Volker Hoffmann: Nadeshda Konstantinowna Krupskaja: "Ich war Zeugin der größten Revolution in der Welt". Leben, Kampf und Werk der Frau und Weggefährtin Lenins

Artikelnummer: 978-3-88021-393-7

Fast 30 Jahre nach der bisher einzigen deutschsprachigen Publikation zu Krupskaja liegt nun endlich eine neue Biografie dieser vielfach unterschätzten Persönlichkeit der Zeitgeschichte vor. Sie zeigt Lenins Frau und Kampfgefährtin als Vorbild für Menschen, die nach einer besseren Welt suchen.

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Fast 30 Jahre nach der bisher einzigen deutschsprachigen Publikation zu Krupskaja liegt nun endlich eine neue Biografie dieser vielfach unterschätzten Persönlichkeit der Zeitgeschichte vor. Sie zeigt Lenins Frau und Kampfgefährtin als Vorbild für Menschen, die nach einer besseren Welt suchen.

29 historische Originalfotos auf Bilderdruckpapier, Paperback mit Fadenheftung.

Eine beeindruckende Biografie über eine beeindruckende Frau. Mit einer Fülle bisher unbekannter Details. Krupskaja war Mitgestalterin und Zeugin der Oktoberrevolution und des sozialistischen Aufbaus im ersten sozialistischen Land der Welt - an der Seite Lenins und im von Stalin geführten Zentralkomitee.

Vorgestellt wird eine unerschrockene Vorkämpferin der sozialistischen Pädagogik und der Befreiung der Frau. Eine Persönlichkeit, die alles andere war als Lenins 'Schattenfrau'. Selbstbewusst war sie, kritisch und streitbar, gleichzeitig aber auch sehr bescheiden und selbstlos. An die 600 Texte aus Krupskajas Feder liegen dem Buch zugrunde, etliche wurden erstmals ins Deutsche übersetzt. Krupskajas Leben wird eingebettet in die Revolutionen von 1905 und 1917, die Kollektivierung der Landwirtschaft und die Industrialisierung Sowjetrusslands.

Diese Biografie macht dem Namen Nadeshda (auf deutsch: Hoffnung) alle Ehre. Sie ermutigt jeden, der mit dem Befreiungskampf der Menschen von Ausbeutung und Unterdrückung sympathisiert und nach einem Weg sucht, sich für eine bessere Welt und sozialistische Ideale einzusetzen.

"Das Buch ist deshalb so lehrreich, weil es die unendliche Kleinarbeit aufzeigt, in der dieser russische Umsturz vorbereitet worden ist." So Kurt Tucholsky 1930  über Krupskajas "Erinnerungen an Lenin", Teil I. Sein Satz könnte auch über dem vorliegenden Buch stehen. Thema ist hier ebenfalls die revolutionäre Kleinarbeit, aber nicht nur die vor der Oktoberrevolution, sondern auch die während des gesamten sozialistischen Aufbaus geleistete, vor allem in der Volksbildung und bei Frauen, Kindern und Jugendlichen. Das Buch stellt die Frau vor, die einen Großteil davon - an der Seite - Lenins bewältigt hat: Nadeshda Konstantinowna Krupskaja (1869-1939).

Gestützt auf zahlreiche, teilweise bisher kaum bekannte Lebenszeugnisse von Krupskaja und die neuere deutsch- und englischsprachige Fachliteratur sowie einige neue russischsprachige Publikationen verfolgt das Buch den Weg eines gut behüteten Mädchens aus dem verarmten Adel Russlands bis zur Entscheidung der 26jährigen, Revolutionärin zu werden. Von den Jahren der Verbannung und des zeitweise sehr bitteren Exils bis zu den großen Herausforderungen an die Jugendbeauftragte der Bolschewiki in den dramatischen Wochen der Oktoberrevolution 1917, als sie ihre Arbeit im Volksbildungsministerium aufnahm. Von der Hinwendung zur "linken Opposition" über ihre Selbstkritik bis zu ihrem 1927 erfolgten Eintritt in das ZK der KPdSU(B), dessen Mitglied sie bis zu ihrem Tode blieb.

