Torsten Linke: Sexualität und Familie. Möglichkeiten sexueller Bildung im Rahmen erzieherischer Hilfen

Artikelnummer: 978-3-8379-2468-8

Obwohl sexuelle Themen ein wichtiger Bestandteil der sozialpädagogischen Familienberatung und der Kinder- und Jugendhilfe sind, gibt es nur wenige Veröffentlichungen zum Thema.

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Obwohl sexuelle Themen ein wichtiger Bestandteil der sozialpädagogischen Familienberatung und der Kinder- und Jugendhilfe sind, gibt es nur wenige Veröffentlichungen zum Thema. Auch in der konkreten Praxis der Sozialen Arbeit sind theoretische Konzepte für sexuelle Bildung und Beratung ungenügend verankert.

Dieser Lücke wendet sich der vorliegende Band zu: Ausgehend von der Studie 'Partner 4' zu Jugendsexualität liefert er nicht nur allgemeine Anregungen für die Beratungspraxis, sondern unterbreitet auch Vorschläge für Konzepte, die den diversen und komplexen Lebenslagen der Kinder und Jugendlichen Rechnung tragen. Der Fokus liegt dabei auf der Sozialisationsinstanz Familie.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Torsten Linke
Wissenschaft: Sexualwissenschaft
Weitere Informationen: Angewandte Sexualwissenschaft
Weitere Urheber: Ulrike Busch, Harald Stumpe, Heinz-Jürgen Voß u.a.
Umfang: 120 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1 x 20.5 x 12.5 cm
Gewicht: 147 g
Erscheinungsdatum: 05.03.2015

~ LESEPROBE ~

Inhalt

Einleitung

1. Sexualkultur

2. Sozialisation und Familie
2.1. Sozialisation
2.2. Sozialisationsinstanz Familie
2.3. Bedeutung weiterer Sozialisationsinstanzen und -bedingungen
2.4. Institutionen der Kinder und Jugendhilfe

3. Sexualität und Familie
3.1. Sexuelle Entwicklung und familiärer Umgang kindliche Sexualität
3.2. Pubertät und Postpubertät aktuelle Entwicklungen
3.3. Sexualisierte Gewalt

4. Sexualität und Familie
Aktuelle Ergebnisse der Studie Jugendsexualität 2013
4.1. Eine Zwischenbilanz
4.2. Beschreibung der Studie PARTNER 4
4.3. Familiäre Herkunftsbedingungen
4.4. Einstellungen zu Sexualität
4.5. Sexuelles Verhalten
4.6. Wissen über Sexualität und Mediennutzung
4.7. Sexuelle Belästigungen, Übergriffe und sexualisierte Gewalt
4.8. Zusammenfassung der Ergebnisse aus PARTNER 4

5. Ausblick für die Praxis der sexuellen Bildung und Beratung

Literatur
Rezension von Marie Springborn auf querelles-net:

Sexuelle Bildung in der pädagogischen Praxis

Abstract: Im ersten Band der Reihe "Angewandte Sexualwissenschaft" führt Torsten Linke in theoretische Grundlagen und Termini der sexuellen Bildung in der Sozialen Arbeit ein, analysiert Ergebnisse der Studie "PARTNER 4 - Jugendsexualität 2013" und liefert Ansätze für die praktische Arbeit im Bereich der sexuellen Bildung und Beratung. Der analytische Fokus liegt dabei auf der Sozialisationsinstanz Familie, die in der psychosexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen westlicher Gesellschaften, bei zunehmender Digitalisierung und ausgedehnter Postadoleszenz, eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Sexualkultur einnimmt und in der, aus Sicht des Autors, unterschiedliche Wissenszugänge sowie Einstellungen auf Grund von Geschlecht(-erverhältnissen), sozioökonomischem Status und Migrationserfahrungen vorhanden seien. 

Im ersten Band der interdisziplinären Reihe Angewandte Sexualwissenschaft wird der Fokus auf die pädagogische Praxis der sexuellen Bildung und Beratung gerichtet. Diplom-Sozialarbeiter/-pädagoge Torsten Linke lehrt mit dem Forschungsschwerpunkt 'Sexuelle Bildung in Kinder- und Jugendhilfe' an der Hochschule Merseburg. Diese ist auch Mitherausgeberin des Bandes sowie der darin behandelten Studie. Der einleitenden Verortung der Begriffe Sexualkultur, Sozialisation und Familie sowie weiterer Sozialisationsinstanzen in den ersten zwei Kapiteln, die auf theoretische und empirische Zugänge zurückgreifen, folgt eine Skizze der sexuellen Entwicklung Heranwachsender im Kontext der Familie. Daran schließt sich eine Analyse der empirischen Untersuchung PARTNER 4 - Jugendsexualität 2013 an - eine historische Vergleichsstudie unter der Leitung Konrad Wellers, in der ostdeutsche Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren zu den Themen Partnerschaft und Sexualität befragt wurden. Sowohl Veränderungen sexuellen Erlebens im Vergleich zu den Studien PARTNER III (1990), II (1980) und I (1972) als auch Gewalterfahrungen und das Nutzen neuer Medien sowie Pornographie stehen im Fokus der Untersuchung (vgl. Weller 2013, S. 1). Die Absicht Linkes, der sich ebenfalls in der PARTNER-Studie engagierte (vgl. Weller 2013, S. 11), auf Basis dieser Studie Zielgruppen für den Bereich der sexuellen Bildung herauszustellen, schließt im letzten Kapitel mit einem inhaltlichen Blick auf die Praxis der Erziehungs- und Familienberatung.

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