Sylvia Plath: Der Koloss

Artikelnummer: 978-3-518-42380-6

Am 11. Februar 1963 begeht Sylvia Plath im Alter von 30 Jahren Selbstmord, heute ist sie die berühmteste amerikanische Dichterin des 20. Jahrhunderts.

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Am 11. Februar 1963 begeht Sylvia Plath im Alter von 30 Jahren Selbstmord, heute ist sie die berühmteste amerikanische Dichterin des 20. Jahrhunderts.

50 Jahre nach ihrem Tod erscheint nun erstmals in deutscher Übersetzung 'Der Koloss' - Sylvia Plath' erster und einziger Gedichtband zu Lebzeiten. Ihre Verse erzählen von einer Welt, die düster ist und voller Sehnsucht, in der zwischen Irrenhaus, Mythos und Märchen eine Frau um eine unangetastete Identität ringt.



Autor*in / Hrsg.: Sylvia Plath
Weitere Informationen: Gedichte - Engl/Dt
Umfang: 168 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2 x 21.9 x 14.3 cm
Gewicht: 347 g
Erscheinungsdatum: 18.08.2013

~ LESEPROBE ~

Rezension von Claire Horst auf AVIVA-Berlin:

Nur dreißig Jahre wurde die Ausnahmeautorin Sylvia Plath alt. Kurz vor ihrem Selbstmord war ihr einziger Roman "Die Glasglocke" erschienen, und er allein genügte, um ihr zu Weltruhm zu verhelfen.

Ebenso düster und zugleich komisch wie "Die Glasglocke" sind Plaths Gedichte, die zum Teil bereits während ihrer Schulzeit entstanden. Schon als 15-Jährige veröffentlichte sie in Zeitschriften und wurde mit Preisen ausgezeichnet. Dass sie dennoch von Minderwertigkeitsgefühlen und Zweifel an ihrem schriftstellerischen Talent geprägt war, ist aus ihren Tagebuchaufzeichnungen bekannt.

Die 1960 erschienene Gedichtsammlung "The Colossus" war Plaths erste Veröffentlichung in Buchform. Nun ist sie zum ersten Mal auf Deutsch erschienen, zum Glück in einer zweisprachigen Ausgabe. Einzelne Gedichte sind ebenfalls in ihren Tagebüchern nachzulesen - dort lässt sich auch ihre Entstehungs- und Publikationsgeschichte nachverfolgen.

Übertragen wurden die Gedichte von Judith Zander, die selbst als Lyrikerin bekannt wurde und mit einem Roman für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Ihre Nachdichtungen sind ein Gewinn: Metrum und Klang des Originals verliert Zander nie aus dem Blick. Die manchmal unangenehm mystisch munkelnde, aber nie altbacken wirkende Sprache Plaths bleibt so auch in der deutschen Übersetzung erhalten.

Wie Plath aus banalen Alltagserlebnissen Poesie entstehen lässt, ohne zu überladenen Metaphern zu greifen, ist beeindruckend. Die Schlachtung eines Schweins oder der Splitter, der in ihrem Auge steckt, ganz alltägliche Beobachtungen und Erlebnisse führen zu einer Verschiebung des Blicks im übertragenen, aber auch ganz realen Sinn, lassen Gewohntes und Vertrautes auf neue Weise sichtbar werden. Und die neuen Bilder, die die Dichterin wahrnimmt, beschreibt sie so präzise wie die Sehnsucht nach Vertrautem, das ihr verloren ging.

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