Monika Henn: Die Kunst des Aufstiegs. Was Frauen in Führungspositionen kennzeichnet

Artikelnummer: 978-3-593-39611-8

Was kennzeichnet Frauen, die den Aufstieg in Führungsetagen geschafft haben? Auf der Grundlage einer umfangreichen Studie in der deutschen Unternehmenslandschaft beschreibt Monika Henn alle relevanten Aspekte zum Thema 'Frauen und Führung'...

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Was kennzeichnet Frauen, die den Aufstieg in Führungsetagen geschafft haben? Auf der Grundlage einer umfangreichen Studie in der deutschen Unternehmenslandschaft beschreibt Monika Henn alle relevanten Aspekte zum Thema 'Frauen und Führung'. Nicht Führungsstärke allein, so ihr Fazit, sondern Aufstiegskompetenz ist entscheidend für den Karriereerfolg.

Die aktualisierte Neuauflage liefert wertvolle Anregungen für beruflich ambitionierte Frauen, richtet sich aber auch an Führungskräfte, Diversity Manager und Personalentwickler, die im Streben nach Mixed Leadership und angesichts des demografischen Wandels darauf angewiesen sind, gut ausgebildete Frauen zu gewinnen und systematisch zu fördern.

Autor*in / Hrsg.: Monika Henn
Weitere Informationen: Umfang: 228 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.5 x 21.3 x 14
Gewicht: 294 g
Erscheinungsdatum: 15.01.2012

