Tove Jansson: Die Zuhörerin

Artikelnummer: 978-3-8251-5116-4

Auf wie vielen Ohren sind wir eigentlich taub, wenn wir uns dem Sog des Alltags hingeben? Tove Janssons Figuren sind jedenfalls gesegnet mit gespitzten Ohren und messerscharfer Beobachtungsgabe.

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Auf wie vielen Ohren sind wir eigentlich taub, wenn wir uns dem Sog des Alltags hingeben? Tove Janssons Figuren sind jedenfalls gesegnet mit gespitzten Ohren und messerscharfer Beobachtungsgabe.

Die finnischschwedische Autorin erfrischt bereits in diesen frühen literarischen Meisterwerken mit ihrem unverwechselbaren Blick und klaren Stil.


Autor*in / Hrsg.: Tove Jansson
Details: Erzählungen
Übersetzt von: Birgitta Kicherer
Umfang: 160 S.
Format (T/L/B): 1.7 x 21.7 x 14.4 cm
Gewicht: 331 g
Einband: Gebunden
Erscheinungsdatum: 11.10.2017

~ LESEPROBE ~

Rezension von Doris Hermanns auf AVIVA-Berlin:

Geschichten vom Reisen sind es, die jetzt neu von Tove Jansson vorliegen: vom Abfahren und Verlassen des Alltags, vom Ankommen, von neuen Umgebungen, davon sich selber anders erleben.

Nach ihrem Roman Die ehrliche Betrügerin liegt nun wieder eine Sammlung mit Erzählungen von Tove Jansson vor.
Einen schönen Einstieg bildet "Briefwechsel", die berührenden Briefe eines japanischen Mädchens, in denen sie ihre Sehnsucht nach der Autorin, die sie sehr verehrt, ausdrückt. Ihr Traum ist es zum einen, in andere Länder zu reisen und andere Sprachen zu sprechen und zu verstehen, zum anderen möchte sie Geschichten schreiben, die bewirken sollen, dass jede und jeder ihren bzw. seinen eigenen Traum verstehen und wiedererkennen kann. Sie lernt viel aus dem Briefwechsel - "man fängt einfach an, eine Geschichte zu schreiben, weil man muss" - und auch wenn sich ihr Wunsch, die Autorin persönlich kennenzulernen, nicht erfüllt, so realisiert sie sich: "Es ist ein schöner Gedanke, dass man einem Schriftsteller nur in seinen Büchern begegnen sollte."

Bücher spielen auch eine wichtige Rolle in "Der Wald", in der sich zwei Kinder, die den Sommer in einem Sommerhaus verbringen, nicht in den Wald trauen. Erst als ihre Mutter ihnen Bücher über Tarzan schickt, fangen sie an, sich mehr zuzutrauen, nichts scheint ihnen mehr gefährlich. Sie erleben den Wald jetzt als Dschungel, der sie beschützt und den sie erforschen wollen, so entwickeln sie eine neue Selbständigkeit.

"Es war schon immer mein Traum, mit leichtem Gepäck zu reisen (...) - jetzt gelang es mir zum ersten Mal, nur das absolute Minimum mitzunehmen ? Die Tasche wurde so leicht wie mein leichtsinniges Herz ?" Aber nicht allen gelingt es, wie geplant, alles hinter sich zu lassen, wie sich gerade in der Titelgeschichte zeigt, in der sich der Ich-Erzähler auf eine Reise begibt und alles hinter sich lassen möchte, "nichts und niemand mehr war wichtig", aber auf Dauer erkennen muss, dass er neue Menschen kennenlernt und damit auch neue Verbindungen eingeht. Das eigene Ich als absolutes Minimum.

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