Rosemarie Gebauer: Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen

Artikelnummer: 978-3-88747-329-7

Ist das 'Schlafmützchen' aufgewacht, wartet 'Gretel im Busch' immer noch auf ihren Liebsten? Oder die Zwerge, waschen sie sich immer noch im 'Tauschüsseli'? Und was hat es mit dem 'Guten Heinrich' auf sich, mit 'Hirtentäschel', 'Leberblumen' und 'Stiefmütterchen'?

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Ist das 'Schlafmützchen' aufgewacht, wartet 'Gretel im Busch' immer noch auf ihren Liebsten? Oder die Zwerge, waschen sie sich immer noch im 'Tauschüsseli'? Und was hat es mit dem 'Guten Heinrich' auf sich, mit 'Hirtentäschel', 'Leberblumen' und 'Stiefmütterchen'?

Warum heißen die Pflanzen so?

Viele Namen stammen aus dem Mittelalter, haben mit Aberglauben zu tun, sind überliefert aus alten Büchern, Liedern und Bildern. Viele waren lange vergessen, sind aber heute in der Küche wieder en vogue - wie Bärlauch, Knoblauchrauke, Kapuzinerkresse.


Autor*in / Hrsg.: Rosemarie Gebauer
Details: Umfang: 144 S., 110 Illustr., vierfarbige Pflanzenstiche oder Aquarelle
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 1.9 x 24 x 13.7 cm
Gewicht: 337 g
Erscheinungsdatum: 27.10.2015

Rezension von Angelina Boczek auf Aviva-Berlin:

Gut ist, dass alle Pflanzen weltweit durch ihre botanischen Namen identifiziert werden können, ab 1905 wurden diese durch den schwedischen Botaniker Carl von Linné in eine moderne Nomenklatur gebracht. Verwechslungen bleiben so ausgeschlossen.

Genussvoller aber ist die Beschäftigung mit den alten Pflanzennamen, die heute noch gebräuchlich sind, wie zum Beispiel "Vergißmeinnicht", "Schöllkraut", "Küchenschelle".

Woher die Namen stammen, welche pflanzenphysiologischen, religiösen, mythologischen, kulturellen Aspekte eine Rolle spielten bei der Namensgebung, davon berichtet die Diplombiologin Rosemarie Gebauer in anschaulichen Textbeiträgen, die nie mehr umfassen als zwei Buchseiten. Gestaltet wurde das Buch in dem eleganten Format 13 x 23,5 cm, mit wundervollen farbigen Zeichnungen im Stile alter Pflanzenbücher, von der Verlagsleiterin des TRANSIT-Verlages, Gudrun Fröba.

Die nach dem Alphabet geordneten Beiträge beginnen mit "Alchemilla vulgaris", dem "Frauenmantel" oder "Kleine Alchemistin", auch "Tauschüsseli" genannt. Viele von uns kennen wahrscheinlich nicht die Pflanze, wohl aber den Frauenmanteltee, der auch heute noch in der Kräuter- oder Volksmedizin bei Menstruationsbeschwerden empfohlen wird. Der Name aber stammt von dem "hübsch plissierten Blatt dieses eigenwilligen Rosengewächses. Es erinnert an einen gefalteten Umhang." Der botanische Name "Alchemilla" (die Kleine Alchimistin) deutet darauf hin, dass diese Pflanze eine ganz besondere Gabe besitzt, die für damalige AlchemistInnen höchst interessant war: Sie produziert eine Flüssigkeit, die sich in der Mitte der Blätter sammelt und wie ein "diamantartiger Tropfen" ausschaut.

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