Petra Ahne: Hütten. Obdach und Sehnsucht

Artikelnummer: 978-3-95757-710-8

Eine Hütte, kein Haus sollte es sein, als Petra Ahne und ihre Familie ein Domizil auf dem Land suchten: klein, mit Platz nur für das Nötigste, durch nichts als eine Wand von der umgebenden Natur getrennt. Genug, um sich zu schützen, zu träumen, zu denken, sich zu verstecken und sich selbst zu beweisen. Hinter den Wänden einer Hütte nahm die Zivilisation ihren Lauf, wurde der Mensch zu dem, was er ist.

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Eine Hütte, kein Haus sollte es sein, als Petra Ahne und ihre Familie ein Domizil auf dem Land suchten: klein, mit Platz nur für das Nötigste, durch nichts als eine Wand von der umgebenden Natur getrennt. Genug, um sich zu schützen, zu träumen, zu denken, sich zu verstecken und sich selbst zu beweisen. Hinter den Wänden einer Hütte nahm die Zivilisation ihren Lauf, wurde der Mensch zu dem, was er ist. Der Bau ihrer eigenen Hütte wirft Fragen nach dem Wesen dieses kleinsten Hauses auf, und so hat sich Petra Ahne auf die Spur der Hütte gemacht und der Fantasien, die sie umgeben. Sie ist mit Alexander de Tocqueville zu den Blockhütten der amerikanischen Siedler gereist und mit den Überlebenden einer gescheiterten Antarktis-Expedition zu dem windumtosten Obdach auf Elephant Island. Sie hat einen Mann getroffen, der seit 55 Jahren allein in einer Hütte lebt, und den FBI-Beamten, der als einer der Ersten das Holzhaus des Unabombers in Montana betrat. Sie hat die Hüttenträume von früher mit denen von heute verglichen. Die Sehnsucht der Städter nach dem Häuschen im Grünen ist groß. Heute mehr denn je hinterfragt die Hütte, was wichtig ist und wie wir leben wollen.


Autor*in / Hrsg.: Petra Ahne
Details: Naturkunden 53
Illustriert von: Pauline Altmann
Umfang: 132 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 1.1 x 23.1 x 15.2 cm
Gewicht: 294 g
Erscheinungsdatum: 20.03.2019
Rezension von Bärbel Gerdes auf AVIVA-Berlin:

Sie sind Fluchträume und Sehnsuchtsorte, Luftschloss und Heimat - Hütten regen unsere Fantasie an. Die Redakteurin und Schriftstellerin Petra Ahne hat sich auf die Spuren dieser kleinen Behausungen gemacht und gräbt so manche skurrile Geschichte aus. Nach Frauen in Hütten sucht frau dabei fast vergebens.

Welche kennt ihn nicht: den Traum von einer einsamen Hütte im Wald, an einem See, in der Natur auf jeden Fall, Ruhe und Geborgenheit versprechend? Petra Ahne hat sich diesen Traum erfüllt. Gemeinsam mit ihrem Mann kaufte sie sich einen alten kleinen Bungalow in Brandenburg in einer Naherholungssiedlung. Zählt das schon als echte Hütte?

Das Kleine, Übersichtliche, das sich Reduzieren auf das Wesentlichste macht den großen Charme dieser tiny houses aus.
"Die Hütte scheint tief in uns drin zu sitzen", schreibt Ahne und erzählt vom Philosophen Gaston Bachelard, der das Wort Gravüren prägte, Räume und Häuser, "die unweigerlich Gefühle auslösen, sobald wir nur ein Bild von ihnen sehen. Sie scheinen uns an etwas zu erinnern, das wir möglicherweise gar nicht erlebt haben, weil sie so beladen sind mit Bedeutung."

Ahne recherchiert nach der Urhütte, jener ersten Behausung, die sich Menschen erbauten. Abbildungen davon gibt es nicht, nur Beschreibungen, wie sie ausgesehen haben könnten. Doch wurden im Jahr 2000 nordwestlich von Tokio Pfostenlöcher und Werkzeuge gefunden, so dass nun davon ausgegangen wird, dass der Zeitpunkt, als die Architektur begann, 500 000 Jahre zurückliegt.
Die Menschen guckten sich von den Tieren, vor allem den Vögeln, ab, wie das Häuslebauen geht. Die Hütte ist der zivilisatorische Anfang, den auch Daniel Defoes Robinson Crusoe erlebt. Erst als er vom Gestrandeten zum Hüttenbewohner wird, als er Getreide anbaut und sogar einen Diener hat, wird er zum zivilen Menschen, der sich die Natur untertan macht.

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