Micha Herzog: Die 'Liebe' meiner Väter

Artikelnummer: 978-3-944442-16-7

In ihrer autobiographischen Geschichte beschreibt Micha Herzog ein Mädchenschicksal in Deutschland: Anna kommt 1939, sechs Wochen vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zur Welt. Ihre Mutter ist knapp 17 Jahre alt, der Vater ein Neunzehnjähriger...

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In ihrer autobiographischen Geschichte beschreibt Micha Herzog ein Mädchenschicksal in Deutschland: Anna kommt 1939, sechs Wochen vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zur Welt. Ihre Mutter ist knapp 17 Jahre alt, der Vater ein Neunzehnjähriger. Der Vater wird zur Front eingezogen, die Mutter verschwindet zwei Wochen später und taucht erst nach Kriegsende wieder auf. Um die kleine Anna kümmern sich die Großeltern. In den beengten Wohnverhältnissen wird Anna von ihren beiden halbwüchsigen Cousins ein halbes Jahr lang sexuell missbraucht. Trotz der Kriegswirren und weiterer schlimmer frühkindlicher Erlebnisse hat Anna gute schulische Leistungen, aber sie ist auch ängstlich und angepasst. Als Anna zu ihrem Vater und seiner neuen Familie ziehen muss, beginnt für sie die Hölle.

Die erwachsene Anna, die sich Kinder wünscht, geht zweimal eine Beziehung mit einem Mann ein. Diese Versuche scheitern und Anna erkennt, dass sie Frauen liebt. Besonders prägnant in Annas Beziehungen sind zwei ihrer Partnerinnen: Julia, mit der Anna achtzehn Jahre zusammen lebt und sich liebevoll mit um deren Sohn Marc kümmert. Später Alina, die in Frankreich lebt und mit der Anna eine vierjährige Fernbeziehung unterhält. Zeitgleich machen sich die Folgen der frühen Traumatisierungen bemerkbar und Anna beginnt, sich ihnen zu stellen, um eine gute Lebensqualität zurück zu gewinnen.

Autor*in / Hrsg.: Micha Herzog
Zeitepoche(n): 20. und 21. Jh.
Weitere Informationen: Umfang: 224 S.
Einband: Kartoniert
Erscheinungsdatum: 04.11.2014

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5 von 5 die Liebe meiner Väter -intensiv geschilderte Kindheit, Jugend und ein Blick hinein in das Erwachsenenleben

Micha Herzog beschreibt ihn ihrem Buch die Liebe meiner Väter (erschienen 2014 im Marta-Press-Verlag in der Gattung Nahaufnahmen
den Lebens- und Leidensweg der 1939
geborenen Anna. Dieser Weg ist schmerzlich und führt die Protagonistin eines Tages dort hin, wo sie sich
der Situation stellen muss und will.
Sprachlich und stilistisch ein interessantes Buch, von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert - lesens-MUSS.
Hier wird ein Leben zum WORT unter einem Thema, was jahrelang verschwiegen und unterdrückt wurde.

Dieses hier ist keine Rezension im klassischen Sinne, sondern eine Auseinandersetzung mit einem leidvollen Thema, was nicht aufhört zu sein und uns immer wieder betroffen macht.
Ich habe dieses Buch 2x gelesen. Das erste Mal, um zu erfahren, das zweite Mal um zu verstehen. Ich bin Annas Spuren gefolgt und habe
viele Momente mit ihr erlebt. Habe versucht, mich in dieses Kind, in dieses größer werdende Mädchen, diese junge Frau und diese gestandene Frau, hinein zu versetzen. Ich spürte dabei auch Angst, Alleinsein, Trauer, Abschied und LIEBE... und immer wieder auch
die große Sehnsucht nach dieser vertrauens-und liebevollen Zweisamkeit.
Ich habe das Entsetzen, die Sprachlosigkeit und den Ekel gespürt mit der 4-jährigen, die Spiele mitmachen musste, die sie nicht verstand,
die sie aber bis ins Erwachsenenalter hinein prägten.
Ich war bei ihr, als ihre Mutter auszog, verstand in Vielem ihre Hass- und Schuldgefühle und die Aussage: ...den, der in den Wald flieht, erwartet oft noch eine größere Dunkelheit. Tiefe Traurigkeit verspürte ich beim Lesen des Briefes an ihren verstorbenen Opi, ihrem besten
Freund, Beschützer und Verbündeten. Er war der Mensch, der ihr zeigte, was Liebe und Vertrauen sein können.
Ich begleitete Anna als PDL und lachte mit ihr über viele kleine, heitere Episoden. Ich nahm Abschied mit ihr vom engagierten Berufsleben und erlebte den Einstieg ins Rentnerinnen-Leben..... sie hatte Erfüllung gefunden im Beruf und war nun bereit, ein ebenso erfülltes Leben weiter zu führen. Auf diesem Weg wünsche ich der Anna alles Gute. Dieses Buch wird mich weiterhin begleiten und ich kann es nur intensiv weiter empfehlen.

Ulla Angst

., 15.09.2016
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