Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären

Artikelnummer: 978-3-442-71439-1

Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat - jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht die Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten. Sie schreibt über die Kernfamilie als Institution genauso wie über Gewalt gegen Frauen, französische Sex-Skandale, Virginia Woolf oder postkoloniale Machtverhältnisse. Leidenschaftlich, präzise und mit einem radikal neuen Blick zeigt Rebecca Solnit auf, was längst noch nicht selbstverständlich ist: Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt es, die Stimme zu erheben.

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Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat - jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht die Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten. Sie schreibt über die Kernfamilie als Institution genauso wie über Gewalt gegen Frauen, französische Sex-Skandale, Virginia Woolf oder postkoloniale Machtverhältnisse. Leidenschaftlich, präzise und mit einem radikal neuen Blick zeigt Rebecca Solnit auf, was längst noch nicht selbstverständlich ist: Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt es, die Stimme zu erheben.


Autor*in / Hrsg.: Rebecca Solnit
Details: Essays
Originaltitel: Men Explain Things to Me
Übersetzt von: Kathrin Razum, Bettina Münch 
Umfang: 171 S., 7 s/w Illustr.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2 x 19 x 12 cm
Gewicht: 186 g
Erscheinungsdatum: 09.01.2017

~ LESEPROBE ~

weitere Ausgaben: Gebunden

Rezension von Doris Hermanns bei den Bücherfrauen:

Denjenigen, die die - eher wissenschaftlichen - Bücher von Senta Trömel-Plötz über Frauen und Sprache aus den 1980er-Jahren kennen, wird einiges bekannt vorkommen von dem, was Rebecca Solnit in ihrem neuen Essay-Band beschreibt. Aber sie zeigt den alltäglichen Sexismus auf ihre sehr eigene lebendige Art auf, sodass sich beim Lesen des titelgebenden Essays manchmal die Frage aufdrängt, wie es denn sein kann, dass sich das Verhalten von Männern in Gesprächen in den letzten 30 Jahren so wenig verändert hat und Männer nach wie vor meinen, uns die Welt erklären zu müssen - auch wenn sie keine Ahnung vom Thema haben.

Andere Themen, über die Solnit genauso eindringlich schreibt, sind zum Beispiel: Gewalt gegen Frauen, wie bei einem Sexskandal (Strauss-Kahn) Welten aufeinandertreffen und was es mit der ehelichen Gleichstellung auf sich hat. Auch erklärt die Autorin die Bemerkung von Virginia Woolf, es sei das Beste, dass die Zukunft dunkel ist.

Ein sehr lesenswerter, vielseitiger Essay-Band, der deutlich aufzeigt, dass gesetzliche Regelungen nicht ausreichen, sondern dass sich das Verhalten sowohl von Männern als auch von Frauen ändern muss - und wie weit wir von einer wirklichen Gleichstellung nach wie vor entfernt sind. Rebecca Solnit macht deutlich, dass es nach wie vor um Machtverhältnisse geht: »Aber wir sind entweder gemeinsam frei oder gemeinsam unfrei.«

» zur Rezension auf buecherfrauen.de


Rezension von Eva Yvory auf dem Blog Die Störenfriedas:

Rebecca Solnits wunderbares Buch "Men explaining things to me" ist endlich in deutscher Übersetzung bei btb/Randomhouse unter dem Titel "Wenn Männer mir die Welt erklären" erschienen. Es ist eine Sammlung analytischer Essays rund um die Themen Alltagssexismus und sexuelle Gewalt. Niemand erklärt "Mansplaining" zu Deutsch "Herrklären" besser als Rebecca Solnit, das spezifisch männliche Verhalten, Frauen Sachverhalte erklären zu wollen, von denen sie sich in besserer Kenntnis wähnen, nur weil sie Männer sind. Absurd bis unfreiwillig komisch sind Rebecca Solnits Ausführungen, ein aufrüttelndes Dokument über die Geschlechterverhältnisse unserer Zeit.

Das fulminante Buch entstand aus einem Essay, den Solnit, eine erfolgreiche Autorin, nach einigen Aha-Erlebnissen mit Mansplaining schrieb und nach denen sie eine Webseite für Akademikerinnen schuf, auf denen diese von ihren Herrklär-Erfahrungen berichteten. Ihr Essay gilt bis heute als Grundlagentext, wenn es um Mansplaining geht. Ihr Buch baut diesen Essay aus, zieht einen Bogen zur Lage der Geschlechterverhältnisse in unserer Zeit.

» weiterlesen auf diestoerenfriedas.de


Rezension von Vera Linß auf Deutschlandradio Kultur:

In ihrem Buch "Wenn Männer mir die Welt erklären" rechnet Rebecca Solnit mit der männlichen verbalen Selbstdarstellung ab. "Das provokative Selbstvertrauen der vollkommen Unwissenden ist geschlechtsspezifisch", schreibt sie. Es stehe dafür, dass Frauen oft nicht für voll genommen würden.

Es ist einer dieser typischen Verläufe, wenn Männer und Frauen aufeinander treffen. Etwa auf einer Party. Die erste Frage fällt und ein Dialog könnte sich entspinnen. Doch bei der nächstbesten Gelegenheit ergreift der Mann das Wort - und gibt es nicht wieder her.

Obwohl die Frau manchmal sogar mehr zum Thema beitragen könnte, als das männliche Gegenüber. Genau das ist auch Rebecca Solnit passiert. Mit dieser Geschichte beginnt sie ihre Essaysammlung, die im vergangenen Jahr schon in den USA für Gesprächsstoff sorgte. "Mansplaining" ist das Wort, das sie hierbei in die Welt setzte; ein Begriff, der dafür steht, dass jemand redet und redet, weil er fälschlicherweise davon ausgeht, dass der andere einfach keine Ahnung hat.

» weiterlesen auf deutschlandradiokultur.de


Rezension von Maria-Elisa Schrade auf AVIVA-Berlin:

Nach der einflussreichen feministischen Kritik des berühmten Essays "Men Explain Things To Me" liefert die preisgekrönte Schriftstellerin im neuen Sammelband sechs weitere provokative Kommentare, erschienen im August 2015 bei Hoffmann und Campe.

Rebecca Solnit ist so vielseitig wie ihr umfassendes Werk. Die gelernte Journalistin und Kulturhistorikerin engagiert sich seit den 1980er Jahren als Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin, was sich auch in ihren unzähligen Essays und Büchern widerspiegelt, deren Themen von "Geografie" und "Gemeinschaft", über "Kunst" und "Politik", bis hin zu "Hoffnung" und "Feminismus" reichen.

Mit messerscharfem Verstand und zynischem Humor verwebt Rebecca Solnit gekonnt Elemente aus der eigenen Biografie mit einer intensiv recherchierten Fülle statistisch erhobener Daten, indem sie philosophische und kulturhistorische Brücken zwischen ihnen schlägt: Vom Individuum zur Gesellschaft, von der vermeintlichen Anomalie zum übergeordneten Muster.

» weiterlesen auf AVIVA-Berlin.de

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