Nura Habib Omer: Weißt du, was ich meine? Vom Asylheim in die Charts

Artikelnummer: 978-3-86493-139-0

Nura ist eine der erfolgreichsten deutschen Rapperinnen, doch über ihren außergewöhnlichen Lebensweg ist wenig bekannt. In ihrem Buch erzählt sie erstmals ihre ganze Geschichte: von der Flucht als dreijähriges Mädchen aus Kuwait nach Deutschland und dem Leben mit der fünfköpfigen Familie im Flüchtlingsheim.

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Nura ist eine der erfolgreichsten deutschen Rapperinnen, doch über ihren außergewöhnlichen Lebensweg ist wenig bekannt. In ihrem Buch erzählt sie erstmals ihre ganze Geschichte: von der Flucht als dreijähriges Mädchen aus Kuwait nach Deutschland und dem Leben mit der fünfköpfigen Familie im Flüchtlingsheim. Von ihrer muslimischen Erziehung, dem Bruch mit der Mutter und dem Aufwachsen in einem Kinderheim. Von ihrem Engagement für LGBT - und schließlich von ihren ersten Schritten als Sängerin in einem Chor und ihrer steilen Karriere als Rapperin. Nuras Weg ist gekennzeichnet von Rückschlägen, Depressionen und Rassismuserfahrungen. Immer wieder hat sie zu hören bekommen, dass sie etwas nicht darf - schon gar nicht als muslimisches Mädchen. Aber sie hat sich durchgekämpft und ist heute vielen jungen Menschen ein Vorbild.


Autor*in / Hrsg.: Nura Habib Omer
Biografien von/über: Sängerinnen
Kunst: Musik
Zeitepoche: 20. und 21. Jh.
Thema: Schwarze Frauen
Details: Einbandart: Paperback
Umfang: 208 S., 16 farbige Illustr.
Format (T/L/B): 2.2 x 20.5 x 13.6 cm
Gewicht: 338 g
Erscheinungsdatum: 03.08.2020
Rezension von Bahar Sheikh im Missy Magazin:

"Ein Buch zu schreiben stand schon immer auf meiner Bucket List", erzählt Nura am Telefon aus München, wo sie gerade ihr nächstes Album aufnimmt. "Mir geht es auch darum, die Geschichte meiner Familie festzuhalten. Die Geschichte meiner Mama, die Geschichte meiner Oma und auch die meiner Geschwister." Die Geschichte beginnt mit dem Leben ihrer Großeltern, die in Massaua, einer Hafenstadt im heutigen Eritrea, mit ihren vier Kindern leben - bis der eritreische Unabhängigkeitskrieg gegen Äthiopien beginnt und sie fliehen müssen. Erst ins Landesinnere, dann in den Sudan, bis sie in Kuwait City landen. Dort heiraten Nuras Eltern. Mit vier Kindern flieht die Mutter einige Jahre später, ohne Ehemann, vor dem Zweiten Golfkrieg nach Deutschland, wo Nuras Großeltern und Onkel schon seit einigen Jahren wohnen. Als Kind zieht Nura zunächst mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern von Asylheim zu Asylheim, bis sie schließlich in einer eigenen Wohnung in Wuppertal bleiben können.

Nura beschreibt das enge Verhältnis zu ihrer Familie und deren Zusammenhalt, eine Zeit lang wohnt die Familie auf engem Raum bei ihren Großeltern. Auch Religion spielt in der muslimischen Familie anfangs eine große Rolle. Dass Nura mit religiös begründeten Vorschriften ihrer Eltern nicht viel anfangen kann, merkt sie spätestens, als diese ihren Freizeitaktivitäten im Weg stehen. Ihr wird klar, dass sie weniger darf als andere Jugendliche in ihrem Alter. Nura hinterfragt Geschlechterrollen, bekommt keine zufriedenstellenden Antworten, führt "ein regelrechtes Doppelleben" und begehrt auf: Als "richtige Punkertante" hört sie Slipknot und Korn, legt sich eine Ratte zu und läuft zusammen mit einer Freundin von zu Hause weg. Einen richtigen Plan gibt es nicht, sie werden von der Polizei aufgegriffen und Nura landet in einem betreuten Wohnheim für Jugendliche. 

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