Renate Möhrmann (Hrsg.): rebellisch - verzweifelt - infam: Das böse Mädchen als ästhetische Figur

Artikelnummer: 978-3-89528-875-3

Gute Mädchen sind die Spiegel, in denen sich die bösen Mädchen nicht widerspiegeln. Das Terrain, auf dem sich die badgirls tummeln, ist nicht das Kinderzimmer. Ihr Zuhause liegt anderswo...

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Gute Mädchen sind die Spiegel, in denen sich die bösen Mädchen nicht widerspiegeln. Das Terrain, auf dem sich die badgirls tummeln, ist nicht das Kinderzimmer. Ihr Zuhause liegt anderswo. Ungeschützt auf weitem Feld, das stoppelig ist. Manchmal steinig, mit schrägen Abhängen und Verderben bringenden Wegen, die sie oftmals scheitern lassen, aber auch zu neuer Erkenntnis führen. Ihre Schar kommt nicht im Einheitskleid daher. Im Gegenteil. Böse Mädchen können rotzfrech, aufmüpfig, rebellisch, grausam, verlogen, wahnsinnig, ja infam sein.

Die Darstellung der badgirls / bösen Mädchen in Literatur, bildender Kunst, Film und Fernsehen werden in den 25 Beiträge dieses von der Nestorin der Frauenliteraturforschung herausgegebenen Bandes aus verschiedensten Perspektiven untersucht.

Leseprobe


~ LESEPROBE ~

Autor*in / Hrsg.: Renate Möhrmann
Kunst: Literatur Bildende Kunst
Medien: Fernsehen Film
Weitere Informationen: u. Mitarbeit von: Abret/Brude-Firnau/Colin u.a.
Umfang: 513 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 4.2 x 23.2 x 14.8
Gewicht: 819 g
Erscheinungsdatum: 03.07.2012

Renate Möhrmann: Einleitung

Inge Wild: Das ganz andere Mädchen. Überlegungen zu Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker Pippi Langstrumpf

Bettina Kümmerling-Meibauer: Good bad girls in der internationalen Kinderliteratur. Vom Bilderbuch bis zur Young Adult Novel

Petra Fohrmann: Wanted! Böse Hexen im Kinderfernsehen

Susanne Kord: Böses Blut. Pubertierende Mädchen und sexuelle Neugier in archetypischen Geschichten

Michaela Krützen: Sad Girl. Bad Girl! Mad Girl? Die Figur Sally Draper in der Fernsehserie Mad Men

Claudia Gerhards: In jedem bösen Mädchen steckt auch mindestens ein gutes. Moral und Erziehung in TV-Coaching-Formaten am Beispiel von Die Mädchen-Gang

Ina Schabert: Luder haben kurze Haare. Zur Symbolik abgeschnittener Locken

Gaby Pailer: Schwarzäugige Mordbrennerin. Fontanes Grete Minde, eine Tochter von Cervantes La gitanilla

Rudolf Drux: Böse Bürgermädchen. Über den gnadenlosen Weg höherer Töchter zum Ehestand in Erzählungen E.T.A. Hoffmanns

Hiltrud Gnüg: Colettes Claudine à l école / Claudine erwacht. Ein pikanter Schulmädchenreport aus bösem Mädchenblickwinkel

Lieselotte Steinbrügge: Vom Ende des bösen Mädchens. Zu Amélie Nothombs Roman Antéchrista

Helga Abret: Teufelsengel . Die Geschichte eines merkwürdigen Mädchens. Clara Viebigs Roman Charlotte von Weiß

Gisela Brude-Firnau: Eine Autorin wirbt um Erbarmen mit dem bösen Mädchen. Elfriede Jelineks Die Ausgesperrten

Jean-Pierre Dubost: Gruppenbild mit (bösen?) Mädchen. Zur Erscheinungsweise des Weiblich-Übermoralischen im Werk Georges Batailles

Renate Hof : I shall not exist if you do not imagine me. Lolita als böses Mädchen?

Nicole Colin: Recycleter Missbrauch. Lulu oder Vom modernen Umgang mit bösen Mädchen

Renate Möhrmann: Bad to the Bone. Das machiavellistische Mädchen in Lillian Hellmans Theaterstück The Children s Hour und seinen Verfilmungen von William Wyler (USA 1936/1961)

Claudia Liebrand: Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen trifft der Blitz. Mervyn LeRoys The Bad Seed (USA 1956)

Lisa Gotto: Bösewerden. Mädchen, Macht und Medium in The Exorcist (William Friedkin, USA 1973)

Peter Scheinpflug: Emilia will Virginia morden. Böse Mädchen im italienischen Krimi-Zyklus Giallo

Sascha Keilholz: Agent Cooper und die Twin Peak Girls. Oder: Laura Palmer und die Heiligsprechung des bösen Mädchens

Rolf Lessenich: Das böse Mädchen im postmodernen Roman. Mario Vargas Llosa, Das böse Mädchen / Travesuras de la niña mala

Thomas Wortmann: Im Zwielicht der Fiktion. Ian McEwans Roman Atonement

Elke Liebs: Böse Mädchen in der Oper

Franziska Schößler Wer hat Angst vor Josephine Beuys? Die Guerrilla Girls sprengen den (US-amerikanischen) Kunstmarkt

Zu den Autorinnen und Autoren
[...] das vorliegende Buch [zeigt...], dass ein Band über böse Mädchen durchaus seine guten Seiten haben kann.
Rolf Löchel in "literaturkritik.de" (November 2012)
Zur vollständigen Rezension: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=17278

Was für eine glänzende Idee und Konzeption: dieses Buch über das "böse Mädchen als ästhetische Figur"! Nein, die berüchtigte Femme fatale hat hier ausgedient. Aber was wäre die Geschichte des "bösen Mädchens" ohne die Geschichte des Films. Überzeugend legst Du dar, wie viel die Ikonografie des Films zur Attraktivität des Themas beiträgt. Ich habe, obwohl doch Literatur- und Theaterwissenschaftler, die Stereotypen des "bösen Mädchens" zum erstenmal im Film wahrgenommen. Zu Recht hast Du nicht nur Film-, sondern auch Literaturwissenschaftler(innen) als Mitarbeiter(innen) ausgewählt, eine hervorragende Auswahl übrigens, in jeder Hinsicht. Wie Du die Geschichte des Stoffes entrollst, die verschiedenen Versionen, wie Du Deine ganzen filmwissenschaftlichen Kenntnisse ausspielst, das ist schlichtweg faszinierend und spannend. Ich habe sogleich die erste Lektüre noch einmal wiederholt.
Prof. Dr. Walter Hinck an die Herausgeberin

[?] Der Sammelband überzeugt, überrascht und zeigt, dass die Auseinandersetzung mit dem »bösen Mädchen« durchaus lohnenswerte und spannende Aspekte bietet.
Jana Mikota in "Virginia" (52/März 2013)

Nicht nur über "gute" Mädchen, auch über ihre "bösen" Schwestern gibt es allerlei zu berichten, wie der über 500 Seiten dicke Band [...] beweist [...]
Vina Yun in "an.schläge. Das feministische Magazin" (Juni 2013)

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