Toni Morrison: Gott, hilf dem Kind

Artikelnummer: 978-3-498-04531-9

Keine andere Autorin hat über die Jahrzehnte hin den Rassenkonflikt in Amerika so konsequent und leidenschaftlich beschrieben wie die Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison. 'Gott, hilf dem Kind' setzt den mit 'Jazz' begonnenen Zyklus fort, in dem Morrison die Situation der Schwarzen in den USA beleuchtet. Ein weiterer großer Roman der im Kampf gegen Rassismus engagierten Autorin.

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Keine andere Autorin hat über die Jahrzehnte hin den Rassenkonflikt in Amerika so konsequent und leidenschaftlich beschrieben wie die Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison. 'Gott, hilf dem Kind' setzt den mit 'Jazz' begonnenen Zyklus fort, in dem Morrison die Situation der Schwarzen in den USA beleuchtet. Ein weiterer großer Roman der im Kampf gegen Rassismus engagierten Autorin.

Lula Ann ist ein so tiefschwarzes Baby, dass ihre Mutter Sweetness bei der Geburt fast zu Tode erschrickt und der Vater die junge Familie auf der Stelle verlässt, weil er nicht glauben kann, dass dieses Kind von ihm ist. Sweetness erzieht Lula Ann zu Gehorsam und Unterwürfigkeit, nur nicht auffallen, aus Angst vor rassistischen Angriffen.

Doch die heranwachsende Tochter sträubt sich gegen die verordnete Angepasstheit. Sie ändert ihren Namen, in Bride, kleidet sich in provokant strahlendes Weiß, macht Karriere bei einer Kosmetikfirma, verliebt sich in einen geheimnisvollen Mann und befreit sich auf ihre Weise von der Vergangenheit.

Zwei starke Frauen, zwei verschiedene Lebensentwürfe, in dem Versuch, sich zu schützen und gleichzeitig zu behaupten. Ein Roman, der zur Weltliteratur gehört.


Autor*in / Hrsg.: Toni Morrison
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Literatur aus: USA/Kanada
Details: Originaltitel: God Help The Child
Übersetzt von: Thomas Piltz 
Umfang: 208 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 2 x 20.9 x 13.2 cm
Gewicht: 320 g
Erscheinungsdatum: 20.04.2017

~ LESEPROBE ~

Weitere Ausgaben: Audiobook

Rezension von Bärbel Gerdes auf AVIVA-Berlin:

Die Nobelpreisträgerin und Professorin für afroamerikanische Literatur Toni Morrison greift in ihrem aktuellen Roman den Rassismus in den USA auf und was er mit den Betroffenen macht: eine Geschichte von internem Rassismus und dem Weg hinaus.

Seit Jahrzehnten zeigt die mittlerweile 86jährige Toni Morrison den Rassismus in den Vereinigten Staaten auf, der auch 150 Jahre nach Abschaffung der Sklaverei weiter besteht. Aktueller denn je ist dieses Thema, gerade auch durch die Politik des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Dass Rassismus zum eigenen Internen werden kann, erlebt die Protagonistin des Romans am eigenen Leib. Ihre Mutter sieht entsetzt auf das kleine Bündel, das da zwischen ihren Beinen zur Welt kommt. "Sie war so schwarz, dass sie mir Angst machte. Mitternachtsschwarz, sudanesisch schwarz ... Teer ist der beste Vergleich, der mir einfällt." Lula Anns Mutter Sweetness zählt sich zu den Weißen, wie es bereits ihre Mutter tat: je heller desto besser.
Schnell wird klar, dass Lula Ann so keine Chance hat. Ihre Mutter lehnt sie ab. "...vielleicht habe ich meinem einzigen Kind ein paar schmerzhafte Dinge zugemutet, weil ich es schützen musste... Weil Hautfarbe eben nicht gleich Hautfarbe ist. Erst konnte ich unter all dem Schwarz nicht erkennen, wer sie eigentlich war, und konnte sie einfach nicht liebhaben." Sie berührt ihre Tochter so wenig wie möglich.

Lula Ann kehrt diese vermeintlichen Gegebenheiten um: sie arbeitet sich nach oben, legt ihren Geburtsnamen ab und nennt sich künftig Bride, sie wird Chefin eines Kosmetikunternehmens. Auf den Rat eines befreundeten Modeberaters trägt sie nur weiß: "Du solltest immer Weiß tragen ... schwarz ist das neue Schwarz. Lässt die Leute an Schlagsahne und an Schokoladensoufflé denken."
Ihre Schönheit ist ihre Rache. "Ich wurde eine tiefschwarze Schönheit ... Ich verkaufe meine schwarze Eleganz an all die Plagegeister meiner Kindheit, und sie bezahlen mich teuer... Und ich muss zugeben, dass es mehr als eine Entschädigung ist, all jene, die mich gequält haben ... heute vor Neid sabbern zu sehen, wenn sie mir begegnen."

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