Mechthild Koreuber: Emmy Noether, die Noether-Schule und die moderne Algebra. Zur Geschichte einer kulturellen Bewegung

Artikelnummer: 978-3-662-44149-7

Emmy Noether und die Mitglieder der Noether-Schule gestalteten wesentlich die kulturelle Bewegung der modernen Algebra, die in den 1920er Jahren die Vorstellungen über Mathematik veränderte und zu einem neuen Verständnis der Mathematik als Strukturwissenschaft führte.

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Emmy Noether und die Mitglieder der Noether-Schule gestalteten wesentlich die kulturelle Bewegung der modernen Algebra, die in den 1920er Jahren die Vorstellungen über Mathematik veränderte und zu einem neuen Verständnis der Mathematik als Strukturwissenschaft führte. In interdisziplinär angelegten Studien verbindet die Autorin biografische Forschungen zu Noether und den Mitgliedern der Noether-Schule mit wissenschaftstheoretischen Untersuchungen mathematischer Texte sowie einer aus dem Konzept der dichten Beschreibung abgeleiteten Analyse wissenschaftlicher Schulenbildung: Die Entstehung mathematischen Wissens als soziokultureller Prozess wird sichtbar und auch einer mathematisch nicht ausgebildeten Leserschaft zugänglich. Zahlreiche Details zum Ringen von Wissenschaftlerinnen um berufliche Anerkennung, zur Entstehung mathematischer Begriffe und Disziplinen sowie zum Leben und Wirken von Mathematiker/inne/n vermitteln ein Bild der Mathematik im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.

Leseprobe

Einleitung

Inhalt


Autor*in / Hrsg.: Mechthild Koreuber
Details: Mathematik im Kontext
Umfang: 368 S., 25 s/w Illustr.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.7 x 24 x 17 cm
Gewicht: 607 g
Erscheinungsdatum: 14.07.2015

~ INHALT ~   ~ EINLEITUNG ~
~ LESEPROBE ~

Rezension von Sandra Beaufaÿs auf querelles-net:

Dieses Buch bietet eine sorgfältige Analyse der Arbeitsweise Emmy Noethers und ihrer Wirkung auf die zeitgenössische mathematische Disziplin bis zur Herausbildung der modernen Algebra. Mechthild Koreuber zeigt, auf welche Weise sich von der Mathematikerin ausgehend eine wissenschaftliche Schule bildete, obgleich sie nie die institutionellen Voraussetzungen dazu aufwies. Insbesondere werden die sozialen Voraussetzungen und Wirkungsweisen in den Blick genommen, die bei der Verfertigung mathematischer Forschung als auch bei der Bildung von und dem Bruch mit Denktraditionen bedeutsam sind.

Der Kombination an fachlichen Verschränkungen ist es vermutlich geschuldet, dass die Lektüre dieser Arbeit von Mechtild Koreuber einige Herausforderungen bereithält. Die in dem Buch behandelten Fragestellungen sind im wirklichen Sinne interdisziplinär, indem sie nicht weniger als mathematische, mathematikhistorische, historiographische und wissenschaftssoziologische Kenntnisse voraussetzen und vermitteln; außerdem werden, wenn auch sparsamer, Perspektiven der historischen Frauen- und Geschlechterforschung berücksichtigt. Aufgeteilt in fünf Kapitel, nebst einer knappen Einleitung und einem ebenso kurz gehaltenen Resümee enthält das Buch, den Anhang nicht eingerechnet, 300 breite, relativ dicht beschriebene Seiten Text. Ein erster Tipp an die geneigten Leser*innen wäre, Anfang und Ende vorab zu lesen. In der Einleitung wird ein ausführlicher Überblick über die Kapitel gegeben, im Resümee werden schließlich "Leselinien" empfohlen, die als Anregungen verstanden werden sollen, sich auf dem je eigenen fachlichen Hintergrund mit dem Buch zu befassen.

Diese Rezension wird aus der Sicht einer Sozialwissenschaftlerin geschrieben, weshalb auch eine sozialwissenschaftlich vorgeprägte "Leselinie" zu Tage treten wird. Dazu gehört auch, dass die Korrektheit der einbezogenen biographischen Daten vorausgesetzt wird und keiner kritischen Beurteilung unterzogen werden kann. Des Weiteren werden Aspekte hervorgehoben, die für Forscher*innen interessant sind, welche sich mit dem sozialen Zustandekommen epistemischer Umbrüche in disziplinären Feldern beschäftigen.

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