Toni Tholen: Männlichkeiten in der Literatur. Konzepte und Praktiken zwischen Wandel und Beharrung

Artikelnummer: 978-3-8376-3072-5

Die Veränderung des Verhältnisses zwischen den Geschlechtern hängt nicht zuletzt davon ab, ob sich gesellschaftlich und kulturell neue Vorstellungen von Männlichkeit herausbilden und alternative, nicht-hegemoniale Lebensformen möglich werden.

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Die Veränderung des Verhältnisses zwischen den Geschlechtern hängt nicht zuletzt davon ab, ob sich gesellschaftlich und kulturell neue Vorstellungen von Männlichkeit herausbilden und alternative, nicht-hegemoniale Lebensformen möglich werden. Auch in der Literatur der letzten Jahrzehnte macht sich ein allmählicher Wandel im männlichen Selbstbild bemerkbar, den es literaturwissenschaftlich angemessen darzustellen gilt. Unter der doppelten Perspektive von Wandel und Beharrung untersucht Toni Tholen Konzepte von Männlichkeit zwischen solitärer Existenz, Ehe, Familie und Autorschaft in Texten von R.D. Brinkmann, R. Barthes, P. Handke, W.G. Sebald, A. Gorz bis zu M. Streeruwitz und K.O. Knausgård.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Toni Tholen
Wissenschaft: Männlichkeitsforschung
Weitere Informationen: Reihe Lettre
Umfang: 224 S.
Einband: Kartoniert
Gewicht: 354 g
Erscheinungsdatum: 10.06.2015

~ LESEPROBE ~

Interview mit Toni Tholen:

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es die seit langem schon in der Öffentlichkeit geführte Debatte über die 'Krise' und den möglichen Wandel von Männlichkeit durch den Einbezug wichtiger literarischer und theoretischer Texte der letzten Jahre und Jahrzehnte intensiviert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es wird deutlich, dass die nötige Transformation von traditionellen Männlichkeitsvorstellungen und -praktiken in professionellen (künstlerisch-intellektuellen) wie in privaten Zusammenhängen ein steiniger Weg ist, der sich allerdings zu gehen lohnt, gerade in Auseinandersetzung mit den verdichteten Reflexionen und Imaginationen, die die Literatur der letzten Jahrzehnte zum Thema bereit hält.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Eine hohe, weil es viele Disziplinen und Lebenskontexte durchquert. Vielleicht kann das Buch dazu beitragen, dass die Reflexion von Männlichkeiten in den Forschungs-, aber auch in den Lehrkontexten der einzelnen Bildungsinstitutionen noch mehr als bisher praktiziert wird, vor allem im inter- und transdisziplinären Zusammenhang.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit möglichst vielen Menschen, insbesondere auch außerhalb der Wissenschaft.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine andere Männlichkeit ist möglich, aber wirklich ist sie noch nicht.

Quelle: Transcript Verlag

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