Monika Macdonald: In Absence

Artikelnummer: 978-3-86828-679-3

Die Frauen, die In Absence porträtiert werden, haben eines gemeinsam: ihre einsame Suche nach Zugehörigkeit - zu etwas oder zu jemandem.

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»Der Gedanke, Fotos zu machen, gefällt mir nicht besonders. Aber ich komme immer wieder darauf zurück. Dieses Gefühl, Dingen nahe zu kommen, für die es keine Worte gibt. Deshalb mache ich weiter. Ich balanciere zwischen verschiedenen Welten und versuche, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Meine Bilder sind Erinnerungen. Um Zugang zu dem Gefühl von Einsamkeit und Verwundbarkeit zu bekommen. Um in die Bereiche jenseits der Vernunft eingelassen zu werden, weit entfernt von dem, was Wirklichkeit genannt wird.« (Monika Macdonald)

Die Frauen, die In Absence porträtiert werden, haben eines gemeinsam: ihre einsame Suche nach Zugehörigkeit - zu etwas oder zu jemandem. Dieser autobiografische Bericht, der auch eine psychologische, intime Reflexion ist, durchzieht die Bilder wie ein roter Faden. Die Frauen sind Seelenverwandte, in ihrem Zögern und ihrer Unsicherheit, in ihrer Sehnsucht nach irgendeiner Form von Liebe. In Absence entstammt der Mutterschaft - ohne unbedingt in einer Welt des Mütterlichen angesiedelt zu sein. Monika Macdonald (*1969) lebt und arbeitet in Stockholm, Schweden.

Ausstellung
Fotografiska, Stockholm
26. Februar - 10. April 2016

Presseinfo mit Bildproben


Fotograf*in: Monika Macdonald
Kunst: Fotografie
Details: Sprache: Englisch
Umfang: 72 S., 42 Illustr.
Einband: Gebunden
Format: 28 cm
Gewicht: 628g
Erscheinungsdatum: 25.02.2016

~ Presseinfo mit Bildproben ~

Rezension von Sharon Adler auf Aviva-Berlin:

Die Serie "Annonciation" bildet den Kern der sechsten Monografie der finnischen Fotografin. Sie bildet ein noch immer stark tabuisiertes Thema ab: ungewollte Kinderlosigkeit. Damit kehrt sie zur autobiographischen Dokumentation zurück, für die sie Ende der 1990er-Jahre bekannt wurde.

Die Fotografien zu "Annonciation" werden jeweils von einem Prolog eingeleitet und mit einem Epilog abgeschlossen, der zeigt, dass das Leben weitergeht und selbst eine hoffnungslose Geschichte mit einem unglücklichen Ende nicht das Ende ist. Die sorgfältig komponierten, gemäldeartigen Selbstporträts sind zwischen 2008 und 2013 in Finnland, den USA, Kambodscha und in Frankreich entstanden, als sie - vergeblich - versuchte, schwanger zu werden.
Wir begleiten sie durch Phasen, in denen sich Hoffnung und Enttäuschung abwechseln. Dass wieder ein weiteres - kinderloses - Jahr vergangen ist, belegen die Kalenderseiten mit integrierten Zyklusdaten.

Die Fotografin arbeitet ohne Erklärungen oder Kommentare und konzentriert sich gänzlich auf das visuelle Erzählen und ihre Beobachtung von Ritualen, die nur einen Zweck haben: Schwanger zu werden.
Stille Zeugen ihrer Versuche sind die Aufnahmen von Medikamentenbergen, oder vom Blut in der Toilettenschüssel, das die Menstruation, nicht aber die ersehnte Schwangerschaft anzeigt.
Ihre Rebellion gegen das jahrelange Martyrium schließlich wird in einem anderen Motiv deutlich: Untertitelt mit "My Dog Is Cuter Than Your Ugly Baby" zeigt die Fotografin der Kamera den Mittelfinger.

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