Vorwort11
Einleitung15
Das Thema "Frauen und Führung" in Deutschland 15
Grundlage dieses Buches20
Ziel und Aufbau des Buches22
Teil 1 Frauen und Führung
Der Begriff Führung und Anforderungen an Führungskräfte27
Anforderungen an Führungskräfte28
Anforderungen, um Führungskraft zu werden33
Die bisherige Forschung zu Führung34
Die Gleichheitstheorie: Frau und Mann sind gleich.36
Gleiche Potenziale36
Strukturelle Barrieren37
Frauenförderung40
Männerförderung42
Die Differenztheorie: Frau und Mann sind nicht gleich45
Stereotype47
Fremd- und Selbstattribution von Kompetenz51
Selbstwertgefühl und Selbstdarstellung bzw. Selbstmarketing55
Leistungsverhalten: "die fleißige Liese und der kluge Hans"57
Studienfachwahl und Wahl der Unternehmensbereiche58
Konkurrenzverhalten59
Das Paradox der zufriedenen Mitarbeiterin68
Weiblicher Führungsstil70
Androgynie72
Diversity Management72
Mixed Leadership75
"Frau" und "Mann" sind soziale Konstrukte77
"Glass Ceiling" - gläserne Decke und Labyrinth77
"Token Woman" - Exotin sein81
"Think Manager - Think Male"82
"Old Boys Network" - Männerbünde83
Präsenzkultur84
Work-Life-Balance und Work-Life-Integration85
Networking und Mentoring88
Zusammenfassende Bewertung von Gleichheit, Differenz und
sozialen Konstrukten91
Teil 2 Studie zu Frauen in Führungspositionen
Die Fragestellung der Studie95
Das Design der Studie98
Dienstleistungs- und Produktionsbranche98
Objektivierte Unterstützung durch das Unternehmen99
Subjektiv empfundene Unterstützung durch das Unternehmen100
Interviewpartnerinnen.101
Eingesetzte Verfahren.105
Bochumer Inventar zur berufsbezogenen
Persönlichkeitsbeschreibung (BIP)105
Halbstandardisiertes Interview108
Ergebnisse des Persönlichkeitsfragebogens BIP111
Unterschiede zwischen weiblichen Führungskräften und Mitarbeiterinnen111
Vergleich mit Untersuchungsergebnissen bei Männern116
Der Einfluss des Alters auf die Persönlichkeitseigenschaften121Weitere Ergebnisse122
Ergebnisse der Interviews124
Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie148
Teil 3 Erkenntnisse und Schlussfolgerungen
Erkenntnisse und Schlussfolgerungen153
Lebensplanung und Lebensentwürfe155
Strukturelle Barrieren156
Lebensschwerpunkt: privater Erfolg - beruflicher Erfolg157
Work-Life-Integration158
Mythos Mutter160
Frauenförderung162
Vaterschaft und Mann-Sein167
Männerförderung: Gleichberechtigung für den Mann168
Frau und Mann als Paar169
Frauen und Karriere172
Präsenzkultur und die Zeitfalle173
Frau und Eigeninitiative (Aschenputtel-Prinzip)174
Frau und Führungsmotivation175
Frau und Macht178
Frau und Netzwerk180
Frau und Selbstbewusstsein182
Frau und Eigenmarketing184
Frau und Selbstkritik186
Frau und Misserfolg187
Das Miteinander und das Gegeneinander in den Unternehmen189
Leistungsverhalten: "die fleißige Liese und der kluge Hans"190
Konkurrenzverhalten191
Teamorientierung und Soziabilität193
Geschlechtsstereotype und gesellschaftliche Rollen194
Frau sein im Unternehmen195
"Think Manager - Think Male"196
"Token Woman" und "Old Boys Network"198
Erfolgsstrategien auf dem Weg in die Führungsetagen200
Ausblick und Implikationen für Führungskräfte
und Personalentwickler208
Tabellen213
Abbildungen216
Literatur217
Einleitung
"In Deutschland werden die drei Ks - Kinder, Küche, Kirche - ja bekanntlich hochgehalten. Dabei ist Karriere auch ein
schönes K-Wort."
Vladimir Spidla, EU-Sozialkommissar
Das Thema "Frauen und Führung" in Deutschland
Einiges hat sich seit dem Erscheinen der 1. Auflage meines Buches im Jahr 2008 in Deutschland getan. Das Thema "Frauen in Führungspositionen" hat große Aufmerksamkeit gewonnen, sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft. Ein Umdenken findet vielerorts statt und viele Unternehmen bemühen sich, Frauen für Führungspositionen zu gewinnen.
Damals hatten wir einen weiblichen Vorstand in einem Dax-Unternehmen, inzwischen sind es vier. "Damit haben wir innerhalb eines Jahres (Frühjahr 2010 bis Frühjahr 2011) eine Steigerung um 400 Prozent erreicht!" Natürlich ernte ich mit dieser scherzhaften Aussage Empörung. Denn Tatsache bleibt: Nur 2,8 Prozent der Vorstandsposten der 200 größten deutschen Unternehmen sind mit weiblichen Vorständen besetzt.
Deutschland ist - was Frauen in Führungspositionen anbelangt - nach wie vor ein Entwicklungsland. So urteilte auch die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen unlängst in einem Interview, der Fortschritt bei der Frauenquote in der Wirtschaft sei nur mit der Lupe erkennbar. Eine Beteiligung der Frauen im Management von 30 Prozent, so Frau von der Leyen, sei nicht der Untergang des Abendlandes.Frauen sind vor allem in den obersten Führungsetagen der Wirtschaft unterrepräsentiert. In den Aufsichtsräten kommen sie, soweit vertreten, noch immer vor allem aus der Arbeitnehmerschaft. Auch Hans-Olaf Henkel, ehemaliger Präsident des BDI (Bundesverband der deutschen Industrie), bezeichnet dies als "Armutszeugnis für die deutsche Wirtschaft". Dieser Zustand sei ein Zeugnis offenkundiger Zukunftsunfähigkeit. Eine Nation, die 50 Prozent ihres hochschulgebildeten Humankapitals zur Kinderbetreuung nach Hause schicke, trete zum globalen Wettbewerb besser gar nicht mehr an.
Gesellschaftlicher Wandel braucht Zeit und gesellschaftliche Rollen definieren sich nicht über Nacht neu. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in Ostdeutschland mehr Frauen in Führungspositionen sind als in Westdeutschland. In der DDR war es üblich, dass Frauen einer Erwerbstätigkeit nachgingen, während die Kinderbetreuung staatlich geregelt war. Diese Selbstverständlichkeit prägt auch heute noch das Selbstverständnis der Frauen und deren gesellschaftliche Rolle, und damit vermutlich auch den höheren Anteil an Frauen im Management.
Das traditionelle Rollenverständnis prägt unser Denken stärker als wir oft wahrhaben wollen. In diesem Zusammenhang bemerkenswert sind die neueren Forschungsergebnisse der Psychologieprofessorin Una Röhr-Sendlmeier an der Universität Bonn. Sie fand heraus, dass Kinder von Müttern, die berufstätig sind und einen hohen Schulabschluss haben, bessere Leistungen in der Schule erbringen. Ebenso schneiden diese Kinder bei Kriterien wie Neugier, Bereitschaft sich anzustrengen, Selbstständigkeit und Teamfähigkeit besser ab als Kinder, deren Mütter Hausfrauen sind. Die Professorin führt den Vorteil der Kinder von berufstätigen Müttern auf die Faktoren Imitation, Stimulation, Instruktion und Motivation zurück.
Momentan sind in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nur rund 60 Prozent der Mütter berufstätig; bei den 30-jährigen Frauen liegt der Anteil sogar nur bei 45 Prozent und bei den Müttern mit Kleinkindern im Krippenalter geht nicht einmal jede Dritte einer bezahlten Arbeit nach. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland anderen Ländern hinterher. In Schweden beispielsweise sind etwa 80 Prozent aller Mütter berufstätig, und zwar meist in Vollzeit.
Der Arbeitsmarkt hat sich verändert. Aufgrund der demographischen Entwicklung ist der Führungs- und Fachkräftemangel keine theoretische Größe mehr, sondern spürbar und erlebbar geworden.

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