Moritz von Bredow (Hrsg.): Woher der Wind wehte. Familienchronik und Exiltagebücher der Charlotte Baerwald, geb. Lewino

Artikelnummer: 978-3-95565-206-7

Charlotte Baerwald, geb. Lewino, (1870-1966) hinterließ eine Familienchronik, in welcher sie die Prozesse der Akkulturation und Assimilation ihrer aus der Pfalz stammenden jüdischen Familie sowie der ihres Mannes Arnold Baerwald vor dem Hintergrund der soziokulturellen, politischen und historischen Entwicklung in Deutschland beschreibt.

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Charlotte Baerwald, geb. Lewino, (1870-1966) hinterließ eine Familienchronik, in welcher sie die Prozesse der Akkulturation und Assimilation ihrer aus der Pfalz stammenden jüdischen Familie sowie der ihres Mannes Arnold Baerwald vor dem Hintergrund der soziokulturellen, politischen und historischen Entwicklung in Deutschland beschreibt.

Die Tochter einer früh verwitweten, alleinerziehenden Mutter studierte Klavier bei Eugenie und Clara Schumann sowie bei Theodor Leschetizky und erzählt ihre Familiengeschichte über bald 150 Jahre. Sie entwirft facettenreiche Portraits und lädt ein, am Alltagsleben dieser Familien teilzuhaben, aus denen bedeutende Ärzte, Wissenschaftler, Juristen, Kaufleute, Künstlerinnen und Künstler hervorgegangen sind. Humorvoll erzählte, heitere Anekdoten sowie Beschreibungen ihrer Begegnungen mit Musikern, Schauspielern, Frauenrechtlerinnen und Politikern vermitteln faszinierende Einblicke in das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Deutschland des 19. und 20. Jahrhunderts, ku¨nden aber auch vom dann nicht mehr aufzuhaltenden Nationalsozialismus, dessen Verfolgung sie durch Flucht entkommen kann. Zwei Exiltagebücher Charlotte Baerwalds aus Italien und der Schweiz sowie den USA ergänzen diese reich bebilderte Familienchronik.

Autor*in / Hrsg.: Moritz von Bredow
weitere Themen: jüdische Frauen
Zeitepoche: 20. und 21. Jh. 18. und 19. Jh.
Details: Umfang: 592 S., 91 Illustr.
Einband: Gebunden
Format: (T/L/B) 4 x 23.5 x 15.8 cm
Gewicht: 1.289 g
Erscheinungsdatum: 04.11.2017

Rezension von Sharon Adler auf AVIVA-Berlin:

Sie waren Schriftstellerin oder Frauenrechtlerin, Künstlerin oder Muse, politische Kämpferin ebenso wie Salondame und Intellektuelle. In ihren biographischen Portraits beleuchten die Wissenschaftlerinnen neue und wenig bekannte Aspekte dieser bemerkenswerten Frauen.

Vor dem Hintergrund der wechselvollen Kulisse dieser Stadt Berlins erforschen die Autorinnen Elke-Vera Kotowski, Anna-Dorothea Ludewig und Hannah Lotte Lund in zwölf Beiträgen (Januar bis Dezember) die glücklichen oder auch unglücklichen Lieben in all ihren Höhen und Tiefen.

(...)

Auserlesene Berliner Paare unterschiedlichster Epochen und Konstellationen

Der Melting-Pot Berlin hat verschiedenste Menschen hervorgebracht oder angezogen. Manche kamen nur auf der Durchreise, um lange zu bleiben, viele mussten die Stadt auf der Flucht vor den Nazis verlassen. So mannigfaltig wie die in "Zweisamkeiten" portraitierten Paare sind auch ihre Beziehungen. Manche waren von Dauer, einige hielten nur für eine kurze Zeit, prägend aber waren sie für alle. Doch nicht nur im Privaten waren diese Paare außergewöhnlich - jede/r von ihnen war maßgeblich an der historischen Entwicklung der Stadt beteiligt. Die gelungene und sorgfältige Auswahl der Paare offenbart die große Vielfalt ihres künstlerischen oder gesellschaftlich-politischen Wirkens und die Impulse, die von diesen Menschen ausgingen. In fesselnden, lebendigen Portraits skizzieren die Autorinnen in ihren Forschungen ihre Lebens- und Liegegeschichten, analysieren das jeweilige Beziehungsgeflecht und stellen sie in den Kontext ihrer Zeit sowie ihre Beziehungen darüberhinaus.

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