Roman George: Die geschlechtsspezifische Strukturierung des Niedriglohnsektors

Artikelnummer: 978-3-89691-971-7

Niedriglohnarbeit findet sich besonders oft in feminisierten Segmenten des Arbeitsmarkts. Der Vergleich zwischen Frankreich, Großbritannien, Schweden und Deutschland zeigt allerdings auf, dass sich die Ausmaße und die Strukturen der ...

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Niedriglohnarbeit findet sich besonders oft in feminisierten Segmenten des Arbeitsmarkts. Der Vergleich zwischen Frankreich, Großbritannien, Schweden und Deutschland zeigt allerdings auf, dass sich die Ausmaße und die Strukturen der Geschlechterungleichheiten deutlich unterscheiden. Roman George geht dem in seiner Studie nach und arbeitet die Länderunterschiede hinsichtlich der Arbeitsmarktinstitutionen, des Ausbildungssystems und des Sozialstaats heraus. So liefert er nicht zuletzt auch Ansatzpunkte für eine gleichstellungsorientierte Politik.

Inhalt


Autor*in / Hrsg.: Roman George
politische Themen: Prekarisierung
Details: Umfang: 287 S.
Einband: Kartoniert
Format: 213 x 149 x 25 mm
Gewicht: 432 g
Erscheinungsdatum: 26.02.2015

~ INHALT ~

Rezension von Björn Wagner auf pw-portal:

Mit den allgemeinen Tendenzen zur Ausweitung des Niedriglohnsektors betrifft das Niedriglohn- und Armutsrisiko mittlerweile zwar auch zunehmend Männer, dennoch ist Niedriglohnarbeit immer noch zu einem wesentlichen Anteil Frauenarbeit. Obwohl die Geschlechterforschung sowohl auf der Mikro- als auch auf der Makroebene bereits einige strukturelle Ursachen und Erklärungen für dieses Phänomen herausgearbeitet hat, konstatiert Roman George weiterhin einige Forschungslücken, die er im Rahmen einer ländervergleichenden Untersuchung füllen möchte. Dazu gehören insbesondere die bislang unzulängliche Berücksichtigung von Teilzeitarbeit (obwohl diese vor allem für Frauen eine besondere Bedeutung hat), das Fehlen aktueller Datenbestände, die die Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise einbeziehen, sowie die bislang vernachlässigte Analyse von Mikrodaten. Basierend auf der Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) zeigt der Autor in vergleichender Perspektive, dass insbesondere über das Arrangement von arbeitsmarktlichen und wohlfahrtsstaatlichen Institutionen Einfluss auf die Ausgestaltung geschlechtsspezifischer Einkommensstrukturen genommen werden kann - für das Ausbildungssystem lässt sich hingegen kein wesentlicher Einfluss nachweisen. Vor allem der Einbezug der schwedischen Länderstudie ist interessant - Schweden gilt gemeinhin als relativ egalitäres System (auch mit Blick auf Geschlechterverhältnisse) -, denn bisher liegen hierzu nur wenige Daten und Analysen vor. Gerade die Gegenüberstellung eröffnet aber neue, interessante Einblicke. George erfindet das Rad zwar nicht neu, er legt jedoch eine der gegenwärtig umfassendsten vergleichenden Analysen vor und eröffnet damit zahlreiche zukünftige Forschungsperspektiven.

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