Vor dem auch dem nicht vorinformierten Leser gut verständlich geschilderten historisch-politischen Hintergrund der Entwicklung Sowjetrusslands erhält der Leser Einblick in den von Krupskaja geführten Kampf gegen das Analphabetentum, in die turbulenten Auseinandersetzungen über die Volksbildung, die neue Schule und die neuen Bibliotheken (einschließlich der Pannen bei den "Säuberungen" der Bibliotheken), in Erfolge und Probleme der antireligiösen Aufklärung u.v.m..

Im Zentrum des Buches stehen Krupskajas mit überzeugenden Argumenten geführter unermüdlicher Kampf um die polytechnische Schule, die mitreißenden Schritte ihrer Verwirklichung in den frühen 30er Jahren und ihr jahrelanger Protest gegen die vorübergehende Einstellung der Polytechnik durch das ZK.

Über 25 Jahre nach der bisher einzigen deutschsprachigen Biographie, einer Übersetzung aus dem Russischen, die alle schwierigen Themen ihres Lebens umschifft hat, liegt nun endlich eine neue, eine kritische  Biographie von Krupskaja vor. Ein Buch, das sie als Schülerin von Marx und Engels, als "Helferin Lenins" und als loyale Mitarbeiterin Stalins, aber auch als unerschrockene Kritikerin mancher Entscheidungen des von ihm geführten ZK zeigt. Ein Buch, das die Pädagogin Krupskaja in den Vordergrund rückt, das zeigt, dass sie ein großes Herz für die Kinder hatte, in dem auch Platz war für die Kinder der Kulaken (Großbauern) und das die aktuelle Bedeutung der damals zu lösenden schulpolitischen und pädagogischen Probleme überzeugend darlegt, aber doch auch ein wissenschaftlich gut abgesichertes Gesamtbild dieser stark unterschätzten Persönlichkeit der internationalen Arbeiter- und kommunistischen Bewegung bietet.

Ein Buch, das eine Frau vorstellt, der es versagt war, Kinder zu bekommen, und die darum umso mehr für sie gelebt und gekämpft hat und ein Vorbild für junge Menschen sein kann, die nach einer besseren Welt suchen, wie sie es getan hat.


Autor*in / Hrsg.: Volker Hoffmann
Biografien von/über: Aktivistinnen Frauen an der Seite berühmter Männer Pädagoginnen
Zeitepoche: 20. und 21. Jh. 18. und 19. Jh.
weitere Themen: russische Frauen
Weitere Informationen: Umfang: 398 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 2.2 x 20 x 14
Gewicht: 511 g
Erscheinungsdatum: 12.03.2013

~ LESEPROBE ~

"Dem Autor ist es gelungen, die relative Breite der Ereignisse in dieser Zeit zu einem Bild Krupskajas als bescheidener Frau, die Großes geleistet hat, zu bündeln. ... Es entsteht so ein sehr menschlicher und überzeugender Gesamtblick auf Krupskaja, der viele neue Aspekte im Leben und Schaffen einer bemerkenswerten Frau in der Geschichte der russischen Arbeiterbewegung vorstellt, aber auch einen Blick auf ihre Verdienste um die Entwicklung der dialektischen Erziehungswissenschaft ermöglicht."
(Aus einer Rezension der Hallepost.de) 
 
"Sie haben bewunderswert akribisch recherchiert."
(Prof. Dr. Eberhard Mannschatz, Erziehungswissenschaftler an der Humboldt-Uni, em.)

"Die tapfere Frau an seiner (Lenins) Seite wieder aus den Schatten der Geschichte zu holen, hat sich Volker Hoffmann zur Aufgabe gemacht. Der emeritierte Dozent von der Universität der Künste in Berlin legt drei Jahrzehnte nach der bislang einzigen deutschsprachigen Biografie nun ein neues Porträt von Nadeshda Konstantinowna Krupskaja vor."
(Karlen Vesper, in: Neues Deutschland: Messesplitter vom 18.3.2013)

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