Unda Hörner: Kafka und Felice

Artikelnummer: 978-3-86915-152-6

Beruhend auf Kafkas Briefen an Felice erzählt Unda Hörner fesselnd und atmosphärisch dicht die wechselhafte Liebesgeschichte des ungewöhnlichen Paares, das sich zwischen 1912 und 1917 immer wieder trifft, en passant auf Bahnhöfen, in Parks und Hotels, in Berlin, Prag oder Marienbad.

20,00 €

inkl. 7% USt. , zzgl. Versand

Lieferzeit: 6 - 10 Werktage



Beruhend auf Kafkas Briefen an Felice erzählt Unda Hörner fesselnd und atmosphärisch dicht die wechselhafte Liebesgeschichte des ungewöhnlichen Paares, das sich zwischen 1912 und 1917 immer wieder trifft, en passant auf Bahnhöfen, in Parks und Hotels, in Berlin, Prag oder Marienbad. Kafka wirbt immer wieder heftig um Felice, entpuppt sich jedoch bald als unsicherer Kantonist, der vor allem für eines brennt - das Schreiben. Daneben entsteht das lebendige Bild einer lebenslustigen jungen Frau, die ihre Arbeit liebt, gern tanzen geht und auch vor Kafkas Abgründen nicht zurückschreckt. Gemeinsam mit Kafka und Felice taucht der Leser tief ein in die Atmosphäre des zeitgenössischen Berlin kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs bis an die Schwelle der Zwanzigerjahre - ein faszinierender Blick, gleichsam über Kafkas Schulter, auf eine bizarre Liebe, die leuchtende Spuren in der Weltliteratur hinterlassen hat.

Autor*in / Hrsg.: Unda Hörner
Belletristik: biografische Literatur historischer Roman
Details: Umfang: 320 S.
Einband: Gebunden
Format (T/L/B): 3.3 x 21.1 x 13.7 cm
Gewicht: 497 g
Erscheinungsdatum: 25.08.2017

Rezension von Silvy Pommerenke auf AVIVA-Berlin:

Phantasievoll und kenntnis- wie detailreich hat Unda Hörner ihren Roman anhand des Briefwechsels zwischen Franz Kafka und Felice Bauer gestaltet, der die Leserin vom ersten Satz an in die historische Zeit des Beginns des zwanzigsten Jahrhunderts katapultiert.

Akribisch recherchiert und lebendig geschildert führt Unda Hörner in die schwierige Liebesbeziehung zwischen Franz Kafka und Felice Bauer und lässt so auch das Berlin der 1910er Jahre lebendig werden. Aber nicht nur das allein, vielmehr lässt die Germanistin und Romanistin fast beiläufig die Weltgeschichte am Rand des Briefwechsels erscheinen. Ob nun Suffragetten-Bewegung oder Ausbruch des Ersten Weltkrieges, alles findet sich gut recherchiert in "Kafka und Felice" wieder. Zudem werden den Texten wie "Das Urteil", "Die Verwandlung", "Vor dem Gesetz" oder "In der Strafkolonie", die Kafka in den Jahren mit Felice schrieb, ein näheres Augenmerk geschenkt, und die amüsanten Kommentare Felices über die Prosa von Franz regen so manches Mal zum Lachen an.

Ein interessanter Apekt an "Kafka und Felice" ist, dass sich Unda Hörner explizit der Erlebniswelt von Felice Bauer widmet, obwohl ihr nur die Briefe Kafkas vorlagen. Ihr gelingt dabei ein erzählerischer Sog, der die Leserin unweigerlich in den Roman hineinzieht.

» weiterlesen auf AVIVA-Berlin.de

Durchschnittliche Artikelbewertung

Geben Sie die erste Bewertung für diesen Artikel ab und helfen Sie Anderen bei der Kaufenscheidung: