Paula-Irene Villa, Julia Jäckel, Zara Pfeiffer u.a. (Hrsg.): Banale Kämpfe? Perspektiven auf Populärkultur und Geschlecht

Artikelnummer: 978-3-531-18213-1

Wie inszeniert Lady Gaga Weiblichkeit über ihre Haarpracht? Warum schreiben Frauen schwulen Porn ? Ist Jack Bauer ein tragischer Held? Können Geschlechterverhältnisse in der Populärkultur kritisch unterlaufen werden?

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Wie inszeniert Lady Gaga Weiblichkeit über ihre Haarpracht? Warum schreiben Frauen schwulen Porn ? Ist Jack Bauer ein tragischer Held? Können Geschlechterverhältnisse in der Populärkultur kritisch unterlaufen werden?

Auseinandersetzungen mit Popularkulturen sind von kontroversen Sichtweisen geprägt, die vor allem in der Frage nach affirmativen und subversiven Momenten sichtbar werden. Interdependente Geschlechterverhältnisse spielen in diesen Diskussionen eine zentrale Rolle.

Der Sammelband präsentiert Beiträge aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, die diese Auseinandersetzung führen.

Autor*in / Hrsg.: Paula-Irene Villa
Weitere Informationen: Geschlecht & Gesellschaft
Umfang: 271 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.5 x 21 x 14.8 cm
Gewicht: 363 g
Erscheinungsdatum: 16.07.2012

~ LESEPROBE ~

Rezension von Heike Friauf auf querelles-net:

Populärkulturelle Erscheinungen wie etwa Fernsehserien eignen sich besonders, um hegemoniale Geschlechterverhältnisse zu analysieren, das zeigt der vorliegende Sammelband eindrücklich. Die größtenteils empirisch angelegten Studien loten den Verhandlungsspielraum aus, in dem widerständige Praktiken zur Veränderung der Geschlechterregime führen könnten. Doch wird häufiger eine Bestärkung statt Infragestellung der Verhältnisse festgestellt. Für ein besseres Verständnis dieses Phänomens fehlt allerdings in den meisten Beiträgen eine entsprechende theoretische Durchdringung. Dieses lesenswerte Buch bildet derart verschiedene kulturelle Phänomene ab, dass für jede/n Leser/-in garantiert etwas völlig Unbekanntes dabei ist, und verhilft so allen kulturwissenschaftlich Arbeitenden zu Erkenntnisgewinn.

Das Fragezeichen im Titel Banale Kämpfe? ist gut gesetzt. Sind die Deutungskämpfe um Frauenrollen und Männlichkeitsbilder wirklich banal und nicht beachtenswert, wenn sie in populären Genres wie Fernsehserien oder Unterhaltungsmusik stattfinden? Die Beitragenden zu diesem Sammelband sehen das anders. "Populärkultur" ist für die fünf Herausgeber/-innen, wie sie in ihrer Einleitung schreiben, nicht einfach Popkultur, sondern meint darüber hinaus alle kommerzialisierten Gesellschaftsbereiche, die im weitesten Sinne mit Kultur zu tun haben und jeweils von größeren Bevölkerungsgruppen genutzt werden, also "populär" sind. Dazu gehören Musik, Film, Comic, Trivialliteratur, Mode, Sport (S. 9). Diese Begriffsdefinition trifft ebenso auf Hundehaltung oder Yogakurse zu, die im Sinne der Cultural Studies durchaus zur Populärkultur gezählt werden können. Der Band enthält allerdings auch Beiträge zu Aktivitäten, die aus dieser Definition herausfallen. Genau genommen sind in ihm Studien versammelt, die sich medial vermittelten Kulturphänomenen widmen, unabhängig von ihrer Verbreitung.

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