Melanie Kubandt: Geschlechterdifferenzierung in der Kindertageseinrichtung. Eine qualitativ-rekonstruktive Studie

Artikelnummer: 978-3-8474-0780-5

Wie sollen pädagogische Fachkräfte in Kitas mitdem Thema Geschlecht umgehen? Vor der Folie von frühpädagogischen Geschlechterdebatten bietet diese Studie einen empirischen Einblick in Geschlechterkonstruktionen von Kindern, Fachkräften und Eltern im Alltag einer Kindertageseinrichtung.

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Wie sollen pädagogische Fachkräfte in Kitas mitdem Thema Geschlecht umgehen? Vor der Folie von frühpädagogischen Geschlechterdebatten bietet diese Studie einen empirischen Einblick in Geschlechterkonstruktionen von Kindern, Fachkräften und Eltern im Alltag einer Kindertageseinrichtung. Des Weiteren werden theoretische und empirische Leerstellen einer frühpädagogischen Debatte um Geschlecht aufgezeigt, die entstehen, wenn diese lediglich vor der Folie von Geschlechtergerechtigkeit mit dem Ziel der Verbesserung von Chancengleichheit geführt wird.

Im Feld der frühen Kindheit lassen aktuell ein gesteigertes Interesse an der Kategorie Geschlecht sowie diverse Anforderungen an pädagogische Fachkräfte zum angemessenen Umgang in Kindertageseinrichtungen nachzeichnen. Dabei interessiert offenbar vor allem die Frage, wie Geschlecht zum Thema werden sollte - und nicht, wie Geschlecht konkret zum Thema wird. Der Status Quo in den Einrichtungen vor Ort interessiert in aktuellen Debatten häufig lediglich als indirekte und nicht empirisch in den Blick genommene Ausgangsfolie, an die es im Sinne einer Verbesserungspädagogik anzuknüpfen gilt. An diese Leerstelle setzt die Studie an, indem die frühpädagogische Praxis im Hinblick auf unterschiedliche Relevanzsetzungen von Geschlecht in den Blick genommen wird. Die zentrale Forschungsfrage lautet dabei: "Wie wird Geschlecht von den Akteuren im Feld der Kindertageseinrichtung hergestellt und mit welchen Relevanzsetzungen wird Geschlecht verknüpft?"

Die methodologische Forschungsfolie bildet hierbei der ethnomethodologische Ansatz des doing gender. Die empirischen Daten basieren auf einer teilnehmenden Beobachtung in einer niedersächsischen Kindertageseinrichtung. Durch die Offenheit für Konstruktionen jeglicher Akteure des Feldes ermöglicht die Studie, einen umfassenden Einblick in Bedeutungsdimensionen der Kategorie Geschlecht aus Sicht unterschiedlicher Akteursgruppen (Fachkräfte, Eltern, Kinder) zu eröffnen. Bei der Interpretation der empirisch rekonstruierten Prozesse geht es dabei nicht um eine Bewertung im evaluativen Sinne von Wertung im Hinblick auf einen Umgang mit Geschlecht vor der Folie von Geschlechtergerechtigkeit. Allerdings spielen nachgezeichnete normative Folien eine wesentliche Rolle für die Diskussion der Ergebnisse. Hierbei werden sowohl theoretische als auch empirische Leerstellen einer frühpädagogischen Debatte um Geschlecht aufgezeigt, die entstehen, wenn diese lediglich vor der Folie von Geschlechtergerechtigkeit geführt wird.

Inhalt


Autor*in / Hrsg.: Melanie Kubandt
Weitere Informationen: Bildung und Kultur 3
Umfang: 355 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2 x 21 x 14.8 cm
Gewicht: 510 g
Erscheinungsdatum: 25.01.2016

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