Rita Laura Segato: Femizid. Der Frauenkörper als Territorium des Krieges

Artikelnummer: 978-3-89771-338-3

Gewalt gegen Frauen aus einer dekolonialen und feministischen Perspektive

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Die vergangenen Jahrzehnte zeigen weltweit eine immense Zunahme der Gewalt gegen Frauen. Die seit 1993 andauernden Frauenmorde im mexikanischen Ciudad Juárez haben dabei traurige Berühmtheit erlang. Rita Segato spricht angesichts derartiger Beispiele aus Lateinamerika von einem »globalen Krieg gegen Frauen«.

Um diese neue extrem gewaltsame Wendung des Patriarchats zu verstehen, müssten solche Taten »vom Rand ins Zentrum« geholt werden. Segato fordert, Frauenmorde nicht länger in privaten und sexuellen Kategorien zu betrachten, sondern vielmehr als systembedingte Feminizide zu benennen, die über die Erniedrigung von Frauenkörpern den Herrschaftsanspruch von Männerbünden formulieren und kommunizieren sollen.

Ihrer Ansicht nach wird es nur durch eine Wiederbelebung und Re-Politisierung der Kommunen und Gemeinschaften gelingen, diesen global stattfindenden Femi-geno-zid zu stoppen. Es geht der Autorin mit ihrer Intervention nicht nur um eine Beschreibung der Realität und eine theoretische Auseinandersetzung mit alten und neuen Begriffen, sondern gleichermaßen darum, konkrete Handlungsmöglichkeiten vorzuschlagen und gesellschaftliche Gegenwehr zu entwickeln.

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In den vergangenen Jahrzehnten, die von Neoliberalismus und einem zunehmend autoritären Wandel der Gesellschaften und Regierungen geprägt waren, hat die weltweite Gewalt gegen Frauen drastisch zugenommen. Die seit 1993 andauernden systematischen Frauenmorde in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez sind dabei nur die Spitze des Eisbergs - in ganz Mexiko fielen 2019 mehr als 3.800 Frauen männlicher Gewalt zum Opfer.

Die argentinische Anthropologin Rita Segato spricht angesichts derartiger Beispiele von einem »globalen Krieg gegen Frauen«. Um diese neue, extrem gewaltsame Wendung des Patriarchats zu verstehen, müssten solche Taten aus dem Privaten in die politische Öffentlichkeit geholt werden. Segato fordert, Frauenmorde nicht länger in privaten und sexuellen Kategorien zu betrachten, sondern vielmehr als systembedingte Feminizide zu benennen, die über die Erniedrigung von Frauenkörpern den Herrschaftsanspruch von Männerbünden formulieren und kommunizieren sollen.

Autor*in / Hrsg.: Rita Laura Segato
Frauenleben in: Lateinamerika
Land im Fokus: Mexiko
politische Themen: Krieg und Frieden Globalisierung Kapitalismuskritik
Thema: Frauenmorde Sexismus
Details: Originaltitel: La guerra contra las mujeres
Übersetzt von: Sandra Schmidt
Einbandart: kartoniert
Umfang: 288 S.
Format (T/L/B): 2.3 x 21.2 x 14.2 cm
Gewicht: 318 g
Erscheinungsdatum: 03.06.2022

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