Sonali Deraniyagala: Nach der Welle

Artikelnummer: 978-3-596-19895-5

Sri Lanka, 26. Dezember 2004. Sonali Deraniyagala verbringt die Weihnachtsferien mit ihrer Familie in einem wunderschönen Hotel direkt an der Küste, als die Welle kommt. Sonali selbst überlebt knapp, aber sie verliert ihre gesamte Familie.

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*** 'Ein ganz erstaunliches, wunderschönes Buch.' Joan Didion ***

'Ich schrie nicht, heulte nicht auf. Ich fiel nicht in Ohnmacht. Abwarten, dachte ich mir. Ich warte ab, bis sie sie alle gefunden haben, und dann bringe ich mich um.'

Sri Lanka, 26. Dezember 2004. Sonali Deraniyagala verbringt die Weihnachtsferien mit ihrer Familie in einem wunderschönen Hotel direkt an der Küste, als die Welle kommt. Sonali selbst überlebt knapp, aber sie verliert ihre gesamte Familie, ihren Mann, die beiden kleinen Söhne und ihre Eltern.

'Ein unglaublich starkes und zutiefst bewegendes Buch, wie ich schon lange keines mehr gelesen habe. Sonali Deraniyagala beschreibt eine Katastrophe und ihre Auswirkungen, die keiner von uns miterleben musste. Und gleichzeitig erweckt sie in ihrem atemberaubenden Erfahrungsbericht alle diejenigen wieder zum Leben, die sie verloren hat, so dass auch wir sie niemals vergessen werden.' Michael Ondaatje


Autor*in / Hrsg.: Sonali Deraniyagala
Weitere Informationen: Fischer TB Bd. 19895
Originaltitel The Wave
Übersetzt von: Peter Dahm Robertson 
Umfang: 272 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.5 x 21 x 13.2 cm
Gewicht: 371 g
Erscheinungsdatum: 23.10.2014

~ LESEPROBE ~

Rezension bei Weiberdiwan:

Wirtschaftswissenschaftlerin Sonali Deraniyagala hat mit dem Tsunami in Sri Lanka im Dezember 2004 beide Elternteile, ihren Ehemann und ihre zwei kleinen Söhne im Alter von sechs und acht Jahren verloren. Selbst wurde sie kilometerweit von der zehn Meter hohen Welle herumgespült und überlebte zufällig. In ihrem 2013 zum Geburtstag ihres älteren Sohnes Vikram erstmals auf Englisch erschienenen Buch erzählt sie von den Minuten vor der Katastrophe und den anschließenden schweren acht Jahren. In frappierend direkten und klaren Sätzen schildert sie die schiere Unbewältigbarkeit der Erkenntnis über den umfassenden Verlust, der dem Ende ihres bisherigen Lebens gleichkommt. Mit dem spannend verfassten Text lässt sie nachvollziehen, wie sie Depressionen, Betäubung, Wut, Ängste und das Gefühl der Auswegslosigkeit durchlief. Es vergehen Jahre, bis sie an die Unglücksstelle zurückkommen kann und dort just das T-Shirt ihres Sohnes im Sand ausgräbt, bis sie das gemeinsame Haus in London wieder betreten, die weiterwachsenden Freund_innen ihrer Kinder sehen kann - und die geteilte Vergangenheit mit ihren Söhnen in ihnen. Deraniyagala lässt ihre größte Hürde nachvollziehen, die Erinnerung an ihre toten Liebsten, vor der sie sich aus Furcht vor dem großen Schmerz zu schützen versucht. Behutsam, in kleinen Schritten und zunehmend poetisch nähert sie sich ihr an: "Dadurch, dass ich sie alle erneut kennenlerne, die Fäden unseres Lebens in Erinnerungen wieder aufsammle, fühle ich mich weniger zerbrochen." Ein bemerkenswertes, sehr berührendes Buch, reich an ganz grundsätzlichen Gedanken über das Leben.

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