Melitta Breznik: Mutter. Chronik eines Abschieds

Artikelnummer: 978-3-630-87506-4

Mit "Mutter" legt Melitta Breznik ein intensives Kammerspiel vor, der langsame Abschied von der Mutter. Als Tochter, Pflegerin und Ärztin, die ihre Mutter in den letzten Monaten beim Sterben begleitet, schildert die Autorin mit genauem Blick die Veränderungen, die von den beiden Frauen Besitz ergreifen.

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Mit "Mutter" legt Melitta Breznik ein intensives Kammerspiel vor, der langsame Abschied von der Mutter. Als Tochter, Pflegerin und Ärztin, die ihre Mutter in den letzten Monaten beim Sterben begleitet, schildert die Autorin mit genauem Blick die Veränderungen, die von den beiden Frauen Besitz ergreifen. Es gibt Momente der Verbundenheit, der Trauer, des Lichts, Kleinigkeiten erstrahlen in schlichter Schönheit in diesen letzten Tagen. Eine Familiengeschichte wird erzählt, bis zurück zu den beiden Kriegen. Fragen nach Schuld und Vergebung tauchen auf und nach dem, was bleibt, wenn jemand stirbt. Ein dichtes Buch über das Sterben. Tiefgründig, ehrlich, liebend und klar.

»Breznik findet eine an keiner Stelle zwanghaft künstliche, jedoch ganz ruhige, fast asketische Sprache, ohne aufgesetzte Lichter, falsche Ornamentik oder hohles Pathos


Autor*in / Hrsg.: Melitta Breznik
Familienthemen: Mutter-Tochter-Beziehung
Details: Einbandart: gebundene
Umfang: 160 S.
Format (T/L/B): 1.7 x 20.5 x 13.1 cm
Gewicht: 263 g
Erscheinungsdatum: 11.05.2020
Rezension von Helga Egetenmeier auf AVIVA-Berlin:

Melitta Breznik, mit mehreren Preisen ausgezeichnete Autorin ("Der Sommer hat lange auf sich warten lassen", "Das Umstellformat"), arbeitet in ihrem Hauptberuf als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Über die letzten gemeinsam verbrachten Wochen mit ihrer Mutter schreibt sie deshalb sowohl aus der Perspektive der Tochter, Autorin und Ärztin. Sie erzählt vom langsamen Sterben, dem Mutter-Tochter-Verhältnis und der vom Nationalsozialismus geprägten familiären Vergangenheit.

Als Melitta Breznik von der Erkrankung ihrer Mutter erfährt, befindet sie sich gerade in Frankfurt am Main bei der Recherche für ihr neues Buch. Von ihrem Job hat sie sich dafür eine Auszeit genommen, um am Geburtsort ihrer Mutter nach ihrer Familiengeschichte zu forschen. Im Fokus sollte die Lebensgeschichte ihres Vaters stehen, einem Wehrmachtssoldaten und britischen Kriegsgefangenen. "Ich war auf der Suche nach der Katastrophe, deren Schatten ihn als Vater hatten versagen lassen.", schreibt sie dazu. Bereits in ihrem letzten Roman "Der Sommer hat lange auf sich warten lassen" setzt sie sich entlang ihrer Familiengeschichte mit dem Nationalsozialismus und dessen Auswirkungen auf die Nachkriegsgenerationen auseinander.

Ihre Mutter zog Ende der Vierziger Jahre zu ihrem Mann in eine österreichische Kleinstadt, in der sie bis heute lebt. Sie trennte sich mit Anfang Sechzig und mit Hilfe ihrer Tochter von ihm, da er sich zu einem depressiven Quartalstrinker entwickelt hatte. Für Melitta Breznik führte dies jedoch nicht zum Bruch mit dem Vater, sie unterstützte weiterhin beide Elternteile. In ihrem Buch beschreibt sie sich selbst als eine Frau ohne Lebensgefährt*in und Kinder, die bereits der Tod des Vaters erschüttert hat: "Nach Vaters Tod befiel mich ein Gefühl der Leere, ein Gefühl, 'aus der Welt gefallen zu sein', etwas, wovor ich mich fürchte, wenn dann auch Mutter gegangen ist."

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