Stephan Geene: Umsonst. Kreuzberger Treibsand

Artikelnummer: dvd394

Aziza steht unangekündigt wieder in ihrem Zimmer - Praktikum, Portugal, alles abgebrochen. Aber ihr Zimmer ist besetzt, die Mutter, Trixi, hat das Zimmer vermietet. Zach wohnt jetzt dort, aus Neuseeland ist er mit einem One-Way-Ticket nach Berlin gekommen.
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Eines Morgens steht Aziza urplötzlich wieder in ihrem Zimmer - eigentlich sollte sie in Portugal sein, bei ihrem Vater, ein Praktikum machen. Aber ihr Zimmer ist besetzt, die Mutter, Trixie, hat das Zimmer vermietet. Zach wohnt jetzt dort, er ist Mitte 20, aus Neuseeland, mit one-way-ticket ist er nach Berlin gekommen, keine Ahnung wie lange er bleiben wird. Und auch was er tut, scheint nicht recht von Belang.

Azizas überstürzte Zurückkommen macht ihr selbst aber die größten Probleme, die eigene Stadt fühlt sich mit einem Mal komisch an: was will sie mit diesen coolen Menschen, die alle in einer riesigen Aus-Zeit den Stadtteil besetzen. Das Verhältnis zur Mutter kippt wie ein hektisches Metronom zwischen Nähe und Streit. Mit ihrem Fahrrad knallt sie gegen ein Auto, Aziza lacht, aber dann entsteht doch eine polizeiliche Ermittlung -- das lässt sie Blanche (Seyneb Saleh) treffen, die vielleicht wirklich so aussieht, wie das, was man ihr vorwirft: sie zünde Autos an. Als wirklich eins brennt, ist Aziza dennoch nicht mehr aufzuhalten auf einem Hang nach untern: Trixie, die Mutter, liest hilflos Azizas Tagebuch, entsetzt, macht Aziza es ihr nach, sie klaut die Tagebücher der Mutter, haut ab, und steht in einer ausgehbewegten Kreuzberger Nacht. Als nichts mehr weitergeht, reißt etwas, ein Knacks, im Film selbst, vielleicht ist mit dem Film etwas nicht o.k...

Sich in einem Stadtteil zusammenballen, auf der Straße sitzen und nichts oder wenig tun, hat das Methode? Gibt es da etwas, was mit dem Kreuzköllner Zustand von In-der-Sonne-Sitzen, die Straße als Bar zu verwenden und mit Gitarre auf der Straße zu singen 'gemeint' ist - auch wenn ja gerade niemand irgendetwas 'meinen' oder 'sagen' will? Und doch: diese Verwendung der Stadt, das Beharren auf geldlosem Umgang, das Bestehen darauf, Zeit zu haben, das 'demonstriert' etwas. Und wenn es nur eine Form wäre, auf das Wort 'Krise' zu reagieren? Den Zustand filmen und darin eine Geschichte anfangen lassen. Personen, die hier wohnen, andere, die dazu kommen, unbestimmte Zeit bleiben, gehen, unterbrechen, um eben auch diese Geschichte insgesamt zu beenden. (Stephan Geene)

» Pressestimmen zum Film

umsonst bbooksz av kino from strasz areal b. on Vimeo.


Regisseur*in: Stephan Geene
Details: Sprache: engl./deutsch
Umfang: 93 Min.
Erscheinungsjahr: 2014 

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