Ursula Raberger: Israelischer queerer Film

Artikelnummer: 978-3-902902-28-3

Im Bereich des queeren Kinos der 2000er-Jahre hat kaum ein Land ein so erstaunlich reichhaltiges Portfolio produziert wie Israel. Kein Filmfestival mit LGBT-Schwerpunkt kommt heutzutage ohne eine breite Schau israelischer Beiträge aus - höchste Zeit also, sich auch im deutschsprachigen Raum damit zu befassen.

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Im Bereich des queeren Kinos der 2000er-Jahre hat kaum ein Land ein so erstaunlich reichhaltiges Portfolio produziert wie Israel. Kein Filmfestival mit LGBT-Schwerpunkt kommt heutzutage ohne eine breite Schau israelischer Beiträge aus - höchste Zeit also, sich auch im deutschsprachigen Raum damit zu befassen.

Es ist die spezifische Situation, in der diese Filme entstehen, mit der Ursula Raberger sich in ihrem Buch zum israelischen queeren Film eingehend beschäftigt. So zeigt sie eindrucksvoll, wie die enge Verwobenheit zwischen der erst jungen nationalen Geschichte des Staates, der progressiven Rechtsstaatlichkeit in Bezug auf LGBT-Anerkennung, dem schwierigen Verhältnis zu Palästina und den kulturellen und religiösen jüdischen Wurzeln das Spezielle des israelischen queeren Kinos ausmachen, und belegt dies anschaulich anhand ihrer Analysen einiger der bekanntesten und auch vieler hierzulande noch unbekannter Filme der letzten zehn Jahre.

Raberger bringt dabei nicht nur ihre Expertise in den Bereichen Filmwissenschaft und LGBTQ-Studies ein, sondern greift dank ihrer jahrelangen Arbeits- und Studienaufenthalte in Israel auf umfassende persönliche Eindrücke zurück, die einen besonders unmittelbaren Zugang zum Thema möglich machen.

Das Buch enthält umfangreiches Bildmaterial, das die Filmemacher_innen der Autorin speziell zur Verfügung gestellt haben. Ursula Raberger wurde 1981 in Linz geboren. Schon im Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien fokussierte sie ihren Blick auf das queere Filmschaffen. Neben der Arbeit für Film und Fernsehen und als Journalistin ist Ursula Raberger seit fünf Jahren Mitarbeiterin des internationalen LGBT-Filmfestivals TLVFest in Tel Aviv.


Autor*in / Hrsg.: Ursula Raberger
Land im Fokus: Israel
Medien: Fernsehen Film
Weitere Informationen: Umfang: 320 S.
Einband: kartoniert
Format: 20 x 13 x 1,8 cm
Gewicht: 359 g
Erscheinungsdatum: 01.03.2015

Rezension von Sharon Adler auf AVIVA-Berlin:

Die österreichisch-jüdische Journalistin und Filmwissenschaftlerin ist Mitinitiatorin des Wiener Kibbutz Klub und engagiert sich im LGBT-Filmfestival TLVFest. Nun hat sie Filme, Regisseur_innen und Filmgeschichte in diesem informativ-bunten Kompendium zusammengefasst.

Die Filmwissenschaftlerin untersucht anhand der von ihr exemplarisch vorgestellten Filmbeispiele die Mittel der Film- und Bildsprache, Wechselwirkung von Kultur, Religion, Gesellschaft und Politik, und fragt in ihren Analysen, was israelisch queeres Kino ausmacht.

Neben chronologisch nach Jahreszahlen alphabetisch aufgeführten Filmen widmet sich Ursula Raberger kapitelweise einer Vielzahl von Themen zum israelischen queeren Film seit seinen Anfängen bis zur Gegenwart.

In Kapitel 2 gibt die Autorin einen guten Überblick über die Entwicklung des israelischen Films schon vor Gründung des Staates Israel 1948 und stellt diese in einen historisch bedingten Kontext. Anhand einiger ausgewählter Filme macht sie den Einfluss von Geschichte auf das Arbeiten der Filmschaffenden - Regisseur_innen und Schauspieler_innen deutlich. Kapitel 3 beschäftigt sich mit der Entwicklung der LGBT-Bewegung in Israel: u.a. geht Ursula Raberger auf die rechtlichen Bestimmungen sowie Antidiskriminierungsgesetze anhand der Themen "Das Recht auf Adoption und "In-Vitro-Befruchtung für Lesben" oder "Sex-Change und Gender-Change" ein.

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