Nina Scholz, Heiko Heinisch: Charlie versus Mohammed. Plädoyer für die Meinungsfreiheit

Artikelnummer: 978-3-7092-0192-3

Die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und den jüdischen Supermarkt in Paris lösten Schock und Trauer aus. Doch schon kurz danach fragten die ersten, ob Charlie Hebdo nicht vielleicht zu weit gegangen sei. Zu weit womit? Waren die Opfer im jüdischen Supermarkt auch zu weit gegangen? Die neuerlichen Anschläge am 13. November 2015 in Paris haben uns gezeigt: Muslimische Extremisten werden nicht durch Karikaturen provoziert, es ist der Hass auf die freie pluralistische Gesellschaft, auf unsere Art zu leben, der sie zu ihren Taten treibt.

12,90 €

inkl. 7% USt. , zzgl. Versand

Lieferzeit: 6 - 10 Werktage



Die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und den jüdischen Supermarkt in Paris lösten Schock und Trauer aus. Doch schon kurz danach fragten die ersten, ob Charlie Hebdo nicht vielleicht zu weit gegangen sei. Zu weit womit? Waren die Opfer im jüdischen Supermarkt auch zu weit gegangen? Die neuerlichen Anschläge am 13. November 2015 in Paris haben uns gezeigt: Muslimische Extremisten werden nicht durch Karikaturen provoziert, es ist der Hass auf die freie pluralistische Gesellschaft, auf unsere Art zu leben, der sie zu ihren Taten treibt.

Der Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo war der bisher traurige Höhepunkt der im Namen Mohammeds oder Gottes geführten Angriffe gegen die Meinungsfreiheit, die vor einem Vierteljahrhundert mit der Fatwa gegen Salman Rushdie und den darauffolgenden Terrorakten ihren Anfang nahmen.

Charlie Hebdo nimmt auch den Islam nicht von Kritik und Spott aus, denn die Haltung der Redaktion ist nicht ausschließend, sondern zutiefst inklusiv: Seine Satire trifft alle, Linke wie Rechte, Liberale wie Konservative und die Vertreter aller Religionen. Indem Charlie Hebdo alle Grenzen missachtet, hebt es die Grenzen zwischen den verschiedenen Gruppen auf und schafft - égalité: Alle haben ein Recht darauf, von Charlie Hebdo beleidigt zu werden. Das ist, satirisch überspitzt, die Grundlage der offenen Gesellschaft.

Autor*in / Hrsg.: Heiko Heinisch Nina Scholz
Religion: Islam
Details: Passagen Thema 
Umfang: 109 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 0.7 x 20.9 x 12.2 cm
Gewicht: 145 g
Erscheinungsdatum: 01.12.2015

Rezension von Simone Wachter auf gazelle-magazin:

"Wer die Zumutung einer anderen Meinung nicht erträgt, erträgt letztlich den Anderen nicht"

Im Januar 2015 sorgten die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris für Entsetzen und Trauer.Militante Islamisten hatten die Redaktionsräume des Magazins gestürmt und 12 Menschen erschossen, davon die Hälfte Redaktionsmitglieder. Knapp einen Monat später eröffnete ein bewaffneter militanter Muslim in Kopenhagen das Feuer auf Teilnehmer an einer Veranstaltung zum Thema "Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit". Ein dänischer Dokumentarfilmer starb im Kugelhagel.

Weltweit wurden die Attentate von Politikern, Journalisten und den Vertretern der drei Weltreligionen verurteilt. Dennoch mehrten sich nach den entbrannten internationalen Diskussion auch zunehmend kritische Töne. Fragen wurden laut, ob die Macherinnen und Macher bei Charlie Hebdo nicht zu weit gegangen seien und diese Attacke durch "respektloses" Verhalten zumindest teilweise provoziert hätten. Meinungsfreiheit, so hieß es, sollte bestimmte Grenzen haben. Es ertönte sogar der Ruf nach schärferen staatlichen Maßnahmen gegen Religionskritik und blasphemische Äußerungen.

Selbstzensur aus Angst vor Extremisten?

Das Thema "Meinungsfreiheit und ihre Grenzen" beherrscht bereits seit den Reaktionen auf die dänischen Mohammed-Karikaturen 2006 die öffentliche Diskussion. Sie mündete u.a. in einer kritischen Auseinandersetzung um den Islam und sein Verhältnis zu offenen Gesellschaften. Die Autoren Nina Scholz und Heiko Heinisch steuern nun ein Jahr nach den Pariser Anschlägen ein ebenso Aufsehen erregendes wie eingängig geschriebenes Buch zu dieser kontroversen Debatte bei, das trotz schmalem Umfang von nur 109 Seiten aufgrund der zahlreichen klugen und belegten Argumente vollauf zu überzeugen weiß.

» weiterlesen auf gazelle-magazin.de

Durchschnittliche Artikelbewertung

Geben Sie die erste Bewertung für diesen Artikel ab und helfen Sie Anderen bei der Kaufenscheidung: