Mithu M. Sanyal: Identitti

Artikelnummer: 978-3-446-26921-7

Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität - und beschrieb sich als Person of Colour. Als würden Sally Rooney, Beyoncé und Frantz Fanon zusammen Sex Education gucken, beginnt damit eine Jagd nach "echter" Zugehörigkeit.

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"Was für eine gnadenlos witzige Identitätssuche, die nichts und niemanden schont. Man ist nach der Lektüre nicht bloß schlauer - sondern auch garantiert besser gelaunt." (Alina Bronsky)

Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität - und beschrieb sich als Person of Colour. Als würden Sally Rooney, Beyoncé und Frantz Fanon zusammen Sex Education gucken, beginnt damit eine Jagd nach "echter" Zugehörigkeit. Während das Netz Saraswati hetzt und Demos ihre Entlassung fordern, stellt ihre Studentin Nivedita ihr intimste Fragen. Mithu Sanyal schreibt mit beglückender Selbstironie und befreiendem Wissen. Den Schleudergang dieses Romans verlässt niemand, wie er*sie ihn betrat.

"'Identitti' diskutiert Fragen von Herkunft und Identität, gibt BIPoCs [Black, Indigenous and People of Color] in der deutschen Literatur eine Stimme." Thomas Hummitzsch, Freitag, 18.02.21

"'Identitti': der Titel knallt. Und knallig, da so gewagt wie witzig zugleich, ist auch der Roman selbst. Denn in dem befördert die studierte Kulturwissenschaftlerin eine der gewichtigsten Debatten unserer Zeit in den Schleudergang." Claudia Kramatschek, Deutschlandfunk Kultur, 13.02.21

"Ein Debatten-Roman, der gute Laune macht? Mithu M. Sanyal ist genau das gelungen. ... 'Identitti' zerpflückt literarisch die Fragen rund um Identitätspolitik - und nimmt sie gleichzeitig sehr unterhaltsam auf die Schippe." Laura Freisberg, BR2 Diwan, 14.02.21

"Das Romandebüt greift mitten hinein in die aktuellen Diskurse über Identitätspolitik und Rassismus. ... Ein Coming-of-Age- und Campusroman, in dem Theorie-Collagen ins Märchen kippen, wobei die Handlung munter, unterhaltsam und sogar spannend ihrem schließlich versöhnlichen Ende entgegenstrebt." Ronald Düker, Die Zeit, 11.02.21

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Identitti

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Autor*in / Hrsg.: Mithu M. Sanyal
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Perspektiven: migrantisch
Details: Einbandart: gebunden
Umfang: 432 S.
Format (T/L/B): 3.5 x 21 x 13.5 cm
Gewicht: 514 g
Erscheinungsdatum: 15.02.2021
Interview mit Mithu M. Sanyal im Missy Magazin:

Wieso hast du das Format Roman gewählt, um dich an den komplexen Themen Rassismus, Identität und Zugehörigkeit abzuarbeiten?

Der Roman war für mich immer eine Kunstform, von der ich dachte, sie sei nicht für Leute wie "uns", "wir" seien nicht Teil der "echten" Geschichten. Dabei wollte ich immer schon Romane schreiben - schon vor 25 Jahren habe ich angefangen, zu ähnlichen Themenkomplexen zu arbeiten. Auf die Angebote meiner Agentin meinten die Verlage nur achselzuckend: "Wir hatten doch schon mal eine Inderin." Aber es hat sich in den letzten Jahren auf dem deutschen Buchmarkt so viel verändert, und auch in den Debatten über Race. Es ist ein Bewusstsein für diese Themen entstanden. Es gibt jetzt so etwas wie eine Community aus Autor*innen, aus Büchern, aus Gedanken. Die Lebensrealität in Deutschland kommt langsam auf dem deutschen Buchmarkt an.

"Identitti" war sehr speziell für mich, weil ich noch nie ein deutschsprachiges Buch gelesen habe, in dem ich mich - als an der Uni arbeitende, queere Person of Color mit einem weißen und einem indischen Elternteil - so sehr wiedergefunden habe.
Das macht mich so glücklich! Denn ich dachte ja erst, worum es im Buch geht, sei Race. Aber eines meiner Hauptthemen ist, mixed-race zu sein. Mein Nicht-Dazugehören - und zwar nirgendwo dazuzugehören - war immer ein ganz zentrales Thema in meinem Leben. Mir war aber nie klar, woran das liegt. Weil es in Deutschland eine Art Gedächtnisschaden gab - Race gibt's nicht und wir setzen uns gar nicht damit auseinander. Ich habe in den Spiegel geblickt und mich nicht als braune Person gesehen, sondern als weiße, die irgendwie komisch aussah. Ich habe unglaublich lange gebraucht, bis ich angefangen habe, Afroamerikanistik zu studieren - und das sind ja falsche Analogien, ... 

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