Waltraud Ernst, Ilona Horwath (Hrsg.): Gender in Science and Technology. Interdisciplinary Approaches

Artikelnummer: 978-3-8376-2434-2

What role does gender play in scientific research and the development of technologies? This book provides methodological expertise, research experiences and empirical findings in the dynamic field of Science and Technology Studies.

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What role does gender play in scientific research and the development of technologies? This book provides methodological expertise, research experiences and empirical findings in the dynamic field of Science and Technology Studies. The authors, coming from computer science, social sciences, or cultural studies of science, discuss how to ask questions about gender and give examples for the application in interdisciplinary research, development and teaching. Topics range from the design of information and communication technologies, epistemologies of biology and chemistry to teaching mathematics and professional processes in engineering. Contributions by Anne Balsamo, Wendy Faulkner, Rebecca Jordan-Young, Barbara Orland, Els Rommes, and others.

Leseprobe


Autor*in / Hrsg.: Ilona Horwath Waltraud Ernst
Weitere Informationen: Gender Studies
Produktsprache: Englisch
Umfang: 250 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 1.8 x 22.5 x 15 cm
Gewicht: 416 g
Erscheinungsdatum: 15.12.2013

~ LESEPROBE ~ 

Interview mit Ilona Horwath und Waltraud Ernst:

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Buch illustriert anhand konkreter Beispiele, wie sich Prozesse des Gendering in technologischer und naturwissenschaftlicher Forschung und Entwicklung vollziehen, und zwar gerade dann, wenn diese vermeintlich geschlechtsneutral erscheinen. Es zeigt mit interdisziplinären Ansätzen aus Naturwissenschafts- und Technikforschung, wie Geschlecht theoretisch, empirisch und methodisch berücksichtigt werden kann. Die Beiträge bieten Einblicke zum aktuellen 'State of the Art' der internationalen Diskussion.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch analysiert Geschlechterdimensionen in vielfältigen Bereichen, wie dem Design neuer Technologien, der 'Brain Organization Theory', Diskursen zur Chemie von Milch, feministischer Epistemologie und Forschungspraxis sowie im Studien- und Arbeitsfeld von Ingenieurwissenschaften und Mathematik. Damit eröffnet es Möglichkeiten, diese Dimensionen kritisch zu reflektieren und liefert Ansätze, sie bewusst zu gestalten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Vor dem Hintergrund politischer, ökonomischer und wissenschaftlicher Interessen wird die Rolle von Geschlecht in Naturwissenschaft und Technik intensiv diskutiert. Dabei wird v.a. von Forschenden und Studierenden in diesen Disziplinen der Bedarf nach konkreten Beispielen artikuliert, die zu illustrieren vermögen, wie die Geschlecht in den vermeintlich sachlogischen Zusammenhängen dieser Disziplinen wirkt, und wie diese Wirkungen bewusst reflektiert und geschlechtergerecht gestaltet werden können.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Kollegen/-innen aus Forschung und Entwicklung sowie Studierenden der Naturwissenschaft und Technik. Mit Experten/-innen und Interessierten der Gender Studies sowie der feministischen Naturwissenschafts- und Technikforschung.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Inter- und transdisziplinäre Perspektiven auf die Frage, warum und wie Geschlecht erforscht und als Ressource für Innovation umgesetzt werden kann.

von transcript-verlag.de

Rezension von Philippa Schindler auf AVIVA-Berlin:

Geht es um Normen und Ideen rund um die Kategorie "Geschlecht", erweisen sich Forschungen oft als nicht neutral. Warum das so ist, erklären internationale WissenschaftlerInnen in diesem Essayband.

Welche Rolle spielt das Geschlecht bei wissenschaftlichen Forschungen und bei der Entwicklung neuer Technologien? Diese Frage stand im Zentrum der Vorlesungsreihe "For Future Innovations: Gender in Science and Technology", die Ende 2011 an der Johannes-Kepler-Universität in Linz stattfand. ExpertInnen der unterschiedlichsten Fachrichtungen - aus den Bereichen Medienwissenschaften, Informatik, Sozialwissenschaften, Philosophie, Mathematik, Geschichte und Biologie - illustrierten anhand ihrer Arbeiten, wie die Kategorie "Geschlecht" in naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen relevant wird: Angefangen bei dem Entwurf neuer Technologien bis hin zu den geschlechtlich strukturierten (Un)Gleichheitsbedingungen für TeilnehmerInnen der Wissenschaften. Die Forschungsergebnisse wurden 2014 in dem Buch "Gender in Science and Technolgy. Interdisciplinary Approaches" zusammengefasst.

Die Herausgeberinnen und Sozialwissenschaftlerinnen Dr. Waltraud Ernst und Dr. Ilona Horwath plädieren darin für eine unbedingte Reflektion der Kategorie "Geschlecht" in naturwissenschaftlichen und technischen Forschungszusammenhängen. Denn die spielt - trotz des Neutralitätsanspruches der Wissenschaften - in den meisten Forschungen eine Rolle. WissenschaftlerInnen sind sich oft nicht über die tradierten Vorstellungen bewusst, die ihre Interpretationen durchsetzen, der Einfluss auf die Ergebnisse bleibt dann unbemerkt. Eine weitere Problemstellung, so Ernst und Horwath, ist auch die soziokulturelle Assoziation von Naturwissenschaften und Technik mit Männlichkeit: Geschlechtshierarchien und Praxen der Ausschließung von Frauen sind die strukturellen Folgen innerhalb des Wissenschaftszweiges.

Mit "Gender in Science and Technolgy. Interdisciplinary Approaches" wollen die Herausgeberinnen zur Sensibilisierung für diese Themen beitragen. Denn nur so können normative Vorstellungen und Zuschreibungsmuster aufgebrochen werden. Die Beiträge der RednerInnen der Konferenz wurden hierfür in drei Themenblöcke eingebettet.

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