Nora Amin: Weiblichkeit im Aufbruch

Artikelnummer: 978-3-95757-571-5

Bei einem ihrer Spaziergänge durch Kairo wird sich Nora Amin unvermittelt bewusst, was es bedeutet, sich als Frau im öffentlichen Raum zu bewegen. Sie versteht plötzlich, was sie mit ihrem Körper repräsentiert, sie begreift die ewige Faszination durch den weiblichen Körper, und wie er von je durch Gewalt und Dominanz sozial zugerichtet wird.

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Bei einem ihrer Spaziergänge durch Kairo wird sich Nora Amin unvermittelt bewusst, was es bedeutet, sich als Frau im öffentlichen Raum zu bewegen. Sie versteht plötzlich, was sie mit ihrem Körper repräsentiert, sie begreift die ewige Faszination durch den weiblichen Körper, und wie er von je durch Gewalt und Dominanz sozial zugerichtet wird, wie er mit Vorurteilen, Verachtung und Angst belegt ist.

Ihre Gedanken bündelt sie in diesem leidenschaftlichen politischen Essay, in dem sie über die Rolle der Frau in arabischen Gesellschaften hinaus über Privatheit, Intimität und Körperlichkeit reflektiert. Überraschende, teilweise erschreckende Erinnerungen an traumatische Ereignisse auf dem Tahrir-Platz durchziehen diesen originellen und intensiven Text ebenso wie Erinnerungen an die Kindheit bis hin zu ihren Erfahrungen als Frau in westlichen Gesellschaften.


Autor*in / Hrsg.: Nora Amin
weitere Themen: Sexismus
Details: punctum 6
Originaltitel: Migrating the feminine
Übersetzt von: Max Henninger
Umfang: 124 S.
Einband: Englisch Broschure
Format (T/L/B): 1.2 x 18.5 x 11 cm
Gewicht: 136 g
Erscheinungsdatum: 02.03.2018

~ LESEPROBE ~

Rezension von Tina Schreck auf AVIVA-Berlin:

Das Essay der in Kairo geborenen Schriftstellerin, Performance-Künstlerin und Theatermacherin Nora Amin liest sich wie ein persönlicher Erfahrungsbericht über die Entwertung des eigenen, weiblichen Körpers durch den zumeist männlichen Blick. Die tagebuchartigen Episoden behandeln sexuelle Gewalt gegen Frauen im Zusammenhang mit dem Arabischen Frühling und geben zudem einen umfassenden Einblick in die Gedankenwelt der Verfasserin.

Der weibliche Körper: Sinnbild für Faszination und Servilität zugleich. Seit jeher wird er unterdrückt, geschändet und über ihn geherrscht. Und auch wenn Nora Amin sich in der Öffentlichkeit oft unwohl in ihrem Körper fühlt, ist er doch ihr Kapital. Denn die Performance-Künstlerin und Tänzerin steht auf der Bühne. Ihr Beruf ist es zu spielen, zu kommunizieren und zu projizieren. Das Theater ist der Ort, an dem sie zu der Frau wird, die sie sein will. Nur dort kann sie sich frei bewegen, tanzen, schreien, sich verlieben. Die Realität hingegen sieht anders aus. Denn auf den Straßen Kairos "gibt es keine Regeln", stellt Nora Amin in ihrem Essay nüchtern fest. "Ich begleite mein Geschlecht und mein Geschlecht begleitet mich. Die Straße nimmt meine Weiblichkeit wahr und behandelt mich dementsprechend." Während sie auf der Bühne noch die Kontrolle über ihren Körper hat, ihn als kraftvoll und mächtig erlebt, sieht sie ihn in Gefahr, sobald sie sich im öffentlichen Raum bewegt.

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