Theresia Enzensberger: Blaupause

Artikelnummer: 978-3-446-25643-9

Luise Schilling ist jung, wissbegierig und voller Zukunft. Anfang der brodelnden zwanziger Jahre kommt sie an das Weimarer Bauhaus. Sie studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Epoche.

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'Vergangenes als etwas Lebendiges begreifen - Theresia Enzensberger macht die Bauhaus-Jahre zu einem Moment der Gegenwart.'
Florian Illies 

Luise Schilling ist jung, wissbegierig und voller Zukunft. Anfang der brodelnden zwanziger Jahre kommt sie an das Weimarer Bauhaus. Sie studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Epoche. Zwischen Technik und Kunst, Kommunismus und Avantgarde, Populismus und Jugendbewegung lernt Luise gesellschaftliche Utopien kennen, die uns bis heute prägen. Rasant und äußerst gegenwärtig erzählt Theresia Enzensberger von einer jungen Frau in den Wirren ihres Lebens: von den Konflikten zwischen Rechts und Links bis zum Sprung eines jungen Liebespaares in einen nächtlichen Fluss.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Theresia Enzensberger
Belletristik: historischer Roman
Details: Umfang: 256 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2.4 x 21 x 13.5 cm
Gewicht: 383 g
Erscheinungsdatum: 12.07.2017

~ LESEPROBE ~

Rezension von Yvonne de Andrés auf AVIVA-Berlin:

In ihrem Debütroman zeigt die Journalistin und Autorin Theresia Enzensberger anhand der fiktiven Figur Luise Schilling, dass am Bauhaus Gleichberechtigung und Entfaltungsmöglichkeiten für Frauen nur auf dem Papier bestanden. Auch die progressiven Bauhauslehrer waren in ihrem Rollenverständnis alles andere als modern. Frauen sollten deren Meinung nach Weben und nicht Architektur studieren.

Die junge Berlinerin Luise Schilling will unbedingt Architektur am Bauhaus studieren. Das Bauhaus war in den frühen1920er Jahren der Ort für die Idee der Avantgarde. Mit seinem visionären Ansatz wollte Walter Gropius den traditionellen Kanon in der Baukultur überwinden und die Baukultur reformieren.So ist es für die Tochter aus gutem Hause der Ort, an den sie unbedingt hinmuss. Die erste Herausforderung besteht darin, überhaupt dort angenommen zu werden - gegen den Willen ihres Vaters. 1921 beginnt sie am Bauhaus in Weimar zu studieren. Ihre zweite Herausforderung besteht darin, sich in einem von Männern dominierten Fach, Architektur - Respekt zu verschaffen.

Progressive Visionäre - unmoderne Machos

Von Anfang an rebelliert Luise gegen die Männerbünde der Bauhausmeister wie Walter Gropius und dem Naturmystiker Johannes Itten. Johannes Itten entwickelte den Bauhaus-Vorkurs - ein Pflichtkurs, um in eine der Werkstätten aufgenommen zu werden. Nach dem Vorkurs entschied Johannes Itten, in welcher Werkstatt Luise und andere ihr Studium beginnen durften.Bei der Begutachtung ihres fragilen Holzmodellskanzelteer Luise komplett ab: "Keine Sorge, Luise, die Frauen im dreidimensionalen Sehen. Das hat nichts mit dir zu tun. Ich würde dir allerdings empfehlen, in die Textilwerkstatt zu gehen. Dort kannst du auch dein Talent für Farbgebung weiterentwickeln, das du schon unter Beweis gestellt hast."

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