Sabine Kray: Freiheit von der Pille - eine Unabhängigkeitserklärung

Artikelnummer: 978-3-455-00266-9

Seit 50 Jahren gilt die Antibabypille in Deutschland als sicherste Verhütungsmethode. Und noch immer wird sie als Meilenstein für die Emanzipation und Unabhängigkeit der Frau gefeiert. Was passiert aber, wenn man diese Selbstverständlichkeiten in Frage stellt? Ist die Pille tatsächlich so alternativlos? Macht sie uns Frauen wirklich so selbstbestimmt?

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Seit 50 Jahren gilt die Antibabypille in Deutschland als sicherste Verhütungsmethode. Und noch immer wird sie als Meilenstein für die Emanzipation und Unabhängigkeit der Frau gefeiert. Was passiert aber, wenn man diese Selbstverständlichkeiten in Frage stellt? Ist die Pille tatsächlich so alternativlos? Macht sie uns Frauen wirklich so selbstbestimmt? Wie kann es sein, dass wir uns über gesunde Ernährung, fair gehandelte Kleidung und Kosmetik ohne Tierversuche Gedanken machen, zugleich aber ohne groß darüber nachzudenken tagtäglich Hormone einnehmen, deren langfristige Effekte auf Körper und Psyche noch immer nicht hundertprozentig zu ermessen sind?

Die Autorin und Übersetzerin Sabine Kray veröffentlichte im April 2017 bei Zeit Online den Artikel 'Die Antibabypille ist unzumutbar', dessen Text sich rasend schnell im Netz verbreitete und von vielen Frauen enthusiastisch kommentiert wurde. Sabine Kray hatte einen Nerv getroffen - schließlich spielen Verhütung, Kinderwunsch und Familienplanung eine elementare Rolle in unserem Leben.

Dieses Buch berichtet, wie es zum zweifelhaften Siegeszug der Pille kam und schöpft aus aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema. Ergänzend dazu hat die Autorin mit vielen jungen Mädchen und Frauen über die Erfahrungen mit der Antibabypille und dem eigenen Körper gesprochen und zeichnet so das Bild einer Generation.

Ein Buch für die Gespräche mit unseren Töchtern und Nichten und für junge Frauen, die sich informieren wollen - aber auch Vätern, Freunden und Ehemännern empfohlen.


Autor*in / Hrsg.: Sabine Kray
Details: Umfang: 144 S.
Einband: Paperback
Format (T/L/B): 1.3 x 17.7 x 11.7 cm
Gewicht: 147 g
Erscheinungsdatum: 06.11.2017

Rezension von Mira Sigel auf dem Blog Die Störenfriedas:

Anfang des Jahres veröffentlichte Sabine Kray auf ZEITonline einen Artikel mit dem Titel "Die Antibabypille ist unzumutbar", der binnen kürzester Zeit tausendfach gelesen und geteilt wurde. Ihr Artikel traf einen Nerv: Immer mehr Frauen fragen sich, welchen Risiken sie sich eigentlich mit der jahrzehntelangen hormonellen Verhütung aussetzen. "Freiheit von der Pille - eine Unabhängigkeitserklärung" ist gerade erschienen und setzt sich genau mit diesem Thema auseinander.

Verhütung in Deutschland, die Kontrolle über den weiblichen Körper, das sind auch Ende des Jahres 2017 aufgeladene Themen. Eine Gießener Ärztin muss sich gerade vor Gericht verantworten, weil sie auf ihrer Internetseite angab, Abtreibungen durchzuführen. Als Anfang der 1960er die Antibabypille nach Deutschland kam, wurde sie sehr bald zum Inbegriff weiblicher und sexueller Freiheit. Sex ohne die Angst, schwanger zu werden, war auf einmal möglich und beflügelte die Vorstellung von freier Liebe in der Hippie-Zeit - so wird es uns zumindest erzählt.

Sabine Kray wagt einen anderen, einen sehr persönlichen, und zugleich sehr erkenntnisreichen Blick auf die Geschichte der Pille. Die meisten Mädchen bekommen sie schon im Teenie-Alter verschrieben, gegen Hautprobleme und Bauchschmerzen bei der Menstruation und nehmen sie dann, nur unterbrochen für geplante Schwangerschaften, bis zur Menopause durch. Nebenwirkungen wie das erhöhte Thrombose-Risiko, Depressionen oder verringerte Libido werden gerne heruntergespielt. Und das nicht ohne Grund: Mit hormonellen Verhütungsmitteln wird jedes Jahr weltweit ein Umsatz von 9,3 Milliarden gemacht, ein Riesengeschäft, begleitet von vielen undurchsichtigen PR-Kampagnen. Die Autorin zeigt diese Zusammenhänge in einem eigenen Kapitel auf. Sie schreibt informativ, ohne dabei zu langweilen und holt die Leserinnen von der ersten Seite an ab. Mit nur 144 Seiten ist das Buch schnell gelesen.

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