Nell Leyshon: Die Farbe von Milch

Artikelnummer: 978-3-96161-000-6

Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten - einer zarten, mitfühlenden Kranken.

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Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.

Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten - einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

Autor*in / Hrsg.: Nell Leyshon
Details: Originaltitel: The Colour of Milk
Übersetzt von: Wibke Kuhn
Umfang: 208 S., 6 s/w Illustr.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.5 x 21.2 x 13.5 cm
Gewicht: 366 g
Erscheinungsdatum: 22.09.2017

'In sehr eigenwilliger und eindringlicher Sprache erzählt Nell Leyshon ein Jahr aus dem Leben der jungen Bauerntochter. Ein literarisches Lesevergnügen der besonderen Art.' Weilheimer Tageblatt

'Eine unverwechselbare, unvergessliche Erzählstimme. Marys einfache Worte malen eindringliche Bilder in den Kopf des Lesers. Nell Leyshons Einfühlungsvermögen ist beeindruckend.' The Independent  

'Mit Brontëesken Untertönen. ein verstörender Kommentar zu den sozialen Zwängen, denen Frauen im 19. Jahrhundert unterworfen waren.' Financial Times  

'Eine kleine Tour de force - eine wundervolle, überzeugende Stimme, und eine erschütternde Geschichte, die mit großem Können und mit Sparsamkeit erzählt ist.' Penelope Lively  

'Ich liebe dieses Buch. Verführerisch, Brontë-esk, fesselnd, besonders und unvergesslich. Mary ist eine absolut interessante und liebenswerte Erzählerin. Ein Buch voller Hoffnung.' Marian Keyes  

'Was scheinbar ruhig als ein einfaches ländliches Leben ohne große Aussichten beginnt, entwickelt sich nach und nach, Buchstabe für Buchstabe zu einem voller Möglichkeiten, das aber durch menschliche Fehlbarkeit zum Scheitern verurteilt ist.' Daily Telegraph  

'Nur alle Jubeljahre einmal erschafft ein Autor eine so lebendige und aufsehenerregende Erzählstimme wie die Marys. Nell Leyshon verdient es, mit Preisen überschüttet zu werden.' Sunday Express  

'Ein eindringliches Kammerspiel über Klassenunterschiede, Armut und das harte Leben einer standeslosen Frau in einer patriarchalischen Welt. Dieses Buch sitzt.' Psychologies  

'Total faszinierend. Von subtiler lyrischer Schönheit, pur und poetisch.' The Observer  

'In ,Die Farbe von Milch' erweckt Nell Leyshon den Geist der Brontës zu neuem Leben.' Vanity Fair  

'Dicht und bewegend. Mary könnte einem Roman Thomas Hardys entsprungen sein.' Seattle Times  

'Herzzerreißend und lange nachklingend. Eine wahrhaft wundervolle Lektüre - ein schlanker, schöner Roman mit so viel Herz, dass es für zwei Bücher gereicht hätte.' San Francisco Chronicle  

'Die unerschrockene, achtsame und zutiefst überzeugende Erzählerin, ein ungebildetes, aber blitzgescheites Bauernmädchen, macht diesen kurzen Roman so eindrucksvoll.' Atlantic

'Ein sehr kraftvoller Monolog, der durch die perfekte Übereinstimmung von Geschichte und Erzählhaltung in Erstaunen versetzt.' La Repubblica  

'Eine unvergessliche, herzergreifende Geschichte, die den Leser Stück für Stück mehr gefangen nimmt.' Flow (Niederlande)

Rezension von Clarissa Lempp auf Aviva-Berlin:

Diese Geschichte ist poetisch und politisch. Mit sprachlicher Eindringlichkeit erzählt sie von Klassenunterschieden und dem Leben einer jungen Frau in der patriarchalen Welt des 19. Jahrhunderts. Für ihren zweiten Roman erhielt die Schriftstellerin und Dramaturgin den Prix de l´Union Interalliee und war für den Prix Femina nominiert.

Das ungebildete und gehbehinderte Bauernmädchen Mary kennt harte Arbeit nur zu gut. Sie lebt in England, um das Jahr 1830, und bewirtschaftet mit ihren Schwestern und Eltern einen Hof. Mit 15 Jahren muss Mary den Hof und die von ihr geliebte Landschaft verlassen. Die Familie braucht Geld und sie wird an den Pfarrhaushalt vermittelt, als Pflegerin für die kranke Hausherrin. Die bringt Mary lesen und schreiben bei und schenkt ihr gönnerhafte Aufmerksamkeit, doch dann stirbt die Wohltäterin. Mary, noch immer vertraglich an den Haushalt gebunden, ist dem zunehmend grausamen Pfarrer ausgesetzt, auf dessen Gebotsliste die Nächstenliebe scheinbar fehlt. Seine gewalttätigen Ausbrüche und Machtspiele enden fatal.

"Die Farbe von Milch" ist der zweite Roman von Nell Leyshon. Er erzählt in der Ich-Perspektive die Geschichte von Mary, deren Haar die im Titel erwähnte Farbe besitzt. Die eindringliche, einfache Sprache Marys erzeugt einen atmosphärischen Sog. Sie beschreibt tanzende Schatten im Lampenlicht der Viehställe mit der gleichen wohlwollenden Distanz wie das heimlich beobachtete Liebesspiel zwischen ihrer Schwester und dem Pfarrerssohn. Und immer wieder versucht sie ihrer Bewunderung für die Natur Worte abzuringen.

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