Stephanie Kuhnen (Hrsg.): Lesben raus! - Für mehr lesbische Sichtbarkeit

Artikelnummer: 978-3-89656-257-9

Es heißt, Lesben sind unsichtbar und eine aussterbende Identität. Angesichts der historisch einmaligen Situation, dass mehrere Generationen in einer toleranteren Gesellschaft sich offen zeigen können, hätte es über die Jahre eine steigende lesbische Präsenz geben müssen. Stattdessen dominieren schwule Männer Bild und Themen.

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Es heißt, Lesben sind unsichtbar und eine aussterbende Identität. Angesichts der historisch einmaligen Situation, dass mehrere Generationen in einer toleranteren Gesellschaft sich offen zeigen können, hätte es über die Jahre eine steigende lesbische Präsenz geben müssen. Stattdessen dominieren schwule Männer Bild und Themen.

Wenn von Homosexuellen gesprochen wird, dann werden Lesben "mitgemeint". Wenn es um LSBTTI*-Themen geht, werden selten lesbische Expertinnen befragt. Angeblich gäbe es sie nicht, heißt die Entschuldigung. Auch scheint es, "Queer" wird lieber zu einer alternativen Identität erhoben, als sich "Lesbe" zu nennen. Was ist da los?

Sicher ist: Kein Mensch ist unsichtbar! Man wird unsichtbar gemacht oder entscheidet sich für Unsichtbarkeit, um Konflikte zu vermeiden. 28 Autor*innen beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema und gehen der Frage nach: Wo sind sie denn, die lesbischen Frauen und Transgender? Welche Vorteile und welche Nachteile bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt zur Unsichtbarkeit? Wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden?

Mit Beiträgen von Christoph R. Alms, Gwendolin Altenhöfer, Monika Barz, Gabriele Bischoff, Birgit Bosold, Maria Braig, Carolina Brauckmann, Maria Bühner, Traude Bührmann, Lovis Cassaris, Stephanie Gerlach, Max Helmich, Doris Hermanns, Angela Jäger, Manuela Kay, Ria Klug, Juliane Kronen, Stephanie Kuhnen, Mariella Müller, Eva von Redecker, Babette Reicherdt, Jenny Renner, Corinne Rufli, Lili Sommerfeld, Gabi Stummer, Pia Thilmann, Simone Tichter und Judith Völkel

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Stephanie Kuhnen
Details: Umfang: 260 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2.5 x 20.5 x 12.5 cm
Gewicht: 322 g
Erscheinungsdatum: 26.09.2017

~ LESEPROBE ~

Rezension von Bärbel Gerdes auf auf AVIVA-Berlin:

Lesben raus! Kein AfD-Slogan, sondern ein Aufruf zur Sichtbarkeit der Lesben und des Lesbischen in unserer Gesellschaft. Spannende Aufsätze aus allen Lebensbereichen bieten anregenden Diskussionsstoff.

Das gab es mal: die endlosen Debatten darüber, ob das Zentrum, in dem sich Feministinnen trafen, nun "Frauenzentrum" oder "Lesbenzentrum" oder "Frauen- und Lesbenzentrum" oder "Frauenlesbenzentrum" heißen sollte. Auch wenn uns das holperige "Frauen und Lesben" die Luft scharf einziehen ließ - es war die Möglichkeit, uns sichtbar zu machen, deutlich zu machen, dass es sich eben nicht lediglich um Frauenräume handelte, sondern um Orte, an denen sich Frauen liebende Frauen aufhielten. Wir wollten gesehen und wahrgenommen werden!

In dem von der Journalistin Stephanie Kuhnen herausgegebenen Band, der den Untertitel Für mehr lesbische Sichtbarkeit trägt, untersuchen 28 Autor_innen dieses Thema aus sehr unterschiedlichen, oft überraschenden Perspektiven.
Denn längst drohen Lesben unsichtbar oder subsumiert zu werden unter all den Buchstaben, deren Reihung immer länger zu werden scheint: LSBTTIQ*, so heißt es zu Beginn des Buches im Editorial der Herausgeberin - eine Abkürzung, von der angenommen wird, die oder der geneigte Leser_in wisse schon Bescheid.
Doch es ist nicht nur das Verschwinden der Lesbe hinter diesem Buchstabenwust, die politisch-korrekt stets mit einem Sternchen zu versehen ist - auch der "queer"-Begriff inkludiert die Lesbe und sorgt gleichzeitig für ihre Unsichtbarmachung. "Wenn alle ´Queers´ sind, wie kann dann die strukturelle Benachteiligung von Lesben, einschließlich homosexueller bzw. frauenliebender Frauen ... bekämpft werden?" fragt Kuhnen - und hier ist die Rezensentin verwirrt, da sie immer dachte, Lesben seien homosexuelle frauenliebende Frauen.

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