Sheila Heti: Mutterschaft

Artikelnummer: 978-3-498-03039-1

Was wird gewonnen und was geht verloren, wenn eine Frau sich entschließt, ein Kind zu bekommen? In ihren späten Dreißigern, als die Freundinnen sich fragen, wann sie endlich Mutter werden, fragt Sheila Heti sich, ob sie es überhaupt werden will.

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Was wird gewonnen und was geht verloren, wenn eine Frau sich entschließt, ein Kind zu bekommen? In ihren späten Dreißigern, als die Freundinnen sich fragen, wann sie endlich Mutter werden, fragt Sheila Heti sich, ob sie es überhaupt werden will. In einer mehrere Jahre umspannenden Selbsterkundung, mal hierhin, mal dorthin gezogen von ihren Mitmenschen, ihrem Partner und den Verpflichtungen gegenüber ihren jüdischen Vorfahren, versucht sie eine weise und moralische Entscheidung zu treffen. Nachdem Philosophie, ihr Körper, die Mystik und der Zufall nicht geholfen haben, findet sie die Antwort viel näher bei sich.

"Diese Erkundung der moralischen, gesellschaftlichen und psychologischen Beziehung der modernen Frau zur Mutterschaft ist eine Erleuchtung, eine Provokation und - endlich - eine Antwort auf die neuen Normen der Weiblichkeit", schrieb Bestsellerautorin Rachel Cusk über Mutterschaft, und Elif Batuman: "Ich bin mir sicher, dass dieses Buch vielen verschiedenen Menschen viel bedeuten wird - so, als hätte Sheila Heti tatsächlich ein menschliches Wesen geboren, wenn auch auf unerklärlich andere Weise. Und das ist nur eine der vielen Paradoxien, vor denen dieses mutige, notwendige und visionäre Buch nicht zurückscheut."

'Mutterschaft' ist couragiert, tief empfunden und so originell, dass es jede Debatte über Weiblichkeit, Elternschaft und unseren Lebenssinn bereichern wird.

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Mutterschaft

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Autor*in / Hrsg.: Sheila Heti
Familienthemen: ohne Kinder Muttersein
Thema: jüdische Frauen
Details: Originaltitel: Motherhood
Übersetzt von: Thomas Überhoff
Umfang: 320 S., 17 s/w Fotos
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.6 x 21 x 13 cm
Gewicht: 400 g 
Erscheinungsdatum: 19.02.2019
Rezension von Adelheid Ohlig auf dem Blog bzw-weiterdenken:

Mutterschaft und Menstruationszyklus, I-Ging und Befindlichkeit, Individuum und Gesellschaft, Single und Paar, Mutter und Tochter - zwischen all diesen Seinszuständen mäandert die kanadische Autorin Sheila Heti in ihrem jüngsten Buch. Zwischen ihrem 30. und 40. Lebensjahr beschäftigte sie sich reflektierend mit der Möglichkeit, Mutter zu werden. In Kapiteln, die sie nach den Phasen des Menstruationszyklus benennt, betrachtet sie das Leben, das sie gerade mit ihrem Freund führt. Drei Münzen wirft sie, befragt das I-Ging über den nächsten Schritt. Heti streift die Geschichte ihrer vor dem Holocaust in Ungarn geflüchteten jüdischen Mutter und deren Mutter, will ergründen, was diese Genealogie mit ihren Entscheidungen zu tun haben könnte. Ihre Gefühle bearbeitet sie gedanklich, ihre Gedanken befühlt sie. Was will sie, ohne der Gesellschaft zu genügen? Was kann frau unabhängig von der Gesellschaft wollen? Hat frau einen freien Willen unabhängig von der Gesellschaft?

Dicht webt Heti den Teppich dieses existentiellen Themas nicht nur der Frauen; noch braucht es zwei Personen, um neues Leben in die Welt zu setzen.

Man erfährt nicht konkret wie Heti sich entscheidet, erahnt allerdings ihren Weg. Ihr gelingt das Hin- und Hergerissensein zwischen den beiden Möglichkeiten, die so oder so das Leben verändern, in aller Vehemenz zu beschreiben - genauso wie im Laufe des Menstruationszyklus Launen in alle Richtungen mäandern. «Woher soll ich wissen, ob mit meinem Leben wirklich etwas nicht stimmt, wenn den halben Monat alles auf Rosen gebettet ist und den andern halben auf Dornen? Welcher Sicht kann ich trauen? Ist überhaupt eine davon wahr?» Als sie das Buch vollendet, schickt sie die Seiten ihrer Mutter, diese schreibt ihr: «Jetzt wirst du bald vierzig, und ihr (der Grossmutter) Tod ist auch ungefähr vierzig Jahre her. Du hast sie nie kennengelernt, aber jetzt schenkst du ihr ewiges Leben.» Geistige Kreativität entspricht körperlicher Fruchtbarkeit und es ist gut so.

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