Uli Streib-Brzic und Stephanie Gerlach: Und was sagen die Kinder dazu? Neue Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer, schwuler und trans* Eltern

Artikelnummer: 978-3-89656-237-1


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Nach zehn Jahren und drei Auflagen kommen die Kinder noch einmal zu Wort. Ein zweites Mal kommen Töchter und Söhne lesbischer Mütter, schwuler Väter und - neu - von Eltern, die sich als transgender identifizieren, zu Wort.

Zehn Jahre nach den ersten Interviews wurden die 34 Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ein weiteres Mal zu ihrer Sicht auf ihre Familie befragt - Familien, die immer noch als "besonders" oder auch "erklärungsbedürftig" wahrgenommen werden. Was finden die Kinder an ihrer Familie großartig? Was mögen sie an ihren Eltern, was kritisieren sie? Welche Wünsche und Träume haben sie für ihr Leben? Mit welchen Befürchtungen oder Reaktionen setzen sie sich auseinander? Was erleben sie als unterstützend?

All das vermitteln die Texte authentisch und anschaulich. Die Kinder erzählen ganz offen auch von Krisen und Trennungen und darüber, wie ihre Eltern für sie da sind. Und sie geben uns einen Einblick in ihre Familien, die "ganz normal" und manchmal so ganz anders sind.

In dieser Jubiläumsausgabe werden jeweils die "alten" Textporträts von Teilnehmer_innen des ersten Bandes "Und was sagen die Kinder dazu?" ihren aktuellen Statements vor­angestellt.

Hinzu kommen Gespräche mit Töchtern und Söhnen der neuen Regenbogenfamiliengeneration sowie ein Talk zwischen den Töchtern der Autorinnen.

Mit einem Vorwort von Patrick Lindner und einem Nachwort von Susy Signer-Fischer, Kinder- und Jugendtherapeutin.

Autor*in / Hrsg.: Stephanie Gerlach Uli Streib-Brzic
Familienthemen: Regenbogenfamilie
Details: Umfang: 260 S.
Einband: kartoniert
Format: 2.5 x 20.6 x 12.5
Gewicht: 323 g
Erscheinungsdatum 01.09.2015

~ LESEPROBE ~

Rezension von Magda auf dem Blog Mädchenmannschaft:

Normalerweise reagiere ich eher gereizt, wenn über Lesben_Trans_Schwule gesprochen wird, so nach dem Motto: ?Ist das eigentlich normal, kann mensch das Kindern antun, Familie ist Mutter-Vater-Kind, Untergang des Abendlandes, bla bla bla??.

Das Buch "Und was sagen die Kinder dazu? Zehn Jahre später! Neue Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer, schwuler und trans* Eltern" (Querverlag, 2015) nimmt Bezug auf diesen Diskurs, bietet alternatives Wissen (besonders für diejenigen, die mit dem Thema bisher weniger zu tun hatten) und lässt in erster Linie die Kinder zu Wort kommen: Es ist eine kluge Idee der Autorinnen Uli Streib-Brzic und Stephanie Gerlach, mal diejenigen zu befragen, um deren Wohl sich deutsche Konservative stets sorgen: jene Kinder und Jugendliche, die in Elternhäusern aufwachsen bzw. aufgewachsen sind, die nicht der heternormativen Norm entsprechen.

2005 erschien die erste Version des Buches, damals mit Erfahrungsberichten von Kindern schwuler und lesbischer Eltern. Vor wenigen Monaten - zehn Jahre später - erschien das Nachfolgebuch. Die Kinder von damals wurden erneut interviewt, hinzugekommen sind neue Gespräche mit Kindern von trans-Eltern. Insgesamt 34 Kinder vom Grundschulalter bis ins junge Erwachsenenalter berichten über ihr Aufwachsen, eigene Lernprozesse, über Kämpfe in Schulen und im Freund_innenkreis, erzählen von Krisen sowie von schönen, stärkenden Momenten. Die größte Gruppe der interviewten Kinder sind in Deutschland geboren und haben lesbischen Eltern. Besonders spannend finde ich das Buch, weil die aktuellen sowie die damaligen Interviews abgedruckt sind. Das gibt den Kindern und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, auf ihre damaligen Aussagen Bezug zu nehmen und zu reflektieren.

» zur Rezension auf maedchenmannschaft.net

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