Sharon Dodua Otoo: Adas Raum

Artikelnummer: 978-3-10-397315-0

Ada ist nicht eine, sondern viele Frauen: In Schleifen bewegt sie sich von Ghana nach London, um schließlich in Berlin zu landen. Sie ist aber auch alle Frauen, denn die Schleifen transportieren sie von einem Jahrhundert zum nächsten. So erlebt sie das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit.

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Sharon Dodua Otoos Mut und ihre Lust zu erzählen, ihre Neugier, die Gegenwart zu verstehen, machen atemlos. In ihrer Welt hängt alles am seidenen Faden, es droht zu fallen, und doch bleibt es auf wundersame Weise in der Schwebe.

So wie Ada, um die sich Otoos erster Roman dreht. Ada ist nicht eine, sondern viele Frauen: In Schleifen bewegt sie sich von Ghana nach London, um schließlich in Berlin zu landen. Sie ist aber auch alle Frauen, denn die Schleifen transportieren sie von einem Jahrhundert zum nächsten. So erlebt sie das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit.

Mit einer bildreichen Sprache und unendlicher Imagination, mit Empathie und Humor zeichnet Sharon Dodua Otoo ein überraschendes Bild davon, was es bedeutet, Frau zu sein.

Autor*in / Hrsg.: Sharon Dodua Otoo
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Thema: Schwarze Frauen
Details: Einbandart: gebunden
Umfang: 320 S., mit 9 Vignetten von Sita Ngoumou
Format (T/L/B): 3 x 21 x 13.5 cm
Gewicht: 423 g
Erscheinungsdatum: 24.02.2021
Leseprobe:
Interview mit Sharon Dodua Otoo im Missy Magazin:

Du bist als Autorin und Herausgeberin zahlreicher Novellen, Erzählbände und Kurzgeschichten bekannt. Sehr viele Menschen haben deinen Debütroman sehnsüchtig erwartet. Wie war es, ihn während einer Pandemie abzuschließen?
Es war schlimm! (lacht) Der Roman ist ja auch viel später herausgekommen als geplant. 2019 war für mich persönlich ein schreckliches Jahr, aber dann hatte ich mich endlich neu sortiert, bekam einen neuen Lektor ... So. Und dann kam die Pandemie.

Es passt auch gut zu den Themen in "Adas Raum", dass plötzlich die Weltgeschichte zuschlägt.
Ja, genau! Aber ich dachte mir: Alle müssen jetzt schauen, wie sie damit fertig werden. Und das hat mir irgendwie geholfen, nicht auszurasten. Trotzdem war es schwer, nicht zuletzt, weil drei meiner Kinder bei mir wohnen. Es war wirklich eine Herausforderung, und oft hatte ich nicht die Ruhe, um weiterzuschreiben. Ich weiß selbst nicht, wie ich es gemacht habe. Ich war sehr gut zu mir. Viel Schokolade!

Du hast ja 2016 mit der Kurzgeschichte "Herr Gröttrup setzt sich hin" den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Darin kommt neben dem titelgebenden Gröttrup und seiner Gattin vor allem ein transzendentales Frühstücksei vor - aber auch die Frau, die bei Gröttrups putzt: Ada. Hat sich die Idee zu "Adas Raum" im Anschluss entwickelt?
"Herr Gröttrup ..." war tatsächlich nur als Kurzgeschichte geplant. Aber ein häufiges Feedback war, dass Leute mehr erfahren möchten. Dadurch, dass ich den Preis gewonnen habe, haben sich natürlich viele Möglichkeiten aufgetan, ich habe Stipendien bekommen und konnte full-time schreiben. Sonst hätte ich das nicht machen können! Dieser Roman brauchte Zeit, denn ich wollte erklären, was in der Kurzgeschichte passiert. Viele Leute sind so begeistert von Herrn Gröttrup, aber ich musste mich irgendwann von ihm verabschieden. Er hat zu viel Raum eingenommen.

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