Ulrike Müller: Salonfrauen - Leidenschaft, Mut, geistige Freiheit

Artikelnummer: 978-3-938045-78-7

Frauen waren schon immer gute Netzwerkerinnen und haben in ihren privaten Salons geistreiche Persönlichkeiten aus Literatur, Wissenschaft, Politik, Kunst und Musik zum Gespräch geladen. Bis heute sind diese Salonnièren vielen Frauen darin ein Vorbild.

29,95 €

inkl. 7% USt. , zzgl. Versand

Lieferzeit: 6 - 10 Werktage



Frauen waren schon immer gute Netzwerkerinnen und haben in ihren privaten Salons geistreiche Persönlichkeiten aus Literatur, Wissenschaft, Politik, Kunst und Musik zum Gespräch geladen. Bis heute sind diese Salonnièren vielen Frauen darin ein Vorbild, im privaten Rahmen jenes ganz besondere Konzentrat von Gespräch und Geselligkeit zu ermöglichen, das ein wahrhaft geistiger Austausch braucht. Wie ungeheuer gebildet, sinnenfroh, selbstbewusst, unnachgiebig, schlagfertig, durchsetzungsstark und begabt diese Frauen des 18., 19. und 20. Jahrhunderts waren, belegt Ulrike Müllers neuestes Buch. Darin werden viele unbekannte und zu Unrecht vergessene Frauen unterschiedlichster Herkunft vorgestellt, denen wir heute mehr zu verdanken haben, als wir erinnern können.

Ulrike Müller widmet sich gebildeten, mutigen und vielseitig begabten Salonnièren zwischen Romantik und Moderne. Sie luden zu Geselligkeit und Gespräch über Literatur, Philosophie, Politik, Musik und Kunst in ihre individuell gestalteten Räume. Diese Salons inspirieren bis heute mit der Idee einer grenzüberschreitenden Offenheit zu freiem geistigen Austausch.

Von den literarischen Tees der Berliner Jüdinnen bis zur avantgardistischen Frauenszene der Pariser Left Bank Anfang des 20. Jahrhunderts: Frauen haben in Salons quer durch Europa Toleranz und Offenheit praktiziert, haben Grenzen überschritten und Räume eröffnet für die Utopie vom herrschaftsfreien Gespräch und geselligen Umgang. Die Salonkultur bietet in der Zeit zwischen Romantik und Moderne eine Vielfalt wie nie zuvor.

Dieses Buch widmet sich kapitelweise den geistigen Bereichen, für die die Salonnièren ihre Räume eröffneten: Literatur, Politik und Philosophie, Musik, Bildende Kunst. In Berlin entfesselt Rahel Varnhagen eine geniale Gesprächskultur, in Jena sammelt Caroline Schlegel-Schelling die verrückte Romantiker-»WG« um sich. Eine Generation später schlägt die große Stunde der musikalischen Salons: Zwischen Paris und St. Petersburg laden europäische Künstlerinnen wie George Sand und Pauline Viardot europäische Künstler wie Chopin, Liszt oder Berlioz in ihre Räume. Fanny Lewald streitet in ihrem Berliner Salon für Frauenbildung und Frauenrechte. Eine der berühmtesten Kurtisanen von Paris, Valtesse de La Bigne, wird zur Förderin der Impressionisten und die reiche Erbin eines Nähmaschinenimperiums, Winnaretta Singer-Polignac, zur bedeutendsten Mäzenin der Neuen Musik. Im neuen Jahrhundert holt Marianne von Werefkin mit ihrem Rosafarbenen Salon den Expressionismus nach München, während Berta Zuckerkandl in Wien mit Otto Wagner in Sachen Secession telefoniert, Berta Fanta in Prag mit Albert Einstein philosophiert und Gertrude Stein in ihrem Pariser Salon, »von Genie zu Genie«, mit Picasso plaudert.

Autor*in / Hrsg.: Ulrike Müller
Biografien von/über: Sammelportraits
Zeitepoche(n): 18. und 19. Jh. 20. und 21. Jh.
Weitere Informationen: Umfang: 144 S.
Einband: Gebunden
Format: 27,5 x 21,0 cm
Gewicht: 929 g
Erscheinungsdatum: 27.09.2013

Durchschnittliche Artikelbewertung

Geben Sie die erste Bewertung für diesen Artikel ab und helfen Sie Anderen bei der Kaufenscheidung: