Sarah Waters: Die Muschelöffnerin

Artikelnummer: 978-3-930041-80-0

'Die Muschelöffnerin', ein fesselnder, vielschichtig-erotischer Liebesroman, spielt in der viktorianischen (Halb-) Welt der wilden 1890er Jahre und erzählt von der schillernden Karriere der Nancy Astley: Als Kind arbeitet sie als Muschelöffnerin im elterlichen Austernrestaurant...

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'Die Muschelöffnerin', ein fesselnder, vielschichtig-erotischer Liebesroman, spielt in der viktorianischen (Halb-) Welt der wilden 1890er Jahre und erzählt von der schillernden Karriere der Nancy Astley: Als Kind arbeitet sie als Muschelöffnerin im elterlichen Austernrestaurant an der Küste von Kent. Zu ihren wenigen Vergnügungen zählen die Besuche in der Music Hall im nahegelegenen Canterbury. Dort sieht sie eines Tages die ''Herrendarstellerin'' Kitty Butler auf der Bühne - und ist hingerissen!

Die junge Sängerin und Schauspielerin lässt sich auf Nancys verliebte Schwärmerei ein und beginnt eine Liebesbeziehung mit ihr. Die neunzehnjährige Nancy verlässt ihr Elternhaus und folgt Kitty nach London, erst als Garderobenmädchen, dann steht sie selbst mit ihr zusammen als Duo in Männerkleidern auf der Bühne. Doch anders als Nancy, die glücklich ist, ihre große Liebe gefunden zu haben, fällt es Kitty schwer, sich zu Nancy bekennen ...

"Die Muschelöffnerin" ist ein lesbischer Klassiker und wurde von der BBC unter dem Originaltitel "Tipping the Velvet" verfilmt.

Autor*in / Hrsg.: Sarah Waters
Belletristik: erotische Literatur historischer Roman
Weitere Informationen: Übersetzt von: Susanne Amrain
Umfang: 562 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 3.1 x 18.3 x 11.6
Gewicht: 393 g
Erscheinungsdatum: 14.09.2011

Miss Butler auf der Bühne zu sehen, nachdem ich mit ihr gesprochen hatte, von ihr angelächelt worden war und ihre Lippen auf meiner Hand gespürt hatte, war ein sonderbares Erlebnis: zugleich mehr und weniger aufregend als zuvor. Ihre schöne Stimme, ihre Eleganz, das entzückend Prahlerische - mir war, als hätte ich insgeheim einen Anteil daran erhalten, und ich errötete jedes Mal eitel, wenn die Menge sie lautstark willkommen hieß oder sie auf die Bühne zurückrief, damit sie eine Zugabe sang. Von den Rosen warf sie mir keine mehr zu; die landeten alle, wie vorher, bei den hübschen Mädchen im Parkett. Aber ich wusste, dass sie mich in meiner Loge sah, denn manchmal schaute sie mich an, während sie sang, und immer wenn sie die Bühne verließ, machte sie die große Geste mit dem Zylinder für das Publikum und schenkte mir allein ein Nicken, ein Augenzwinkern oder die Andeutung eines Lächelns.

»Ein wunderbares Buch - viel zu schade, um nur einmal gelesen zu werden.«
Jule Blum, Lesbenring-Info

»Jetzt gibt es eine Neuveröffentlichung des Romans, der nicht nur wegen seiner virtuosen Schilderungen lesbischen Begehrens und Sexes im viktorianischen London der 1890er Jahre so berühmt ist: Waters? Ich-Erzählerin Nan King - Muschelöffnerin, Herrendarstellerin, schwuler Stricher, Dandy und lesbischer Working-Class-Hero - torpediert auch sämtliche Klassen- und Geschlechtergrenzen.«
Siegessäule

»Der Roman bietet alles, was ein dicker Schmöker braucht: ganz großes Gefühl, atemberaubende Dramen, dichte Atmosphäre vor viktorianischer Kulisse, originelle Sexszenen und glaubwürdige Figuren, mit denen man bis zum Schluss mitfiebert.«
Stephanie Kuhnen, L-MAG

»Mein Tipp: Bevor dieser lesbische Leckerbissen womöglich wieder jahrelang vergriffen ist, schnell ein Exemplar sichern, Telefon ausstellen, ein Bitte-nicht-stören-Schild an die Tür hängen und lesen, lesen, lesen!«
Nicole Bruschkeit, Blattgold

»Dass Dissertationsvorhaben nicht nur redlich erworbene akademische Grade zur Folge haben, sondern sich auch etwa im Schreiben eines Romans niederschlagen können, dafür ist Die Muschelöffnerin ein höchst gelungenes Beispiel. (...) Erfrischend zu lesen, wie selbstverständlich ein lesbisches Coming-out literarisch beschrieben wird.!
Gudrun Hauer, Lambda-Nachrichten

»Sarah Waters ist eine glänzende Autorin, die präzise, sinnenfreudige Beschreibungen mit Witz und Ironie vereint. Die Muschelöffnerin ist ein aufregender, couragierter, höchst vergnüglich zu lesender Roman.«
The Observer

»Sarah Waters fängt die (sexuelle) Atmosphäre im (lesbischen) England am Ende des 19. Jahrhunderts ganz wunderbar ein. Es entsteht das Bild einer Gesellschaft, in der die meisten ums nackte Überleben kämpfen, während einige wenige, unberührt davon und auf Kosten der anderen, ihr Leben genießen. Die junge Nancy erfährt das Leben aus ganz verschiedenen Perspektiven und entwickelt dabei langsam einen eigenen Standpunkt.«Irene Hummel, LespressZum Weiterlesen empfehlen wir:Sarahs Töchter von Elana Dykewomon und Sor Juanas zweiter Traum von Alicia Gaspar de Alba ? zwei historische Romane, die ebenfalls eine ungeheure Sogwirkung entfalten.

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