 11.05.2020
Rezension von Helga Egetenmeier auf AVIVA-Berlin:

Maryse Condé, 1937 in Guadeloupe geboren und 2018 mit dem Alternativen Literaturpreis ausgezeichnet, ist eine der wichtigsten politischen Autor*innen des französischen Sprachraums. In ihrer Autobiographie beschreibt sie ihre Erfahrungen mit Rassismus, Sexismus und politischer Willkür ebenso, wie Auseinandersetzungen um Kolonialismus. Sie nimmt dabei die 1960er Jahre in den Mittelpunkt, in denen sie überwiegend in West-Afrika lebte und arbeitete.

Sie sei keine "frühreife Schreiberin" gewesen, erklärt Maryse Condé, deren erster Roman "Heremakhonon" 1976 erschien. Ins Englische übersetzt wurde diese Auseinandersetzung mit der westafrikanischen Politik von Richard Philcrox, ihrem zweiten Ehemann. Sie lernte ihn bei ihrer letzten Anstellung als Lehrerin in Afrika, im Senegal, kennen und beendet mit dieser Begegnung auch ihre hier vorgestellte Autobiographie, die sie mit dem Hinweis, "Mein derzeitiges Leben will ich aussparen, es ist undramatisch..." beginnt.

Maryse Condé - von Guadeloupe nach Frankreich

Auch wenn sie den Fokus ihrer Autobiographie auf ihr Leben in Afrika legt, gibt sie zu Beginn des Buches einen kurzen Einblick in ihre Kindheit auf Guadeloupe. Die Leser*innen, die mehr über ihre Sozialisation wissen möchten - und ihre kurze Schilderung macht durchaus neugierig - verweist sie auf ihre zwei Romane, "Le Coeur à rire et à pleurer" und "Victoire". In letzterem geht sie der Frage nach, wie es dazu kam, dass ihre unehelich geborene Mutter Jeanne zu einer "der ersten schwarzen Lehrerinnen ihrer Generation" wurde, obwohl deren Mutter Analphabetin war. Ihre Eltern beschreibt sie als "das erste schwarze Paar, das sich ein Auto leisten konnte", und sie, die Jüngste von acht Kindern, mit sechzehn Jahren zum Studium nach Paris schickten.

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