Olga Grjasnowa: Die juristische Unschärfe einer Ehe

Artikelnummer: 978-3-423-14490-2

Leyla wollte immer nur eins: Tanzen. Doch nach einem Unfall muss sie das Bolschoi-Theater in Moskau verlassen. Altay ist Psychiater. Nachdem sich seine große Liebe umgebracht hat, lässt er keinen Mann mehr an sich heran.

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Rasante Dreiecksgeschichte zwischen Berlin und Baku

Leyla wollte immer tanzen. Doch nach einem Unfall muss sie das Bolschoi-Theater in Moskau verlassen. Altay ist Psychiater. Nachdem sich seine große Liebe umgebracht hat, lässt er keinen Mann mehr an sich heran. Altay und Leyla führen eine Scheinehe, um ihre Familien ruhigzustellen. Als die beiden mit Mitte zwanzig in Berlin von vorne anfangen, tritt Jonoun in ihr Leben.

Olga Grjasnowa erzählt von zwei Frauen und einem Mann, die von der Liebe träumen, aber auch nicht wissen, wie man mit der Liebe lebt. Ein klar und direkt erzählter Roman über Glück und Unglück in einer Zeit, da alles möglich scheint.

'Man braucht nicht auf die Midlife-Crisis zu warten, man kann sein Leben auch schon mit Mitte Zwanzig wunderbar gegen die Wand fahren.' Von der Autorin des Bestsellers 'Der Russe ist einer, der Birken liebt'


Autor*in / Hrsg.: Olga Grjasnowa
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Perspektiven: jüdisch lesbisch bi schwul & bi
Details: dtv Literatur
Ausgezeichnet mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2015
Umfang: 272 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2 x 19 x 12 cm
Gewicht: 260 g
Erscheinungsdatum: 22.04.2016

~ LESEPROBE der geb. Ausgabe ~

Rezension von Dorothee Robrecht auf AVIVA-Berlin:

Das Spröde und Sperrige des Titels täuscht: Erzählt wird eine rasante Dreiecksgeschichte, die scheinbar mühelos alle Grenzen hinter sich lässt, darunter auch die zwischen hetero-, homo- und bisexuell.

Schon die erste Szene ist filmreif. Sie spielt in Baku, der Haupstadt von Aserbaidschan, und schildert, wie eine junge Frau namens Leyla in einem Gefängnis von mehreren Polizisten zusammengeschlagen und vergewaltigt wird. Diese Leyla ist absolut kaltblütig. Nicht nur, dass sie alle Qualen hochmütig erträgt und ihren Peinigern ins Gesicht spuckt - auch der Grund ihrer Inhaftierung ist ein durchaus glamouröser: Leyla hat an einem illegalen Autorennen teilgenommen, als erste und einzige Frau. Das Draufgängerische liegt ihr ganz offenbar im Blut, sie ist die Enkelin einer sowjetischen Kampfpilotin, die Einsätze gegen die Nazis flog. Unmöglich, bei so einer Heldin nicht an Lara Croft zu denken und ein bisschen zu zweifeln: Kann eine Frau so cool sein? So durch und durch cool?

Ja, sie kann. Es ist die Kunst dieses Romans, Leser_innen genau davon zu überzeugen, und das auf sehr kluge und höchst spannende Art. Erzählt wird die Vorgeschichte der oben beschriebenen Szene, und in dieser Vorgeschichte geht es um zwei Frauen und einen Mann, die eine Dreiecksbeziehung führen. Eine der Frauen ist die schon erwähnte Leyla, die andere ihre Geliebte Jonoun, und dann gibt es da noch Altay, Leylas Mann. Die Schauplätze sind Baku und Berlin. In Baku sind Leyla und Altay aufgewachsen, Berlin ist die Stadt, in der sie heute leben, und hier treffen sie auch auf Jonoun, mit der Leyla eine Affaire beginnt.

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