Peggy Wolf: Acker auf den Schuhen

Artikelnummer: 978-3-89656-223-4

Als das ganze Dorf zusammenkommt, um der Beerdigung der ältesten Tochter der Familie Schütter beizuwohnen, spricht keiner über die Vermutungen, die Gerüchte, die Mutmaßungen, wie Susann ums Leben gekommen ist

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Als das ganze Dorf zusammenkommt, um der Beerdigung der ältesten Tochter der Familie Schütter beizuwohnen, spricht keiner über die Vermutungen, die Gerüchte, die Mutmaßungen, wie Susann ums Leben gekommen ist.

Weder die mittlere Schwester Becca noch die jüngste Lea, erst recht nicht die Eltern, die stets darum bemüht sind, den Erwartungen dieser strengkatholischen Gegend nachzukommen und um jeden Preis alles unter den Teppich zu kehren, was sie in irgendeiner Weise von der Normalität dieser ländlichen Gemeinde abweichen lassen könnte.

So war es immer, so ist es auch heute, so wird es immer sein.

In Acker auf den Schuhen erzählt die Hamburger Autorin Peggy Wolf eine kraftvolle und beengende Geschichte von der Macht gesellschaftlicher Zwänge und kirchlicher Moralvorstellungen.

Autor*in / Hrsg.: Peggy Wolf
Weitere Informationen: Umfang: 192 S.
Einbandart: kartoniert
Format: 1.6 x 20.5 x 12.5 cm
Gewicht: 212 g
Erscheinungsdatum 15.09.2014

 ~ LESEPROBE ~
 
~ FEMBooks-Empfehlung ~

Rezension von Ahima Beerlage auf AVIVA-Berlin:

Susann ist tot. Die lesbische Ärztin hat sich fern ihrer Heimat das Leben genommen. Ihre Familie holt sie zurück in ihr katholisches Dorf, um sie dort unter Schweigen und Tradition zu begraben.

Die größte Sorge der Familie: Kann sie, die "in Schande gelebt und in Sünde gestorben" ist, in geweihter Erde begraben werden, um vor der Gemeinde nicht das Gesicht zu verlieren?

Hilflos steht die Mutter Waltraud am Sarg ihrer Tochter, die von Norwegen in ihr Dorf zurückgebracht worden ist. Ihre älteste Tochter Susann hatte sich das Leben genommen. Wie soll sie damit umgehen? Der Pfarrer war das größte Problem. Ihm musste gesagt werden, dass sich Susann in Norwegen am Torbalken ihrer Hütte erhängt hatte. Nur gut, dass ihre anderen beiden Töchter bald eintreffen würden.

Zuerst reist Waltrauds jüngste Tochter Anne ein. Anne lebt mit Robert in "wilder Ehe" und hat mit ihm zwei Kinder. Die Kinder würden immerhin ihren Familiennahmen Schütter weitertragen, tröst sich die Mutter. Susann, ihre Älteste, dagegen war beim Thema Familie fernab von Gut und Böse durchs Leben gesegelt . Waltraud hatte sich immer darum bemüht, keines ihrer Kinder zu bevorzugen. Aber zugeben musste sie: Betty war ihr liebstes Kind gewesen. Für Betty war es kein Ertragen, die Gebote des Elternhauses zu achten, ja, sie in die eigene Familie zu übernehmen. Insgeheim schämte sich Waltraud vor der Dorfgemeinschaft, dass zwei ihrer Töchter so aus der Art geschlagen waren.

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